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Ivan Rozum und Marina Guseva siegen beim Moskau Open

Das Moskau Open war auch in diesem Jahr trotz der Corona-Pandemie eine Großveranstaltung mit mehreren Turnieren. Das A-Open gewann glücklich GM Ivan Rozum vor den punktgleichen GM Ivan Bocharov und GM Nikita Afanasiev (alle 7 Punkte) vor weiteren vier Spielern mit dieser Punktezahl. Bei den Damen gewann IM Marina Guseva, die bei 8,5 Punkten nur ein Remis abgab. Zweite wurde IM Anastasia Bodnaruk mit ebenfalls hervorragenden 8 Punkten vor WGM Baira Kovanova mit 6,5 Punkten. GM Valentina Gunina wurde nur Sechste mit 6 Punkten. chess-results

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Gabuzyan überlegen armenischer Meister

Er war nur die Nummer 9 der Setzliste und doch dominierte Hovhannes Gabuzyan die traditionell sehr stark besetzte armenische Landesmeisterschaft. Mit einer bemerkenswerten Serie von 6 aufeinanderfolgenden Partiegewinnen setzte er den Grundstein für diesen überragenden Erfolg. Mit 8,5 Punkten siegte er klar vor dem Rest des Feldes. Den zweiten Platz sicherte sich Arman Parshikian mit 7 Punkten vor dem punktgleichen Samvel Ter-Sahakyan. Einer der Favoriten Tigran Petrosian, der vor einigen Monaten des Online-Schach-Betrugs bezichtigt wurde, landete überraschenderweise sieglos auf dem letzten Platz mit nur 2 Punkten. chess-results

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Levon Aronian spielt für die USA

Das Gerücht kursierte bereits vor ca. zwei Wochen. Nun ist es offiziell geworden. Der armenische Superstar Levon Aronian, Nationalheld seines Landes, wechselt in die USA und spielt fortan für die schachliche Supermacht neben Caruana, So, Nakamura, Dominguez usw.. Nach dem tragischen Unfall-Tod seiner Frau ist es für Aronian ein Neuanfang in einem Land, das ihm sicherlich mit dem Mäzen Rex Sinquefield, eine finanziell abgesicherte Zukunft bietet. Dennoch ist es ein Paukenschlag, vor allem für die armenische Nationalmannschaft ein herber Verlust. Offizielle Seite

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Barcelona GM-Turnier: Norm für Maurizzi (13 Jahre alt)

Vom 16.-24. Februar fand in der Schach-Oase Spanien, das zu Zeiten von Corona erstaunlich aktiv ist ein Großmeisterturnier statt. Es kam zu einem französischen Doppelsieg und einem großartigen Erfolg des immer noch erst 13-jährigen Supertalents IM Marc Andria Maurizzi (Frankreich). GM Matthieu Cornett gewann das Turnier als Elofavorit mit 7 Punkten. Einen halben Zähler dahinter besagtes Talent, das eine Großmeisternorm erfüllte. Den dritten Platz belegte der Spanier FM Daniel Garcia Ramos mit 5 Punkten. chess-results

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Grenke Bank AG Firmen-Weltmeister

Das deutsche Schach ist weiterhin im Aufwind und hat einen bemerkenswerten Erfolg gefeiert. Das Team der Grenke Bank AG ist Firmenweltmeister und gewinnt die 1. Corporate World Chess Championship wie das Turnier offiziell hieß. Einige Weltklassespieler haben teilgenommen und sogar der Weltmeister Magnus Carlsen, der für Kindred antrat. Ein Team bestand aus vier Spielern. Für Grenke waren dies Georg Meier und die drei Damen Alina Kashlinskaya, Hanna Marie Klek und Inna Agrest. Ein grandioser und kaum für möglich gehaltener Erfolg, denn manche Teams boten drei elostarke Männer auf. Im Finale konnte das deutsche Team SBER aus Russland mit einem 2:2 und 2,5:1,5 schlagen. Herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Leistung! chessbase

