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Schachgeflüster - Episoden des Podcasts

In Zeiten des sportlichen Shutdowns von dem auch Schach zum Großteil betroffen ist, muss man dankbar sein, dass es das Internet gibt. Dieses bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten. Schachgeflüster ist eine neue hochinteressante Möglichkeit Informationen und inhaltsreiche Interviews zu unserem Thema Schach zu erhalten. Hören Sie mal rein! Offizielle Seite

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Firouzja steht im Finale gegen Carlsen

Der iranische Schach-Superstar Alireza Firouzja ist gestern nach seinem 9:6-Erfolg gegen den Inder S.L. Narayanan ins Finale des Banter Blitz Cups eingezogen. Er trifft dabei auf Weltmeister Magnus Carlsen und man kann sagen, dass definitiv die beiden Spieler aufeinandertreffen, die am meisten überzeugt haben. Der genaue Termin steht noch nicht fest, wird aber auf chess24 vermutlich bald veröffentlicht werden. Offizielle Seite

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Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft (online) 14.-18.April

Ab dem 14.04. findet die Onlinevariante der Deutschen Schachamateurmeisterschaft statt. Teilnahmeberechtigt sind alle in einem deutschen Schachverein registrierten Spieler bis maximal 2300 DWZ. Am 14., 15. und 16. April gibt es Vorrunden und das Finale wird am 18.4. gespielt. Es wird in drei verschiedenen DWZ-Wertungsgruppen gespielt. Als Preise winken attraktive Chessbase-Sachpreise. Offizielle Seite

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Carlsen-Sjugirov 9:0

Weltmeister Magnus Carlsen hat einen außerordentlich famosen Auftritt beim Halbfinale des Banter Blitz Cups (Geschwätz-Blitz-Cup) hingelegt und den Russen Sanan Sjugirov mit 9:0 vom Brett gefegt. Der Russe sah kein Land in diesem Duell, kann sich aber mit 4000 Dollar Preisgeld trösten. Carlsen wartet auf den zweiten Finalisten, der im Duell Alireza Firouza und Sunilduth Lyna Narayanan ermittelt wird. Am 10.04. steigt dieses Duell. Der Turniersieger erhält 14000 Dollar, der Zweite 9000. Offizielle Seite

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Firouzja schlägt Meier - Narayanan vierter Halbfinalist

Gestern und heute fanden die beiden letzten Viertelfinalpaarungen des Geschwätzblitzcups statt. Georg Meier spielte hervorragend gegen Alireza Firouzja, aber er verdarb viele hervorragende Stellungen durch suboptimale Zeiteinteilung bzw. der junge Iraner war immens schnell in der entscheidenden Schlussphase. Das Ergebnis von 2,5:8,5 spiegelt keinesfalls die spielerische Leistung der Beiden wieder. Stellungsmäßig dürfte Meier ein Übergewicht gehabt haben, wenn man alle Partien betrachtet. Zuletzt gab es das Duell S.L. Narayanan gegen Eduardo Iturrizaga. Der Inder konnte sich mit 8,5:6,5 durchsetzen. Im Halbfinale gibt es die Duelle Carlsen-Sjugirov (7.4.) und Firouzja-Narayanan (Termin steht noch nicht fest). Sjugirov ist eine Art Angstgegner für Carlsen. Sowohl im klassischen Schach als auch bei der Blitz-WM hat er schon gegen den Russen verloren. Narayanan Firouzja

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Grand Chess Tour abgesagt

Eines der bedeutenden Events der Schachsaison 2020 ist nun auch abgesagt worden. Die Grand Chess Tour, die sich wie im vergangenen Jahr über mehrere Länder hinsichtlich der Ausrichtungsorte erstreckt hätte fiel jetzt auch der Corona-Pandemie-Problem zum Opfer. Angesichts der großen Probleme in den USA blieb dem Veranstalter um den betagten Sponsor Rex Sinquefield nichts anderes übrig. Offizielle Seite

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Carlsen und Sjugirov im Halbfinale

Der Geschwätzblitz-Cup geht in seine entscheidende Phase. In den letzten Tagen gab es die erste Viertelfinalpaarung Carlsen-Grandelius, das der Weltmeister trotz ein paar bedenklicher Stellungen am Ende souverän mit 9:1 für sich entschied. Er zog damit ins Halbfinale ein wie auch heute Sanan Sjugirov, der gegen Ray Robson mit 8,5:5,5 gewann. Die nächsten Duelle folgen morgen am Sonntag mit Georg Meier-Alireza Firouzja und am Montag mit Eduardo Iturrizaga- S.L.Narayanan.  Offizielle Seite

