Schachbundesliga: 6 Teams starten perfekt

Nach dem zweiten Spieltag der Schachbundesliga stehen sechs Teams mit je zwei Siegen an der Spitze. Doppelbauer Turm Kiel hat den Düsseldorfer SK mit 6:2 bezwungen und auch Bayern München erreichte mit dem überragenden Spitzenmann Jaime Santos Latasa das gleiche Ergebnis gegen SK König Tegel. Noch höhere Siege schafften der HSK gegen Aachen (2 aus 2 für den Debütanten Frederik Svane) und die SG Solingen beim 7,5:0,5 über BCA Augsburg. Das fünfte Team an der Spitze ist Viernheim, das Dresden mit 5,5:2,5 schlug. Schließlich ist auch der amtierende deutsche Mannschaftsmeister Baden-Baden mit an der Spitze nach dem 5:3 gegen Mülheim Nord. Die Schachfreunde Berlin schlugen heute gut erholt nach der gestrigen Niederlage zu und erreichten einen knappen 4,5:3,5-Sieg gegen München 1836. Bremen und Deizisau trennten sich 3:3 und hatten die beiden Bretter, an denen normalerweise die Ukrainer Areshchenko und Efimenko gespielt hätten, wie schon gestern frei gelassen als Zeichen gegen den sinnlosen Angriffskrieg von Putin gegen die Ukraine. Offizielle Seite 




1.Grandiscacchi Open in Cattolica mit Nisipeanu

In Cattolica an der italienischen Adriaküste begann vor wenigen Tagen eine ganze Serie an stark besetzten und interesasanten Turnieren. Das erste Turnier ist das Grandiscacchi Open mit der Beteiligung von Liviu-Dieter Nisipeanu. Der deutsche Großmeister hat nach 6 Runden 4 Punkte. Heute kam er gegen die amtierende Blitzschachweltmeisterin Bibisara Assaubayeva nicht über ein Remis hinaus mit den weißen Steinen. Es führen die beiden indischen Großmeister S.L.Narayanan und R. Praggnanandhaa mit je 5 Punkten. Offizielle Seite

Schachbundesliga-Start

Heute startete die Schachbundesliga in diesen enorm schwierigen Zeiten von Corona und des Ukrainekrieges. Im Spitzenspiel der Runde Eins wurde von den beiden Teams Bremen und Baden-Baden ein Zeichen gesetzt und man ließ die beiden Bretter der ukrainischen Großmesiter Alexander Areshchenko und Zahar Efimenko frei. Sie hätten die Kontrahenten Radoslaw Wojtaszek und Rustam Kasimdzhanov gehabt. Nach Schwarzsiegen von Arkadij Naiditsch gegen Edouard und Fabian Döttling gegen Markgraf stand es am Ende 4:2. Der Titelverteidiger bekommt laut Ausnahmeregelung 2 Mannschaftspunkte. Es gab einige Kantersiege von Titelaspiranten. So gewannen der SC Viernheim mit 7:1 gegen BCA Augsburg und der stark aufgestellte SK Doppelbauer Turm Kiel überführ den Aachener SV mit dem gleichen Ergebnis. Klare 6,5:1,5-Siege feierten die Schachfreunde Deizsau gegen Mülheim Nord und der Münchner Schachclub 1836 gegen König Tegel Berlin. Bayern München wurde heute angeführt von dem auf einer Erfolgswelle schwimmenden bärenstarken Spanier Jaime Santos Latasa und das Team gewann mit 5,5:2,5 gegen die Schachfreunde Berlin. Solingen bezwang Dresden mit 5:3. Die Ostdeutschen mussten ohne ihren Spitzenmann Nisipeanu auskommen. Schließlich gewann Hamburg noch gegen Düsseldorf mit 5:3. Die zweite Runde folgt morgen. chess24 Offizielle Seite 




Fide Grand Prix: Runde 3

Die dritte Runde ist nun in Belgrad gespielt und bot nur in der Gruppe C entschiedene Partien. In den anderen Gruppen neutralisierten sich die Kontrahenten bis zum jeweiligen Remisschluss. In C gab es zwei Weißsiege. Vladimir Fedoseev wartete mit der Überraschung 5.Dd3 und warf womöglich damit seinen Gegner Alexei Shirov aus den Büchern. Jedenfalls war sein Sieg recht überzeugend und war auch nötig um weiter um den Gruppensieg mitspielen zu können. Tabellenführer Vidit kassierte eine empfindliche Niederlage gegen den Favoriten Richard Rapport in einem Nimzoinder. Rapport und Vidit führen hier mit 2 Punkten die Tabelle an. chess24

 

44 russische Schachspieler: Stop the War!