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Duell der Weltmeister in Dortmund ohne Rochade

In Dortmund wird bei der Chess Trophy im Duell der Weltmeister Kramnik und Anand eine neue Form des Schachspiels ausprobiert. Vladimir Kramnik hatte die Variante des Spiels ohne Rochademöglichkeit schon in Indien mit Schachschülern angeregt und getestet. Dadurch ergeben sich völlig neue Möglichkeiten. Das ist beinahe so als würde man im Fussball ohne Abseits spielen. Neue Risiken für den König und neue Möglichkeiten für den Angreifer. Auf jeden Fall eine spannende Form unseres Spiels, das einen neuen Spaßfaktor bringen kann! Offizielle Seite

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48. Dortmunder Schachtage mit zwei Weltmeistern

Die Dortmunder Schachorganisatoren haben durch ihre hervorragenden und engen Kontakte zu vielen Größen des Weltschachs ein wunderbares Programm für die 48. Internationalen Schachtage auf die Beine gestellt. Wir hoffen alle, dass in 4-5 Monaten Corona zurückgedrängt sein wird und die Turniere in Dortmund möglich werden. Zwei der größten lebenden Schachmeister treffen in einem hochinteressanten Duell aufeinander. Die Ex-Weltmeister Viswanathan Anand und Wladimir Kramnik, der viele Turniere der Schachtage für sich entscheiden konnte. Neben diesem Highlight gibt es noch den Deutschland-Grand Prix, zu dem noch genauere Details mit Ausschreibung folgen werden. Viele deutsche Top-Großmeister werden daran teilnehmen. Darüberhinaus gibt es noch den NRW-Jugend-Cup und das NC Sparkassen Playchess Open. Offizielle Seite

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Naiditsch gegen den DSB

Die gegenseitige Abneigung des Deutschen Schachbundes und Arkadij Naiditsch geht in eine nächste Runde. Arkadij Naiditsch war die langjährige Nummer Eins des deutschen Schachs und der erste deutsche Spieler der die Elo-Schallmauer von 2700 übersprang und sich lange in diesen Höhen hielt. Er wechselte aufgrund von Unzufriedenheit mit den seiner Meinung nach nicht professionellen Bedingungen nach Aserbaidschan wegen eines Angebots, das er nicht ablehnen konnte, weil es zu gut war. Nun möchte Arkadij Naiditsch unter die Fittiche des deutschen Schachbundes zurückkehren und hat dazu beim DSB angefragt. Der DSB zeigte dem einstigen Vorzeige-Spieler Deutschlands die kalte Schulter. Sicherlich weil man in Naiditsch einen Querulanten sieht, der sich niemals scheute Missstände, die er als solche empfand und die sicherlich auch nicht ganz unberechtigt waren, offen ansprach. Vielleicht hätte der Schachbund anders reagiert, wenn Naiditsch nicht diese vermaledeite Formkrise gehabt hätte, die ihn von über 2700 auf 2649 (Live-Elo) absacken ließ. Naiditsch ist kein Diplomat und vielleicht scheitert er deshalb. Man wird sehen, was die Zeit bringen wird in diesem Kapitel. Naiditsch will juristisch prüfen lassen, ob man ihm verwehren kann im Nationalteam zu spielen. perlenvombodensee

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Wesley So schlägt Carlsen im Finale

Wesley So ist der große Sieger des Opera Euro Rapid Turniers. Der 27-jährige US-Amerikaner wird immer stärker und ist in diesem Turnierformat, das Weltmeister Carlsen mit seinen Sponsoren ins Leben gerufen hat, mindestens so stark wie der Weltmeister selbst. Er dominierte im Grund beide Minimatches gestern und auch heute. Beim 2:2 im ersten Match hätte er die Verlustpartie eigentlich mit dem sehr starken und naheliegenden Zug 22.Lc4 wohl für sich entscheiden können. Im zweiten Match siegte er nach einem Harakiri-Opfer des Weltmeisters ganz klar in 28 Zügen und auch in der letzten Partie stand er in der Schlusspartie haushoch auf Gewinn, aber mit dem Remis sicherte sich Wesley So den überragenden Turniersieg. Er hatte Carlsen bereits im Finale des Skilling Turniers im Finale geschlagen. Im Duell um Platz drei gewann Teimour Radjabov verdient mit 2,5:1,5 und 2:0 gegen Maxime Vachier-Lagrave. In der zweiten Partie hatte der Franzose einen unfassbaren Fehler in einem elementaren Bauernendspiel gemacht. chess24