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Meisterschaftsgipfel auf August verschoben

Der deutsche Schachbund hat sich entschlossen den für Mai vorgesehenen Schachgipfel in Magdeburg auf 13.-23. August zu verschieben. Eine Einigung mit dem Maritim Hotel in Magdeburg ist bereits getroffen. Da der Druck auf die Politik größer wird, die Ausgangsbeschränkungen nach und nach zu lockern um Teile der Wirtschaft nicht in den Ruin zu treiben, besteht durchaus die Chance, dass der Termin im August klappen könnte. schachbund

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Banter-Blitz-Cup: Internet hat seine Tücken

In einem dramatischen Match zwischen Nodirbek Abdusattorov (Usbekistan, 15 Jahre alt)  und Eduardo Iturrizaga aus Venezuela wurde einmal mehr klar, welche Tücken das Internet haben kann. In einem entscheidenden Moment beim Stand von 7,5:7,5 verlor der junge Usbeke seine Verbindung als er wie der sichere Sieger aussah. Die Partie wurde wiederholt und Iturrizaga gewann zum 8,5:7,5. Am 2.4. um 19 Uhr kommt es zum Duell Magnus Carlsen gegen Nils Grandelius und aus deutscher Sicht steht am 5.4. um 20 Uhr das absolute Highlight an, wenn Georg Meier auf das iranische Blitzwunder Alireza Firouzja trifft. Der Sieger dieser Duelle zieht ins Halbfinale ein. Weitere Viertelfinalpaarungen sind Robson-Sjugirov und Iturrizaga-Narayanan S.L. chess24

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Altibox Norway Chess auf Oktober verschoben

Reihenweise fallen Schachturniere dem Corona-Problem zum Opfer. Das Superturnier Altibox Norway Chess in Stavanger mit den Schachgrößen Weltmeister Carlsen, Caruana, Ding, Nepomniachtchi, Vachier-Lagrave, Aronian, So, Giri, Mamedyarov und dem Norweger Tari finden nach dem jetztigen Stand statt und wird nun auf Oktober verschoben. Vorerst möchte man sagen, denn es muss ja auch noch das Kandidatenturnier gespielt werden und im November soll der WM-Kampf folgen. Die Unsicherheiten sind derzeit so groß, dass man eigentlich keine festen Termine vergeben bzw. planen kann. Die Veranstalter hoffen und versuchen zu planen. Ob mit oder ohne Erfolg wird man sehen. Offizielle Seite

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Arianne Caoili 1986-2020

Sehr traurige Nachrichten gingen gestern um die Schachwelt! Die internationale Meisterin Arianne Caoili, die Frau von Levon Aronian, ist gestern an den Folgen eines schweren Autounfalls, der am 15.März in Jerewan passiert war, im Krankenhaus der armenischen Hauptstadt verstorben. chess24

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IM Ilja Schneider gewinnt Zwischenrunde der Dt. Internetmeisterschaft

IM Ilja Schneider (HSK Lister Turm) hat die hervorragend besetzte Zwischenrunde der deutschen Internetmeisterschaft für sich entschieden. Er gewann hauchdünn mit 10 Punkten aus 13 Runden vor den drei punktgleichen Mitfavoriten GM Daniel Fridman, GM Georg Meier und GM Matthias Blübaum. Neben den genannten Spielern haben sich noch GM Daniel Hausrath, GM Rasmus Svane, IM Christian Braun und Nikolas Lubbe für das Finale qualifiziert. Weitere vier Freiplätze werden noch vergeben. schachbund

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Der Geschwätzblitz-Cup mit Blübaum und Meier

Der sogenannte Banter-Blitz-Cup oder auf deutsch Geschwätzblitz-Cup ist ein für Schachfans interessantes Turnier das einen für ein Internetturnier großen Preisfond hat. Der Sieger erhält immerhin 14 000 Dollar. Die Spieler erklären während der Partie ihre Züge und teilen ihre Gedanken mit. Eine hervorragende Leistung brachten bisher die beiden deutschen Großmeister Matthias Blübaum und Georg Meier. Blübaum hatte GM Miguel Santos mit 8,5:6,5 bezwungen, GM Jose Gascon mit 9:1 und Aleksandr Shimanov mit 9:2. Vor wenigen Tagen scheiterte er jedoch am iranischen Supertalent Alireza Firouzja mit 1:9. Großartig spielt Georg Meier. Er bezwang GM Milos Perunovic mit 9:3, Igor Kovalenko mit 8,5:5,5 und zuletzt den Weltklassespieler Jan-Krzysztof Duda mit 8,5:5,5. Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass auch Alexander Donchenko ein gutes Turnier gespielt hat. Seine Partien findet man ebenfalls bei chess24 oder youtube. Blübaum Meier 