Viele russische Schachspieler haben sich ausdrücklich gegen den Krieg Putins gegen die Ukraine ausgesprochen und einen Offenen Brief an Putin verfasst. In einem Interview in Belgrad drückte Alexander Grischuk seine Gefühle zum sinnlosen Krieg aus. Es mag sein, dass dieser Erpressungs- und Vernichtungskrieg zu Zugeständnissen führen wird um weiteres Sterben zu verhindern, aber die Isolation wird in den Köpfen bleiben. Ein starkes und mutiges Statement der Schachsportler, die überall in der Welt Freunde haben und zuhause sind. chess.com 




Fide Grand Prix in Belgrad

Das zweite des drei Turniere umfassenden Fide-Grand Prix hat gestern in Belgrad begonnen. In den schwierigen Zeiten der kriegerischen Ukraine-Invasion durch Russland sind auch mehrere russische Spieler vorort, die unter neutraler Flagge spielen. In der Gruppe A scheint Alexander Grischuk besonders unter der politischen Situation zu leiden, denn er ist alles andere als ein Putinfreund. Er kassierte zwei klare Niederlagen gegen Dmitry Andreikin und gegen Sam Shankland, die beide mit je 1,5 Punkten führen. Etienne Bacrot hat 1 Punkt. In Gruppe B konnte Anish Giri zwei schöne Siege erringen gegen Amin Tabatabaei und Nikita Vitiugov. Letzterer hatte in Runde 1 Harikrishna bezwungen und ist Zweiter mit 1 Punkt. In Gruppe C führt Gujrathi Vidit klar mit zwei Siegen gegen Shirov und Fedoseev die Tabelle an. Zweiter ist derzeit Shirov mit 1 Punkt. Sehr friedlich und lediglich mit Remis verliefen die Partien in der Gruppe D. Teilnehmer hier sind Alexandr Predke, Maxime Vachier-Lagrave, Yangyi Yu und Shakhriyar Mamedyarov. Wie es nach dem Turnier weitergeht ist noch etwas unklar, denn DSB-Präsident hat den Vorschlag eingebracht die russischen Schachspieler vom Grand Prix auszuschließen. chess24

Kasparov kritisiert Altkanzler Schröder - Karpov von der EU sanktioniert

Die Schachwelt ist fast geeint hinsichtlich des sinnlosen Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine. Sergey Karjakin, Sergey Shipov und Ex-Weltmeister Anatoly Karpov sind auf der Seite des Aggressors Vladimir Putin, der diesen Krieg aus geopolitischen Gründen führt - allein deshalb müssen Menschen sterben. Karjakin wird wohl kaum mehr Einladungen zu großen Turnieren erhalten und er selbst hat angekündigt nie wieder bei chess24 spielen zu wollen. Anatoly Karpov steht auf der Sanktionsliste der EU und darf den Boden der EU nicht mehr betreten. Er ist Mitglied der Duma und hat für das Vorgehen Russlands gestimmt. Putin-Freund und Fide-Präsident Arkady Dvorkovich blieb wohl nichts anderes übrig und musste auf Druck seiner Vizepräsidenten (z.B. Nigel Short) und der FIDE-Geschäftsführerin Dana Reizniece-Ozola die Vorgehensweise Russlands scharf kritisieren und das mit Folgen. Die Schacholympiade in Moskau wird nicht stattfinden und man hofft, dass Indien die Austragung übernehmen wird. Alle Aktivitäten in Russland und Belarus werden von der FIDE ausgesetzt. Starke Signale und Solidarisierung mit der Ukraine kommen von der ganzen Sportwelt. Kasparov, der schon lange vor Putin warnt hat Altkanzler Schröder als Putin-Lakaien bezeichnet und fordert Strafen. Putin hat sein Land wohl auf viele Jahre hin von der Weltgemeinschaft isoliert. Es ist bitter für die friedlich gestimmten Weltbürger und Sportler aus Russland. Der Druck auf Putin wird größer und er ist im Grunde jetzt schon gescheitert - selbst dann, wenn er militärisch gewinnen sollte. Viele Experten sagen den Russen dann einen langjährigen zermürbenden Partisanenkrieg voraus. Ein zweites Afghanistan kann auch Russland nicht wollen. Respekt gilt dem tapferen Volk der Ukraine! Möge bald Frieden einkehren. TAZ 