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Dvoretsky Memorial in Moskau

Das Mark Dvoretsky Memorial ist ein Schnellschachturnier mit zehn seiner ehemaligen Schüler. Es ging gestern zu Ende. Der 2016 verstorbene Star-Trainer und hervorragende Buchautor war auch Trainer und Mentor von Artur Jussupow. Das Turnier in Moskau gewann GM Boris Grachev mit 6,5 Punkten vor dem punktgleichen GM Ernesto Inarkiev. GM Mikhail Kobalia belegte Rang drei mit 5,5 Punkten. GM Valentina Gunina war die einzige Dame im Zehner-Feld und wurde mit 2 Punkten Vorletzte. chess24

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Wesley So im Finale gegen Weltmeister Carlsen

Maxime Vachier-Lagrave machte es heute nochmal spannend. Der Franzose schlug mit einem 3:1 zurück und das verdient. Carlsen schoß zwei kapitale Böcke. Nach zwei Remis übersah er in Partie 3 einen Figurenverlust und in Partie 4 passierte ihm ein Fingerfehler mit Damenverlust. Es musste ein weiteres Match entscheiden. Nach zwei jeweiligen Siegen musste tatsächlich ein Armageddon entscheiden. Carlsen wählte die weißen Steine und das war die richtige Entscheidung, auch wenn er eine Minute weniger als Vachier-Lagrave hatte und diesem ein Remis reichte. Carlsen dominierte die Partie und hatte in einem Grünfeldinder die wesentlich aktiveren Figuren. Sein Finalgegner kommt aus den USA. Wesley So spielte erneut hervorragend und eine Musterpartie im Nimzoinder, allerdings war wohl 11.Le3 von Radjabov ein schwacher Zug. Wesley So gewann 2:1, macht kaum Fehler in diesem Format und steht ebenfalls verdient im Finale. chess24

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Erste Matches an Carlsen und So

Alles läuft darauf hinaus, dass die beiden stabilsten Schachgrößen im Finale des Opera Euro Rapid Turniers aufeinander treffen werden. Carlsen zeigte heute erneut starkes Schach. Gegen Maxime Vachier-Lagrave erreichte er in seinen beiden Weißpartien schöne Vorteile und gewann das Duell sicher mit 2,5:0,5. Dabei kam ihm einmal mehr seine überragende Stärke im Endspiel zugute, die ihn tatsächlich noch von den meisten Weltklasse-Spielern unterscheidet.  Beeindruckend auch einmal mehr Wesley So. Er spielt sehr geduldig und positionell stark. In einem harten Kampf gegen den ebenfalls sehr positionell sehr starken und sicheren Teimour Radjabov konnte sich der US-Amerikaner knapp mit 2,5:1,5 durchsetzen. In beiden Duellen ist das letzte Wort noch nicht gesprochen, aber der Druck lastet nun auf Vachier-Lagrave und Radjabov. chess24

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Opera Euro Rapid: Carlsen mit Glück im Halbfinale