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Eine Schachlegende wird 85 - Wolfgang Uhlmann

Er war WM-Kandidat und beriet den Weltmeister Anatoly Karpov in dessen Vorbereitung (Französische Verteidigung) auf den WM-Kampf mit Viktor Kortschnoi. Er ist eine DER Schachlegenden im deutschen Schachsport und galt zu seiner besten Zeit als einer der stärksten Spieler der Welt. Er war der führende Experte der französischen Verteidigung und blieb "seiner" Verteidigung Jahrzehnte treu. Der gebürtige Dresdner Wolfgang Uhlmann wird heute 85 Jahre alt und wir gratulieren herzlich zum Festtag und wünschen ein langes Leben. schachbund

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Magere Schachzeiten - Kandidatenturnier unterbrochen!

Leider müssen wir eine Hiobsbotschaft für alle Schachfreunde wegen der weltumspannenden Corona-Krise vermelden. Die FIDE hat die Unterbrechung des Kandidatenturniers in Jekaterinburg angeordnet und damit eine Klausel in der Vereinbarung mit den Spielern genutzt, die vorsorglich vor dem Turnier getroffen wurde. Die ersten 7 Runden zählen und die Fortsetzung des Turniers wird auf eine unbestimmte Zeit verschoben. Die russische Regierung hat den Flugverkehr aus Russland in andere Länder ab morgen ausgesetzt. Man möchte nun den Spielern, Sekundanten, Trainern, Schiedsrichtern und Funktionären die Gelegenheit bieten die Heimreise anzutreten. Allen Unkenrufen zum Trotz hatte man dieses hochkarätige Sportevent begonnen und nun bekommt man die Quittung dafür. Aber die Eigendynamik dieser Krise konnte wohl niemand in diesem Ausmaß voraussehen. Offizielle Seite

 

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Kandidatenturnier: MVL schlägt Nepo

Mit einer sehr starken Leistung wartete der kurz vor dem Turnier dazugestoßene Franzose Maxime Vachier-Lagrave heute auf. Er fügte dem Tabellenführer Ian Nepomniachtchi in einer Französischen Verteidigung die erste Niederlage zu. Damit konnte er mit diesem punktemäßig gleichziehen. Die übrigen Partien verliefen ausgeglichen und auch Liren Ding schaffte es nicht den Underdog Kirill Alekseenko mit den weißen Steinen zu bezwingen. Offizielle Seite

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Blübaum gewinnt letztes Vorrundenturnier

Der aufstrebende deutsche Topspieler GM Matthias Blübaum (SF Deizisau) hat das vierte und letzte Vorrundenturnier der deutschen Internetmeisterschaft souverän mit 8,5 Punkten aus 9 Runden gewonnen. Den zweiten Platz belegte der Porzer IM Christian Braun mit 8 vor GM Rasmus Svane (Hamburger SK) mit 7,5 Punkten. Die stark besetzte Zwischenrunde findet am kommenden Samstag, den 28.3. ab 16 Uhr statt. Kleiner Tipp: Heute um 18 Uhr spielt Blübaum gegen den iranischen Superstar Alireza Firouzja im Banterblitz auf chess24. Offizielle Seite

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Nepomniachtchi - der Chinesen-Schreck

Ian Nepomniachtchi schlug gestern Hao Wang und ließ heute in Runde 6 mit Weiß noch einen Sieg über Chinas Nummer Eins Liren Ding folgen. Der findige Russe spielte eine giftige Variante im Spanier, die ihm ein angenehmes Spiel bereiteten. Ding spielte im Mittelspiel etwas sorglos und hatte danach zwei isolierte Doppelbauern im Zentrum, die natürlich sehr anfällig waren. In seiner Verzweiflung opferte er einen Läufer, doch Nepomniachtchi hatte alles im Griff und zeigte nach dem Damentausch eine simple Lösung des vermeintlichen Stellungsproblems. Nepomniachtchi führt nun mit einem ganzen Punkt Vorsprung vor Maxime Vachier-Lagrave. Der Franzose erkämpfte ein Remis in einer schlechteren Stellung mit Minusbauern. Ein dramatisches Remis mit zwischendurch besseren Chancen für den US-Amerikaner gab es in Grischuk-Caruana. Der Russe hielt die Stellung nach dem Überstehen einer kritischen Zeitnotphase zusammen. In einer langen Partie kam schließlich Anish Giri zu einem verdienten Schwarzsieg über Kirill Alekseenko, der nun, punktgleich mit Ding, die rote Laterne trägt. Offizielle Seite