Großartiges Statement der FIDE - Karjakin und Shipov vor Ethikkommission

Ein in dieser Deutlichkeit großartiges und mutiges Statement zur russischen Aggression gegenüber dem Ukrainischen Volk, das tapfer Widerstand leistet, hat die FIDE auf seiner Homepage veröffentlicht. Der Weltschachbund verurteilt den Angriffskrieg und hat sogar angekündigt die Fälle Sergey Karjakin und Sergey Shipov vor die Ethik-  und Disziplinarkommission zu bringen. Beide Großmeister befürworteten die russische Invasion, durch die bereits viele unschuldige Menschen getötet wurden. Diese Stellungnahme verdient großen Respekt und steht für ein friedliches Miteinander aller Menschen ein. FIDE

Kragero Resort: Fridman erreicht Platz 4

Der deutsche Nationalspieler Daniel Fridman hat nach einer soliden Leistung den vierten Platz beim stark besetzten Kragero Resort Turnier den vierten Platz mit 6,5 Punkten erreicht. Alexander Donchenko kassierte nach einem durchwachsenen Turnier eine Schlussrundeniederlage gegen den Turniersieger Lucas van Foreest (7 Punkte)  in einem Katalanen und landete als Elofavorit nur auf dem 12. Platz mit 6 Punkten. Den zweiten Platz belegte der dänische GM Boris Chatalbashev mit 7 Punkten. Dritter wurde der starke norwegische IM Geir Sune Gallaksen Ostmoe mit 6,5 Punkten. Offizielle Seite 




Carlsen verdienter Sieger des Airthings Masters

Weltmeister Magnus Carlsen ist der hochverdiente Sieger des Airthings Masters. Im zweiten Minimatch gegen seinen Herausforderer Ian Nepomniachtchi zeigte er gestern seine Extraklasse. Mit zwei brillanten Angriffspartien bezwang er den Russen schließlich deutlich mit 2,5:0,5. Als Sieger des Knockout-Turniers kassierte Carlsen 25000 Dollar während für Nepomniachtchi 15000 blieben. Das nächste Turnier der Meltwater Champions Chess Tour beginnt am 19. März. chess24

Valentin Dragnev gewinnt GM-Turnier in Wien

Der 22 Jahre alte österreichische Großmeister Valentin Dragnev hat souverän ein GM-Tunier in Wien gewonnen, an dem 6 Österreicher und 4 ausländische Gäste teilgenommen haben. Dragnev gewann nach starker Leistung mit 7 Punkten aus 9 Runden. Es gab sogar einen Dreifacherfolg für die einheimischen Meister. Den zweiten Platz belegte GM Andreas Dirmair mit 5,5 vor IM Dominik Horvath mit 5 Punkten. chess24 

Fridman Co-Leader beim Kragero Resort Turnier in Norwegen

Die beiden starken deutschen Großmeister Daniel Fridman und Alexander Donchenko spielen derzeit ein stark besetztes Open in Norwegen, dem Kragero Resort Turnier im gleichnamigen Hotel. Fridman kassierte zwar unerwartet eine Niederlage in Runde zwei, gewann aber seinen restlichen 5 Partien und ist damit Co-Leader des Turniers gemeinsam mit GM Daniel Dardha, GM Lucas van Foreest, GM Boris Chatalbashev und GM Sanal Vahap. Für Alexander Donchenko lief es bisher nicht so gut. Er steht bisher bei 4 Punkten und kassierte eine Niederlage gegen den schwedischen IM Min Seo Jung. Kragero