Die Viertelfinalpaarungen beim Opera Euro Rapid waren eine spannende Angelegenheit. Weltmeister Carlsen, der gestern so überzeugend mit 2,5:0,5 gegen Dubov gewonnen hatte, kassierte ebenso klar heute ein 0,5:2,5 gegen den kreativen Russen. Im dritten und entscheidenden Match stand er in Partie 1 auf Verlust und gewann noch. In der zweiten Partie verlor er postwendend und in der dritten gewann er dann entscheidend. Ein sehr glücklicher Sieg und Einzug ins Halbfinale. Der unfassbar zähe Teimour Radjabov konnte sich nach zweimaligem 2:2 im dritten Match gegen Anish Giri mit 1,5:0,5. Bereits nach zwei Matches setzte sich Maxime Vachier-Lagrave gegen Levon Aronian durch. Dem knappen Sieg des Franzosen gestern folgte heute ein 2:2. Seine enorme Stärke zeigte heute Wesley So, der Jan-Krzysztof Duda beim 2:0 keine Chance ließ. Im Halbfinale kommt es zu den Duellen Carlsen gegen Vachier-Lagrave und So gegen Radjabov. Offizielle Seite

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Ehlvest kann es noch

Der einstige Weltklassespieler Jaan Ehlvest (in Tallin geboren), mittlerweile 58 Jahre alt und schon lange in den USA lebend, hat seine schachliche Stärke auch in diesem Alter unter Beweis gestellt. Er gewann die estnische Landesmeisterschaft im Finale gegen den auch in Deutschland bekannten vielfachen Landesmeister GM Kaido Kulaots mit 3,5:2,5. Ehlvest war in seiner Jugend-Landesmeister der UDSSR und Junioren-Europameister.  chess24

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Opera Euro Rapid KO-Phase

Die Finalpaarungen des Opera Euro Rapid Turniers starteten heute mit dem ersten Minimatch über 4 Partien. Als einziger Spieler konnte Weltmeister Magnus Carlsen sein Match gegen Daniil Dubov bereits nach drei Partien mit 2,5:0,5 für sich entscheiden. Schon ein paarmal entpuppte sich Dubov als eine Art Angstgegner für Carlsen, aber diesmal hatte der Weltmeister alles im Griff und ließ keine unübersichtlichen Stellungen zu. Die übrigen Duelle waren durchwegs spannend. Ein spannender Kampf war Duda gegen Wesley So. Der US-Amerikaner siegte hochverdient mit 2,5:1,5 denn seine Verlustpartie war reichlich unverdient. Glücklich mit 2,5:1,5 gewann Vachier-Lagrave gegen Levon Aronian, der in der dritten Partie seinen Vorteil nicht in einen vollen Punkt verwandeln konnte. Zwei der zähesten Spieler der Weltklasse trafen im vierten Duell aufeinander, nämlich Anish Giri und Teimour Radjabov. Nach zwei Remis folgten je ein Sieg für Radjabov und für Giri. chess24

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Wird Aronian Amerikaner?

Nach Informationen bzw. Gerüchten auf einer französischen Seite steht Weltklasse-Schachspieler Levon Aronian aus Armenien kurz vor einem Wechsel zum US-amerikanischen Schachverband. Es soll hierzu bald ein Statement von Aronian folgen laut Großmeister Smbat Lputjan, der auch Funktionär innerhalb des armenischen  Schachverbandes ist. Levon Aronian ist seit etlichen Jahren absoluter Superstar im schachverrückten Armenien. Ob an den Gerüchten etwas dran ist, wird man sehen. Die USA hat mit Rex Sinquefield einen überragenden Mäzen und Sponsor für das heimische und internationale Schach. Finanziell wäre Aronian sicherlich gut aufgehoben. perlenvombodensee

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Große Überraschungen: Nakamura und Nepo ausgeschieden