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Kontaktlos aktiv Schach spielen - Dt. Internetmeisterschaft

In Coronazeiten fordert die Politik die persönlichen Kontakte möglichst einzuschränken. Im Schachsport ist das vorübergehend für den Einzelnen kein Problem. Die vielen Möglichkeiten online Schach zu spielen nutzen der Deutsche Schachbund und seine eifrigen Mitglieder. Am gestrigen Samstag wurde das dritte Turnier der deutschen Internetmeisterschaft ausgetragen. Über 330 Spieler nahmen daran teil und der junge deutsche Großmeister Dmitrij Kollars ging als Sieger hervor. Das zweite Vorrunden Turnier hatte Georg Meier gewonnen und das erste ging an Roven Vogel. Morgen am 23.3. gibt es die letzte Gelegenheit mit der vierten und letzten Vorrunde, sich für die Zwischenrunde zu qualifizieren. Das Finale sollte dann eigentlich im Rahmen des Meisterschaftsgipfels am 9. Mai in Magdeburg stattfinden, aber in diesen Zeiten scheint das eher fragwürdig. Vielleicht findet auch das Finale online statt. Wir werden sehen. schachbund

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Nepomniachtchi geht in Führung

Ian Nepomniachtchi aus Russland ist nach der fünften von langen vierzehn Runden der erste Kandidat, der sich als Herausforderer des amtierenden Weltmeisters Magnus Carlsen aufdrängt. Er schlug heute den Geheimfavoriten Hao Wang in einer russischen Verteidigung. Es war vor allem die größere Vielfalt an Optionen für Weiß, die die Aufgabe für Schwarz so schwierig machten. Im 32. Zug beging der Chinese wohl den entscheidenden Fehler, den Nepomniachtchi entscheidend nutzte. Er führt nun mit 3,5 Punkten die Tabelle an. Einziger Verfolger mit 3 Punkten ist Maxime Vachier-Lagrave, der in einer hochtaktischen Partie gegen Kirill Alekseenko remisierte. Lange hielt Alexander Grischuk einen leichten Vorteil gegen Liren Ding in einem Spanier, aber der Chinese scheint nun seine Stabilität wiedererlangt zu haben und hielt das Remis. Viele bange Momente hatte Fabiano Caruana zu überstehen in seiner Auseinandersetzung mit Anish Giri. Der Holländer spielte bärenstark gegen Caruanas Slawen und erneut hatte der US-Amerikaner enorme Probleme wie schon gegen Ding. Giri traf jedoch einige fragwürdige Entscheidungen, die Caruana ins Remis entwischen ließen. Offizielle Seite

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Remisrunde beim Kandidatenturnier

In der vierten Runde des Kandidatenturniers gab es keinen Sieger aber dennoch interessante Partien. Liren Ding mühte sich sein Score auszugleichen in der Partie gegen Anish Giri. Die Bauernstruktur sprach zunächst für den Chinesen und er versäumte die positionell starke Möglichkeit 20.Sd3. Nach 20.Lf3 hatte Giri keine große Mühe mehr das Remis zu erreichen. Vachier-Lagrave gegen Grischuk hatte die Berliner Mauer zum Thema und in einer spannenden Partie hätte der Franzose mit dem bärenstarken Zug 30.Te4 klaren Vorteil erzielen können, aber die Tragweite dieses Zuges war recht schwer vorauszusehen. So endete auch diese wie alle Partien am heutigen Tag mit Remis. Caruana-Nepomniachtchi und Wang-Alekseenko endeten nach starken Verteidigungsleistungen der Spieler mit den schwarzen Steinen ebenfalls mit der Punkteteilung. Offizielle Seite

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Ding schlägt Caruana

Der in den ersten beiden Runden arg gebeutelte chinesische Spitzenmann Liren Ding hat eindrucksvoll zurückgeschlagen und seinen ersten Sieg gefeiert und das gegen keinen Geringeren als den Topfavoriten des Kandidatenturniers Fabiano Caruana. Der US-Amerikaner ließ sich auf eine Variante der slawischen Verteidigung ein, die kompliziert ist, aber doch Weiß die besseren Chancen einräumt. Im Mittelspiel hatte Ding zwei Mehrbauern und Ding konsolidierte seine durch die Rückgabe eines Bauern. Auch ein Springeropfer von Caruana brachte nicht mehr die Komplikationen, die den Chinesen ins Wanken brachten und er gewann verdient. Eine sehr komplizierte Partie mit beidseitigen Chancen war Kirill Alekseenko- Ian Nepomniachtchi in einer französischen Verteidigung. Nepo gewann zwar eine Qualität, aber sein junger russischer Landsmann hatte gute Figuren, die Kompensation boten. Am Ende gab es ein Remis durch Zugwiederholung. Auch Giri-Vachier-Lagrave und Grischuk-Wang endeten nach interessanten Kämpfen mit Remis. Offizielle Seite