Carlsen-Nepomniachtchi 2:2 - nicht fehlerlos aber spannend

Das Finale des Airthingsmasters hat heute mit dem ersten Minimatch zwischen Weltmeister Magnus Carlsen und Ian Nepomniachtchi begonnen. Es war das erwartete enge Match, das auch von Nervosität geprägt war, denn beide Kontrahenten hatten in einigen Partien sehr gute Chancen diese für sich zu entscheiden. Doch alle Chancen wurden vergeben was etwas ungewöhnlich ist für diese Koryphäen, aber wohl dem Modus mit 15 Minuten Bedenkzeit geschuldet ist. So endeten alle vier Schnellschach-Partien mit Remis und morgen geht es weiter mit dem zweiten Minimatch. Sollte auch dieses mit einem Unentschieden enden geht es in den Tiebreak bis zu einer Armageddon-Partie. chess24 




Airthings Masters Finale Carlsen-Nepomniachtchi

Mit souveränen Siegen haben sich der Vizeweltmeister Ian Nepomniachtchi und Weltmeister Carlsen für das Finale des Airthings Masters qualifiziert. Beide zeigten tolles Schach und man kann ein hochinteressantes Finale erwarten. Nepomniachtchi schlug Andrey Esipenko mit 2,5:0,5 und Carlsen ließ Vladislav Artemiev beim 2,5:0,5 ebenfalls keine Chance. Nepomniachtchi ist wie schon der WM-Kommentator Maurice Ashley gemutmaßt hatte, mit einem reichen Erfahrungsschatz und gestärkt nach seiner vernichtenden WM-Niederlage gegen Carlsen zurückgekommen. chess24

Toller Kampf: Keymer-Nepomniachtchi 1,5:2,5

Vincent Keymer hat gestern im Halbfinale eine heroischen Kampf gegen Vize-Weltmeister Ian Nepomniachtchi geliefert und nur 1,5:2,5 verloren. Nun weiß die große deutsche Nachwuchshoffnung, dass er auch mit absoluten Weltklassespielern mithalten kann. Wenn er weiter an seinem Schach arbeitet, kann er in die absolute Weltklasse vorstoßen. Andrey Esipenko schlug Eric Hansen mit 3:1 und zog ebenso ins Halbfinale ein wie Vladislav Artemiev nach seinem 2,5:1,5 gegen Liren Ding. Carlsen schlug schließlich Quang Liem Le ebenfalls mit 2,5:1,5. chess24

Vincent Keymer ist im Viertelfinale! Nun gegen Nepo

Vincent Keymer hat es geschafft und sich innerhalb der Weltklasse tatsächlich durchgesetzt und den 8. Platz mit 22 Punkten erreicht und sich damit für das Viertelfinale (KO-System) des Airthings Masters qualifiziert. Der 17-jährige hat sich damit jetzt schon gehörigen Respekt verschafft. Nun geht es gegen Vizeweltmeister Ian Nepomniachtchi. Vincent ließ absolute Weltklassespieler wie Aronian, Giri, Duda und Mamedyarov hinter sich. Die Vorrunde hat Nepomniachtchi gewonnen mit 29 Punkten vor Carlsen 25, Artemiev 24, Esipenko 24, Hansen 23, Ding 22, Le und eben Keymer mit je 22 Punkten. Diese Leistung läßt auf weitere Großtaten hoffen und auch gegen Nepomniachtchi ist er nicht chancenlos. chess24 




Airthings Masters: Enges Rennen hinter Tabellenführer Nepo

Die ersten 12 Runden des Airthings Masters sind absolviert und der souveräne Tabellenführer ist Vize-Weltmeister Ian Nepomniachtchi mit überragenden 27 von 36 möglichen Punkten. Er schaffte sage und schreibe 8 Siege und 3 Runden stehen noch bevor. Vincent Keymer spielt nach wie vor sehr stark und liegt punktgleich mit Magnus Carlsen und Vladislav Artemiev mit 20 Punkten. Liren Ding, der zunächst geführt hatte ist Achter mit 18 Punkten. Es ist also ein sehr enges Rennen um die Plätze, die die Qualifikation für das KO-Finale bedeuten. Keymer schlug heute Alexandra Kosteniuk, die noch immer ohne Punkt ist und den US-Amerikaner Hans Moke Niemann. chess24

