• 1

Superbet Rapid und Blitz in Bukarest

Auch in Bukarest hat sich ein Teil der Weltklassespieler versammelt um ihre Kräfte am Brett zu messen. Das Superbet Rapid- & Blitzturnier ist die sechste Etappe der Grand Chess Tour 2019 und besteht aus einem 9-rundigen Schnell- und 18-rundigem Blitzturnier. Nach drei Runden hat sich Anish Giri mit 5 Punkten an die Spitze gespielt. Dahinter lauern Levon Aronian, Anand Viswanathan und Anton Korobov mit 4 Punkten. Am Tabellenende mit nur einem Punkte liegen der frisch gebackene Fischer-Random-Weltmeister Wesley So und Vladislav Artemiev. Offizielle Seite

Drucken

Hamburg: Kurze Gastspiele von vier Spielern

Vier Spieler haben nur ein kurzes Gastspiel in Hamburg gegeben und wieder die Heimreise nach Niederlagen antreten müssen. Ein klares Aus gab es für Hikaru Nakamura gegen Veselin Topalov. Auch in der zweiten Partie stand Nakamura nur mit dem Rücken zur Wand, so dass er sich ins Remis fügte und die Niederlage akzeptierte. Ähnlich war es bei Yi Wei gegen Vachier-Lagrave. Es war der Chinese selbst, der eine Zugwiederholung anstrebte, weil er mit Weiß schelchter stand. Ganz anders verlief Nepomniachtchi-Duda. Es sah sehr gut aus für den Russen der schönen Stellungsvorteil hatte, doch Duda spielte zäh und schaffte dann nach langen 132 Zügen das nötige Remis zum Weiterkommen. In die nächste Runde eingezogen ist auch Peter Svidler, der keinerlei Probleme hatte seine Partie gegen Harikrishna ausgeglichen zu gestalten. Alle übrigen Akteure müssen in den Tiebreak. Offizielle Seite

Drucken

Fide Grand Prix in Hamburg mit munterem Auftakt

Nach dem letztjährigen Kandidatenturnier in Berlin gibt es gegen Ende des Jahres 2019 das nächste internationale Highlight für die deutschen Schachfans. Schon gestern gab es die Pressekonferenz mit dem Präsidenten des deutschen Schachbundes und dem Fide-Präsidenten. Die 16 Weltklassespieler haben heute in Hamburg im Theater Kehrwieder in der geschichtsträchtigen Speicherstadt die erste Runde des Fide Grand Prix gespielt. Gleich wurde die Hälfte der Partien in den reizvollen Duellen entschieden. Für eine Überraschung sorgte Veselin Topalov, der der einzige Spieler war, der seine Partie mit den schwarzen Steinen gegen keinen Geringeren als Hikaru Nakamura gewinnen konnte und das auf recht klare Art und Weise in einem Spanier. Ein höchst erstaunliches Konzept zeigte Maxime Vachier-Lagrave im Naijdorf-Sizilianer mit Weiß gegen Yi Wei. Er "täuschte" mit 6.g3 ein Läuferfiancchetto an, spielte den Läufer jedoch dann nach c4 und siegte damit sehenswert. Der stets zu taktischen Scharmützeln aufgelegte Russe Ian Nepomniachtchi zog heute den Kürzeren gegen den jungen ehrgeizigen Polen Jan-Krzysztof Duda, obwohl dessen Eröffnungskonzept nicht das Beste zu sein schien in einer englischen Eröffnung. Nepomniachtchi fand aber kein Rezept und sah sich nach einem übemotiviertem Bauernopfer plötzlich in einer Verluststellung, die er nicht mehr reparieren konnte. Seine ganze Routine spielte Peter Svidler aus gegen Pentala Harikrishna und gewann souverän in einer italienischen Partie. Einen wilden Kampf mit beidseitigen Chancen lieferten sich Radoslaw Wojtaszek und Alexander Grischuk, wobei Letzterer mal auf Gewinn stand. Am Ende wurde es Remis wie in den übrigen Duelllen auch. schachbund

Drucken

Hull GM-Turnier

Im englischen Ort Hull fand ein GM-Turnier statt, das vom tschechischen GM Vojtech Plat mit 6,5 Punkten dominiert und gewonnen wurde. Hinter ihm platzierten sich die beiden Schotten GM Matthew Turner mit 5,5 und IM Andrew Greet mit 5 Punkten. chess24