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Ding - ein Schatten seiner Selbst

Liren Ding, der sonst so starke und kaum zu bezwingende Chinese und einer der beiden großen Favoriten, ist weit entfernt von seiner Normalform. Heute kassierte er chancenlos gegen den Franzosen Vachier-Lagrave seine zweite Niederlage in der zweiten Partie des Kandidatenturniers in Jekaterinburg. Ganz anders und sehr stark agierte der Topfavorit und Vize-Weltmeister Fabiano Caruana gegen den Underdog des Turniers Kirill Alekseenko. Caruana hatte sich der Variante mit 4. f3 bedient gegen die Nimzoindische Verteidigung. Alexander Grischuk versäumte es gegen seinen Landsmann Ian Nepomniachtchi mehr herauszuholen mit der "Berliner Mauer", die sich einmal mehr als starke Verteidigung herausstellte. Diese Partie endete ebenso mit Remis wie Wang Hao gegen Anish Giri. Der Chinese hatte im Mittelspiel einen Bauern gewonnen und man konnte meinen er sei auf der Siegerstraße, doch er schaffte es nicht den Vorteil in einen ganzen Punkt umzumünzen. Die Momentaufnahme sieht Caruana, Vachier-Lagrave, Wang und Nepomniachtchi mit je 1,5 Punkten vorne. Offizielle Seite

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WM-Kandidatenturnier in Jekaterinburg: Zwei Schwarzsiege

So gut wie alle bedeutenden Sportereignisse und Wettkämpfe sind weltweit gestoppt. Heute begann das WM-Kandidatenturnier im russischen Jekaterinburg mit den 8 WM-Kandidaten. Das riesige Russland ist vergleichsweise wenig vom Coronavirus betroffen und die Veranstalter tun alles menschenmögliche um die Sicherheit der Akteure und sonst beteiligten Personen vorort zu schützen. Zuschauer haben keinen Zugang zum Turniersaal. Ein Opfer fand die Coronakrise aber dennoch im Vorfeld des Turniers. Der qualifizierte Kandidat Teimour Radjabov kritisierte die Austragung und Unsicherheitsfaktoren hinsichtlich der Gesundheitskrise und zog sich quasi aus Protest vom Turnier zurück. Maxime Vachier-Lagrave rückte verdientermaßen nach. Heute fand die erste Runde statt und es gab zwei etwas überraschende Schwarzsiege. Im innerchinesischen Duell siegte Geheimfavorit Hao Wang mit den schwarzen Steinen gegen Liren Ding. Ding hatte in guter Stellung den katastrophalen positionellen Fehler 30.f4? begangen, der seine ganze Stellung ruinierte. Wang nutzte diesen auf vorbildliche Weise aus. Anish Giri wählte wohl eine Variante, die dem Stil seines Kontrahenten genau in die Hände spielte. In einer englischen Symmetrievariante kam es zu einer etwas unübersichtlichen Stellung, die der Supertaktiker Ian Nepomniachtchi wesentlich besser behandelte als der Holländer und er knackte die nur scheinbare Festung. Die Partien Vachier-Lagrave gegen Caruana und Grischuk-Alekseenko endeten mit jeweils interessantem Remis. Offizielle Seite

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Grenke Chess Open abgesagt

Das bedeutsame und große Grenke Open, das auch im Jahr 2020 mit hevorragender Besetzung ausgetragen worden wäre, ist ebenfalls Opfer des krassierenden Corona-Virus geworden und wurde abgesagt. Man muss davon ausgehen, dass noch weitere wichtige Turniere folgen werden. Jede Sportart leidet unter den Absagen und jeder Sport- und Schachfreund merkt wie wichtig jede Freizeittätigkeit gemeinsam mit anderen Menschen ist und wie diese zum Wohlbefinden und zur Lebensfreude beiträgt. Jetzt sind Geduld und Vorfreude auf bessere Zeiten gefragt! Bisher hat sich niemand geäußert ob auch die Austragung das Superturniers Grenke Classic mit Weltmeister Magnus Carlsen gefährdet ist. Offizielle Seite

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Erstellt: Sonntag, 15. März 2020