Airthings Masters: Keymer schlägt auch Giri und Absusattorov

Vincent Keymer hat auch heute beim Airthings Masters gezeigt was in ihm steckt. Er schlug sowohl Anish Giri als auch den amtierenden Weltmeister im Schnellschach Nodirbek Absusattorov. Er verlor gegen Carlsen recht eindeutig und sehr unglücklich in einer Remisstellung gegen Andrey Esipenko. Für einen Paukenschlag sorgte Rameshbabu Praggnanandhaa der mit Schwarz gegen Carlsen gewann, nach einem groben Fehler des Weltmeisters. Es führt ganz souverän Ian Nepomniachtchi mit 19 Punkten vor Liren Ding und dem überraschend starken kanadischen GM Eric Hansen mit je 15 Punkten. Vincent Keymer liegt punktgleich mit Carlsen auf dem 6 Platz. Die ersten 8 im Endklassement qualifizieren sich für das KO-Turnier. chess24

GM Itturrizaga feiert Favoritensieg in Bad Zwischenahn

GM Eduardo Iturrizage aus Venezuela hat heute beim Nord-West-Cup in Bad Zwischenahn triumphiert. Er hollte wie vier punktgleiche Spieler hinter ihm 5,5 Punkte aus den 7 Runden. Den zweiten Platz unter den 84 Teilnehmern holte IM Michael Kopylov vor IM Ruben Gideon Köllner. 5,5 Punkte holten auch IM Filip Boe Olsen aus Dänemark und Jonathan Carlstedt. Beste Dame wurde WIM Lara Schulze mit 4,5 Punkten auf Platz 15. Offizielle Seite

GM Mareco gewinnt Iberoamerikanische Meisterschaft

Der argentinische GM Sandro Mareco hat die Iberoamerikanische Meisterschaft in Mexiko City mit 7,5 Punkten aus 9 Runden gewonnen. In der Schlussrunde gewann er gegen GM Almeida Quinteras aus Kuba und profitierte gleichzeitig davon, dass Jorge Cori den bis dahin führenden GM Santos Latasa aus Spanien schlug. Trotz der Niederlage erreichte der Spanier den zweiten Platz. Den dritten Platz holte der starke IM Guillermo Vazquez aus Paraquay. Georg Meier gewann am Ende gegen IM Jimenez Garcia aus Costa Rica und landete mit 6,5 Punkten auf Platz 8.  chess24 




Airthings Masters: Keymer liegt mit toller Leisung vor Carlsen

Vor ca. zwei Jahren hat der Schreiber dieser Zeilen viele Partien von Rameshbabu Praggnanandhaa und Vincent Keymer hinsichtlich der schachlichen Qualität verglichen. Nach meiner Einschätzung ist Vincent ein weitaus größeres Talent als der indische Wunderknabe. Im Podcast Schachgeflüster von Michael Busse meinte GM Jesse Kraai, dass der Inder ein viel größeres Talent als Vincent besitzen würde, was ich für völlig absurd fand. Praggnanandhaa stagniert seit Jahren auf dem gleichen Eloniveau und ist ebenso lange absolut fokussiert auf Schach. Vincent Keymer hingegen ist erst seit ca. einem Jahr einigermaßen fokussiert und feierte einen großartigen Erfolg nach dem anderen. Meine Einschätzung bestätige sich heute. Nur gegen Ding Liren verlor er etwas unglücklich in Runde 1 des Airthings Masters und schlug dann den polnischen Weltklassemann Jan-Krzysztof Duda souverän mit den schwarzen Setinen. Dann führte Keymer Aronian vor, der mit extrem viel Glück in ein Remis entkam. In Runde 4 ließ Keymer dem Giganten Shakriyar Mamedyarov nicht den Hauch einer Chance in einem Semi-Tarrasch!! Keymer hat 7 Punkte und Praggnanandhaa 1 Punkt. Es führt Liren Ding mit brillanten 10 Punkten vor Nepomniachtich 9 und Esipenko mit 8 Punkten. Carlsen kassierte schon zwei Niederlagen gegen Esipenko und Nepomniachtchi und steht bei 4 Punkten auf Platz 11 der 16 Teilnehmer. chess24