Drucken

Schachopen in Leer: GM Mihok siegt

Der ungarische Großmeister Oliver Mihok (SK Erfurt) hat das Schach Open in Leer mit 6 Punkten vor dem punktgleichen Spartak Grigorian (SV Werder Bremen für sich entschieden. Den dritten Platz verdiente sich der ungarische IM Gabor Nagy mit 5,5 Punkten. Enttäuschend verlief das Turnier für den Vielspieler GM Vladimir Epishin, der nur Rang 7 und 5 Punkte erreichte. Elofavorit GM Vitaly Kunin landete gar nur auf Platz 21 mit 4,5 Punkten. Offizielle Seite

Drucken

Figueira da Foz Open

Figueira da Foz ist ein Küstenort der zwischen den beiden großen Städten Porto und Lissabon liegt. Das international gut besetzte Open gewann der Pole IM Maciej Klekowski mit 7,5 Punkten vor GM Karen Grigorjan aus Armenien mit 7 Punkten. Den dritten Platz eroberte Klekowskis Landsmann Krzysztof Jakubowski mit 6,5 Punkten. Die kanadische Schachlegende GM Kevin Spraggett, der über eine interessante Homepage verfügt, landete auf Rang 8. chess24

Drucken

OIBM: Bernadskiy gewinnt vor Eljanov

Der 25-jährige ukrainische Großmeister Vitaliy Bernadskiy hat die Offenen Internationalen Bayerischen Schachmeisterschaften gewonnen. Er gewann mit 7,5 Punkten vor seinem punktgleichen Landsmann Pavel Eljanov, der noch im März 2016 die gewaltige Elo von 2765 aufzuweisen hatte. Den dritten Platz unter elf Punktgleichen mit je 7 Punkten sicherte sich der Iraner GM Pouya Idany. Bester Deutscher wurde GM Michael Prusikin (BCA Augsburg) einen Platz vor IM Luis Engel (Hamburger SK). Elofavorit Gata Kamsy kam auf den 10. Rang. Arg gebeutelt wurde GM Mihail Marin, der in der Schlussrunde gegen den 12-jährigen Inder (Kamskys Gegner aus Runde 1) Vuppala Prraneeth in nur 24 Zügen verlor und auf Platz 120 landete. Beste Dame wurde die Inderin IM Rout Padmini mit starken 6,5 Punkten und Platz 23. Offizielle Seite

Drucken

OIBM: Ukrainische Doppelspitze

Bei den internationalen Bayerischen Meisterschaften gibt es nach 8 Runden eine ukrainische Doppelspitze mit Pavel Eljanov und Vitaliy Bernadskiy. Pavel Eljanov ließ dem US-Amerikaner Timur Gareyev in einem Sizilianer keine Chance und gewann nach bereits 26 Zügen. Bernadskiy gewann mit etwas Glück, denn sein Gegner Demchenko hatte nach der Eröffnung klaren Vorteil und verlor danach völlig den Faden. Luis Engel hatte lange Zeit sehr zu kämpfen und alles sah nach einer klaren Niederlage aus gegen den Inder GM Sethuraman, aber dieser spielte sehr schwach weiter und konnte seinen klaren Vorteil einfach nicht verwerten. Engel nutzte seine sich bietende Chance und erreichte ein glückliches Remis. Für eine Überraschung sorgte FM Ulrich Weber, der GM Mihail Marin mit den schwarzen Steinen bezwingen konnte. Gata Kamsky zeigte erneut, dass er Probleme mit jungen Indern hat. Er kam gegen den jüngsten GM der Welt Dommaraju Gukesh (13) nicht über ein Remis hinaus. Offizielle Seite

Drucken

Sarana gewinnt Karpov-Trophy in Cap d'Agde

Der 19-jährige russische Großmeister Alexey Sarana hat überraschend das Finale der diesjährigen Karpov-Trophy im französischen Cap d'Agde gewonnen. In der Vorrunde hatte er sich durch Erreichen des vierten Platzes für das Halbfinale qualifiziert und dort Sarin Nihal mit 3,5:2,5 bezwungen. Der ägyptische GM Bassem Amin hatte überraschend den Sieger der Vorrunde Etienne Bacrot im zweiten Halbfinale mit 2,5:1,5 geschlagen. Das Finale war dann mit 2:0 eine klare Sache für Sarana. chess24

Drucken

Wesley So ist Fischer-Random Schachweltmeister

Der heutige Tag bei der Fischer-Random Schachweltmeisterschaft war kein langer, denn beide Duelle wurden ziemlich schnell entschieden, denn der Vorsprung war bei beiden schon von den Vortagen beträchtlich. Wesley So stand auch heute in der ersten Partie mit Schwarz gegen Magnus Carlsen auf Gewinn, begnügte sich aber mit einem Remis. In der zweiten besiegelte er mit einem klaren Sieg, dem vierten bereits in diesem Finale, den hochverdienten Gewinn des ersten offiziellen Fischer-Random Weltmeistertitels mit einem gewaltigen 13,5:2,5 über Carlsen. Im Duell um Platz drei siegte Ian Nepomniachtchi mit 12,5:5,5 gegen Fabiano Caruana. Offizielle Seite

Drucken

Russland Doppel-Europameister

Die russischen Team haben beide den Europameistertitel errungen. Die russischen Herren gewannen ihr Match gegen Polen mit 2,5:1,5, wobei Kirill Alekseenko für den einzigen Sieg des Duells sorgte. Er bezwang Kacper Piorun mit den weißen Steinen. Die tragische Figur der letzten Runde war Vassily Ivanchuk bei den Ukrainern im Match gegen Kroatien. Er stand klar auf Gewinn gegen Ivan Saric, konnte aber die Partie einfach nicht gewinnen und Saric baute am Ende eine Festung mit Turm und Bauern gegen die Dame Ivanchuks. Hätte Ivanchuk gewonnen, dann wäre die Ukraine Europameister geworden. So wurde es der zweite Platz nach dem 2:2 gegen Kroatien. Die Bronzemedaille erreichte England nach einem knappen 2,5:1,5 gegen Deutschland. Daniel Fridman erwischte nicht seinen besten Tag und verlor relativ deutlich mit Weiß gegen David Howell. Für Deutschland blieb am Ende ein guter 8. Platz. Bei den Damen war die Sache etwas eindeutiger. Russland gewann in der Schlussrunde klar mit 3,5:0,5 gegen die Türkei und sicherte sich den Titel mit einem Zähler Vorsprung auf Georgien. Den dritten Platz erreichte Aserbaidschan mit einem weiteren Punkt dahinter. Deutschland schloss mit einem 3,5:0,5 gegen Belgien ab und landete auf dem 21. Platz unter den 32. Nationen. Offizielle Seite

Drucken

Team-EM: Rabenschwarzer Tag für Deutschland

Die beiden deutschen Teams erlebten gestern einen alptraumhaften Spieltag bei der Team-EM in Georgien. Die deutschen Männer verpassten ein mögliches 2:2 gegen die Ukraine. Rasmus Svane war wieder der Unglücksrabe der Mannschaftspunkte kostete wie schon beim Duell gegen Russland. Er spielte stark in der Eröffnung und gewann eine Figur. Als es dann aber hieß eine kritische Stellung mit einem genauen Zug zu sichern und quasi den Gewinn sicherzustellen, versagten Svane die Nerven und er griff derart fehl, dass er die Partie sogar noch verlor. Es stellt sich die Frage warum der Bundestrainer nicht die nominell stärkste Mannschaft für die entscheidenden Kämpfe gegen Russland und die Ukraine aufgestellt hat. Vor Svane hatte Georg Meier gegen Volokitin in einer schwierigen Partie verloren, womit es eine 1:3-Niederlage setzte. Deutschland rutscht auf den 5. Platz ab, hat aber immer noch Medaillenchancen. Eine katastrophale Leistung gegen das nominell sehr schwache Team Georgien 3 zeigten die deutschen Damen. Sie verloren mit 1,5:2,5 obwohl keine der Gegnerinnen mehr als 2000 Elo aufweisen konnte. Elisabeth Pähtz wird sehr schmerzlich vermisst...Offizielle Seite