Airthings Masters ab heute mit Vincent Keymer

Heute startet das Weltklasse-Onlineturnier Airthings Masters mit Weltmeister Carlsen, dem Vize-Weltmeister Ian Nepomniachtchi und der aktuellen Nummer Zwei der Welt Liren Ding neben weiteren Weltklasse-Großmesitern wie Giri, Aronian, Mamedyarov, Duda usw.. MIt von der Partie sind auch die große deutsche Nachwuchshoffnung Vincent Keymer und die Ex-Weltmeisterin und aktuelle Schnellschach-Weltmeisterin der Frauen Alexandra Kosteniuk. Keymer, der sich über die Julius Bär Challengers Chess Tour qualifiziert hatte, trifft in der Auftaktrunde auf Ding, der wegen Auseise- und Visaproblemen leider nicht beim Fide-Grand Prix in Berlin teilnehmen konnte. Die Partien beginnen heute um 18 Uhr. chess24

GM Bauer gewinnt Rochefort Schachfestival

Der französische Großmeister Christian Bauer hat das Schachfestival in Rochefort als Wertungsbester vor drei punktgleichen Kontrahenten mit 7 Punkten für sich entschieden. Für eine Sensation sorgte der erst 17 Jahre alte FM Noah Fecker aus der Schweiz, der den zweiten Platz erobern konnte. Hinter ihm landete GM Adrien Demuth aus Frankreich. chess-results 

Iberoamerikanische Meisterschaft: Meier verliert

Seit vielen Monaten schwimmt der neue Tabellenführer GM Jaime Santos Latasa aus Spanien auf einer Erfolgswelle, er gewann ja auch die Offene Internationale Bayerische Meisterschaft am Tegernsee. Bei der Iberoamerikanischen Meisterschaft in Mexiko ist er auf dem besten Wege den nächsten Triumph zu feiern. Mit einer hervorragenden Partie gegen Georg Meier hat er die Führung mit 7 Punkten aus 8 Runden über nommen. Georg Meier fiel damit auf Rang 14 mit seinen 5,5 Punkten zurück. Da er die beste Wertung hat kann er mit einem Sieg in der Schlussrunde aber noch recht weit nach vorne kommen. Elofavorit Jorge Cori (Peru) hat nun Weiß gegen Santos Latasa und kann mit ihm gleichziehen, aber nach Wertung hat auch hier der Spanier die Nase vorne. Nur GM Mareco, GM Obregon und IM Vazquez naben noch die Chance am Spanier vorbeizuziehen, wenn dieser verliert. chess24 




Hikaru Nakamura gewinnt Berliner Fide Grand Prix

Das Finale des Berliner Fide Grand Prix ist entschieden. Mit wunderbarem Kampfschach lieferten sich die Finanlisten Hikaru Nakamura und Levon Aronian ein hochspannendes und für die Zuschauer unterhaltsames Duell. Im Schnellschach-Tiebreak konnte sich Nakamura letztlich verdient mit zwei Siegen und damit mit 3:1 gegen Aronian durchsetzen. Die erste Partie muss ein Schock für Aronian gewesen sein, denn er verdarb ein gleichstehendes Turmendspiel mit einem katastrophalen Zug. Statt 46...Td8?? hätte Th3 das Remis wohl gesichert. Im 57. Zug machte dann Nakamura einen miserablen Zug, den Aronian wieder nicht zum Remis nutzen konnte und Nakamura gewann. In der letzten Partie jagte Nakamura den gegnerischen König in einem Doppelturmendspiel bis auf die schwarze Grundreihe wonach Matt oder Turmverlust nicht mehr durch Aronian zu vermeiden waren. Ein würdiges Ende eines tollen Finales und eines großartigen Turniers. Der Grand Prix findet seine Fortsetzung ab dem dem 28.Februar in Belgrad und kehrt dann zurück nach Berlin zum dritten und letzten Turnier vom 21.März bis 4. April. chess24  Offizielle Seite