Drucken

Zwischenstand: Wesley So - Magnus Carlsen 10,5:1,5

Wesley So hat dem Weltmeister Magnus Carlsen am zweiten Tag der Fischer-Random-WM zwei venichtende Niederlagen beigebracht und hat nun einen kaum noch aufzuholenden Vorsprung von 10,5:1,5 Punkten. Carlsen wirkte fahrig und agierte vor allem in der zweiten Partie des Tages viel zu unbedacht und aggressiv. Der kühle Wesley So, der solide spielt und klare Strukturen anstrebt, musste im Grund nur die unsolide Spielweise des Weltmeisters bestrafen, was natürlich eine Kunst für sich darstellt und alles andere als leicht ist. Nun folgen 4 Partien mit 15 Minuten + 2 Sekunden (pro Zug) Bedenkzeit. Hier gibt es für einen Sieg 2 Punkte. Selbst wenn Carlsen alle Partien mit dieser Bedenkzeit gewinnen sollte, wäre So immer noch in Führung. Das Nervenkostüm von Carlsen dürfte angeschlagen sein und ihn eventuell zu weiterem, vielleicht unsolidem Angriffsschach verleiten. Wesley So scheint der ideale Mann zu sein, der Carlsen in die Schranken weist. Im Duell um den dritten Platz konnte Ian Nepomniachtchi eine Partie für sich entscheiden und einen 7,5:4,5-Vorsprung herausspielen. Offizielle Seite

Drucken

OIBM: Azarov und Gareyev Führungsduo

Bei der offenen internationalen bayerischen Meisterschaft am Tegernsee hat es einen Führungswechsel gegeben. Tabellenführer Bernadskiy kassierte eine krachende Niederlage gegen den us-amerikanischen Blindspielspezialisten Timur Gareyev. Der führt gemeinsam mit Sergei Azarov, der Leon Mons bezwingen konnte. Beste Deutsche sind nun GM Mathias Womacka und IM Luis Engel, die ihre Partien gewinnen konnten und in der Verfolgergruppe mit 5 Punkten liegen. Gata Kamsky wurde von GM Sandipan Chanda abgeblockt und schaffte nur ein Remis und hat nun 4,5 Punkte. Offizielle Seite

Drucken

Fischer-Random-WM: Wesley So führt gegen Carlsen

Nach seinem überaus souveränem Auftritt im Halbfinale konnte man schon erahnen, dass der US-Amerikaner Wesley So ein sehr harter Brocken für Weltmeister Magnus Carlsen im Fischer-Random WM-Finale werden würde. Nach zwei Partien liegt So nach einem Sieg in der zweiten Partie mit 4,5:1,5 vorne. Diese Gewinnpartie war derart taktisch geprägt und unübersichtlich, dass  man als Zuseher so gut wie gar nicht wusste, was nun Sache war, wenn man keine Engine mitlaufen ließ. Im 35. Zug beging Carlsen dann den entscheidenden Fehler und So verwertete sicher zur jetzigen Führung. Eine sehenswerte, erstaunliche Partie! Carlsen hat nun die Gelegenheit zweimal mit einer Bedenkzeit dieser Punkte-Gewichtung zurückzuschlagen. Es werden je 4 Partien mit drei unterschiedlichen Bedenkzeiten gespielt. Im Duell um Platz drei steht es nach zwei entschiedenen Partien 3:3 zwischen Ian Nepomniachtchi und Fabiano Caruana. Offizielle Seite

Drucken

Team-EM: Faszinierender Kampf mit Russland

Faszinierende Partien und ein hochspannender Mannschaftskampf war das Duell zwischen Deutschland und Russland. Es hätte durchaus einen deutschen Sieg geben können, aber das wäre vielleicht zu viel des Guten gewesen. In der Partie zwischen Daniil Dubov und Rasmus Svane stand der Russe schnell nach einer offensichtlich vorbereiteten Variante nach 12 Zügen klar besser. Danach spielte Dubov allerdings erstaunlich schwach weiter und Svane kam wieder ins Spiel, versäumte dann aber die besten Verteidigungszüge und Dubov war danach voll auf der Höhe und gewann auf brillante Weise mit einem Turm weniger. Vorher hatten Daniel Fridman gegen Kirill Alekseenko und Georg Meier gegen Maxim Matlakov lockere Remis erreicht. Eine großartige Partie gelang dem kreativen Kopf Liviu-Dieter Nisipeanu gegen den zuletzt sehr stark agierenden Nikita Vitiugov. Die deutsche Nummer Eins sorgte für den hochverdienten Ausgleich gegen das russische Team, das Tabellenführer bleibt. England und die Ukraine haben nun mit Deutschland gleichgezogen nach Siegen über Armenien bzw. Tschechien. Die deutschen Damen verloren ihr Match gegen die Türkei mit 1,5:2,5. Offizielle Seite

Drucken

Karpov-Trophy mit Elisabeth Pähtz

Die alljährliche Karpov-Trophy in Cap'd Agde war auch in diesem Jahr reizvoll besetzt mit 8 starken Spielerinnen und Spielern, darunter die deutsche Nummer Eins im Frauenschach Elisabeth Pähtz. Es ist ein doppelrundiges Schnellturnier indem sich die besten Vier für das Finale qualifizieren. Es konnten sich die vier teilnehmenden Männer qualifizieren was keine Selbstverständlichkeit war, denn auch die weltbeste Schachspielerin Hou Yifan nahm am Turnier teil. Sarin Nihal hatte im Schnellschach vor dem Turnier noch eine vergleichsweise schwache Elo von 2285, aber erreichte den zweiten Platz mit 9 Punkten hinter dem Sieger Etienne Bacrot, der 10 Punkte erreichte. Platz drei ging an Bassem Amin mit 8,5 vor Alexey Sarana mit 8 Punkten. Dahinter folgen Hou Yifan mit 7 und Elisabeth Pähtz mit 6,5 Punkten, was ein gutes Ergebnis darstellt, weil sie neben Nihal die schwächste Schnellschachelo hatte. chess24

Drucken

OIBM: Bernadskiy alleine in Front

Der ukrainische GM Vitaliy Bernadskiy liegt am Tegernsee alleine nach 5 Runden in Führung. Er schlug Vigur Asadli aus Aserbaidschan, während am anderen Spitzenbrett Leon Mons und der ehemalige Jugend-Weltmeister Pouya Idani remis spielten. Leider verloren Michael Prusikin gegen Pavel Eljanov und Roven Vogel mit Weiß gar nach 17 Zügen gegen Timur Gareyev ihre Partien. Offizielle Seite

Drucken

Mannschafts-EM: Deutschland jetzt Zweiter

Die deutschen Männer erweisen sich als enorm zähe homogene Truppe und haben gestern Aserbaidschan mit 2,5:1,5 niedergerungen. Es ist der vierte Sieg mit diesem Ergebnis. Matchwinner war diesmal Daniel Fridman, der in erster Linie davon profitierte, dass sein Kontrahent Rauf Mamedov plötzlich alle Brücken hinter sich abbrach und auf Gewinn spielte. Der deutsche GM blieb ruhig und sammelte die angebotenen Bauern ein und verwertete den Vorteil sicher zum Partiegewinn. Am Ende verteidigte Georg Meier erfolgreich ein Endspiel mit Minusbauern zum endgültigen Mannschaftserfolg. Damit ist Deutschland mit 10 Punkten auf dem alleinigen zweiten Platz vorgerückt. Nur Russland hat nach dem 2,5:1,5 über die Ukraine einen Zähler mehr und ist der nächste Gegner des deutschen Teams. Die Damen gewannen ebenfalls und zwar mit 3:1 gegen die elomäßig ca. gleichstarke Slowakei. Klek und Mütsch gewannen ihre Partien. Eine sehenswerte, aber mit vielen Rechenfehlern gespickte Partie war Osmanodja-Movsesian, die verrückterweise mit Remis endete. Hier führt Russland vor Georgien und Aserbaidschan. Offizielle Seite

Drucken

Pattaya Open: GM Gomez gewinnt

Eine große phillippinische Delegation war beim Pattaya Open im Vorort Jomtien anwesend und der einzige teilnehmende Großmeister aus dem Inselstaat konnte auch den Sieg im Open mit 7,5 Punkten davontragen. Den zweiten Platz belegte dessen Landsmann IM Haridas Pascua mit 7 Punkten vor GM Buenaventura Villamayor aus Singapur mit 6,5. Die gleiche Punktezahl erreichte auch der in Pattaya lebende deutsche Großmeister Gerhard Schebler, der zwar ungeschlagen blieb aber nur 4 Siege feiern konnte und mit Platz 10 vorlieb nehmen musste. chess-results

Drucken

OIBM: Leon Mons im Führungsquartett

Der Münchner Großmeister Leon Mons konnte bisher alle seine vier Partien bei der Offenen Internationalen Bayerischen Schachmeisterschaften gewinnen wie folgende drei Spieler auch. GM Vugar Asadii aus Aserbaidschan, GM Vitaliy Bernadskiy (Ukraine) und der Iraner GM Pouya Idani. Noch nicht im Verfolgerfeld ist Turnierfavorit GM Gata Kamsky, der gegen IM Gerlef Meins ein weiteres Remis abgeben musste. Offizielle Seite

Drucken

Carlsen und So im Fischer-Random WM-Finale

Magnus Carlsen und Wesley So stehen im Finale der ersten offiziellen Fischer-Random-WM. Beide konnten sich überraschend klar in den Halbfinals durchsetzen. Wesley So verlor keine Partie gegen Ian Nepomniachtchi und gewann deren 3. Am Ende stand es 13:5 und somit siegte der US-Amerikaner vorzeitig. Die nötigen 12,5 Punkte erreichte Magnus Carlsen etwas später. Er gewann 4 der 8 Partien und verlor nur zwei. Der Sieger wird ein Preisgeld von 125000 Dollar erhalten, während der Vizeweltmeister mit 75000 getröstet wird. Offizielle Seite

Drucken

Fischer-Random Schach-WM

Erstmals wird eine offizielle Fischer-Random-WM im norwegischen Hovikodden statt. Gesetzt ist der inoffizielle Champion Magnus Carlsen. Drei Online-Qualifikanten haben sich zu den Halbfinal-Duellen hinzugesellt, nämlich Fabiano Caruana, Wesley So und Ian Nepomniachtchi. Die Matches bestehen aus 12 Partien mit verschiedenen Bedenkzeiten. Nach vier Partien führen Carlsen mit 7,5:4,5 gegen Caruana und Wesley So mit 9:3 gegen Nepomniachtchi. Die ersten vier Partien wurden mit einer Bedenkzeit von 45 Minuten absolviert und mit einem Faktor drei in der Gewichtung versehen. Offizielle Seite

Drucken

Mannschafts-EM: Glücklicher Sieg über Niederlande

Es war nichts für schwache Nerven was die Schachfans im Duell der Männer gegen die Niederlande durchmachen mussten. Als erste Partie war Giri-Nisipeanu beendet, in der die deutsche Nr. 1 mutig eine Qualität in einer französischen Verteidigung ins Geschäft steckte um zwei Zentralbauern Giris einzukassieren. Der schlug mit einem Figurenopfer zurück und gab Zugwiederholung. Eine starke Partie spielte Matthias Blübaum gegen Erwin L'Ami, dem er keine Chance ließ. Es deutete einiges auf ein Mannschaftsremis hin, denn Daniel Fridman stand deutlich schlechter gegen Jordan van Foreest und Rasmus Svane schien nicht mehr als ein Remis zu haben. Fridman verlor auch deutlich, aber in der ungeheuer spannenden Partie Svane-van den Doel verpasste der Niederländer gefühlte tausend Chancen auf ein Remis und gab dem Deutschen genau das was er wollte um in dem ungleichfarbenen Läuferendspiel doch noch Siegchancen zu haben, die Svane zu einem sehr glücklichen 2,5:1,5-Sieg nutzte. Die Ukraine und Russland führen mit 9 Punkten, dicht gefolgt von Slowenien und Deutschland mit 8. Bei den Damen führen die Russinnen bereits mit 2 Punkten Vorsprung und weißer Weste vor Georgien, Aserbaidschan und Serbien. Die deutschen Damen kassierten bereits ihre dritte Niederlage - 1,5:2,5 gegen Lettland. Herausragend aber dabei die Punkteausbeute von Hanna Marie Klek mit 3,5 Punkten aus 4 Partien. Offizielle Seite

Drucken

Offene Internationale Bayerischen Schachmeisterschaften

Am vergangenen Samstag wurde die 23. Auflage der Offenen Internationalen Bayerischen Schach-Meisterschaften eröffnet. Kein Mensch hatte wohl geahnt, dass der einstige WM-Kandidat Gata Kamsky, der als Turnierfavorit an Nummer Eins gesetzt ist, nicht als Sieger vom Brett gehen würde. Der 12-jährige Inder Vuppala Prraneth knöpfte dem Star ein Remis ab. Auch in Runde zwei gab es ein paar kleinere und eine große Überraschung. Mihail Marin, der rumänische Großmeister und bekannte Buchautor verlor mit Weiß gegen FM Timo Küppers (Sfr. Essen-Katernberg). 505 Schachfreunde nehmen am Turnier teil. Offizielle Seite

Drucken

Erstellt: Montag, 28. Oktober 2019