Der letzte Tag des Opera Euro Rapid Online Turniers hielt eine Überraschungen parat. Die großen Mitfavoriten des Turniers Ian Nepomniachtchi und Hikaru Nakamura, beides Schnellschachspezialisten sind in diesem harten Turnier in der Vorrunde gescheitert. Geradezu tragisch für Nakamura endete dieser für ihn katastrophale Tag, denn er stand in der Schlussrunde klar auf Gewinn gegen Shankland und verlor gar nocht. Ein Remis hätte fürs Weiterkommen genügt. Nepomniachtchi verlor in der Schlussrunde gegen Dominguez. Sieger des Turniers wurde Magnus Carlsen vor dem punktgleichen Anish Giri mit je 9,5 Punkten aus 15 Runden. Wesley So wurde Dritter mit ebenfalls starken 9 Punkten. Aronian und Vachier-Lagrave folgen auf den Plätzen 4 und 5 mit jeweils 8,5 Punkten. Qualifiziert sind auch Duda und Radjabov (als Einziger ungeschlagen mit 1 Sieg und 14 Remis) mit je 8 Punkten und Daniil Dubov mit 7,5 Punkten. Die deutsche Nummer Eins Matthias Blübaum spielte phasenweise sehr gut und holte 5,5 Punkte. Er schlug Aronian und Nepomniachtchi jeweils mit den schwarzen Steinen. Er hat gezeigt, dass er auch Giganten und Stars der Schachszene schlagen kann. Blübaum wurde Fünfzehnter vor Liren Ding, der weit unter seinen Möglichkeiten spielte, aber immerhin Magnus Carlsen schlagen konnte. Ding sagte vor kurzem in einem Interview, dass sein Fokus stets auf Turnierschach liegt und nicht im Bereich des Online-Schachs. Offizielle Seite

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Opera Euro Rapid: Carlsen führt nach 10 Runden

Beim Online Euro Rapid Turnier, das einen großenTeil der Weltklasse angelockt hat, führt nun Weltmeister Magnus Carlsen das Sechzehnerfeld mit 7 Punkten nach 10 Runden an. Knapp dahinter liegen der US-Amerikaner Wesley So und der Niederländer Anish Giri mit je 6,5 Punkten. Morgen folgen die restlichen 5 Runden dieser Vorrunde. Die besten acht Spieler qualifizieren sich für die Knockout-Entscheidung des Turniers. Erstaunlicherweise gibt es nur noch einen Spieler, der bisher keine Niederlage kassiert hat, nämlich Teimour Radjabov auf Platz 7 mit 5,5 Punkten. Matthias Blübaum schlägt sich tapfer und hat immerhin Levon Aronian mit den schwarzen Steinen bezwungen. Er liegt mit 3,5 Punkten vor Ding und Dominguez, die jeweils 3 Punkte auf dem Habenkonto aufweisen können. chess24

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Shirov gewinnt in Salamanca

Alexei Shirov, der nun wieder unter spanischer Flagge spielt wie früher schon mal, hat mit Glück das Einladungsturnier University Salamanca Master mit 6 Punkten aus 7 Runden gewonnen. Mit Glück deshalb bei Elisabeth Pähtz in der Schlussrunde eine Gewinnstellung mit den schwarzen gegen ihn erreicht hatte. Sie verpasste mehrfach den Gewinn in einer Stellung, die alle Chancen bot bei dem unsicheren König von Shirov. Am Ende gab es den Sieg für Shirov und damit auch den Turniersieg für ihn. Den zweiten Platz belegte Eduardo Iturrizaga Bonelli vor dem punktgleichen David Anton Guijarro. Elisabeth Pähtz wurde dennoch beste Dame mit 3 Punkten. Enttäuschend der Auftritt von Veselin Topalov, der nur 3,5 Punkte holte. chess24 

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Salamanca Chess Festival mit E. Pähtz

Elisabeth Pähtz sitzt wieder am wahrhaftigen Brett und zwar im schachaktiven Spanien, das sich in den letzten Monaten nicht scheute  mehrere Turniere trotz der Pandemie auszutragen. Ort des Schachfestivals ist Salamanca, eine Großstadt im Westen Spaniens. Vier Männer und vier Frauen nehmen an diesem Einladungsturnier teil. Stars wie Veselin Topalov, Alexei Shirov und David Anton Guijarro bilden natürlich das Spitzentrio der Setzliste. Als vierter Mann spielt der stets starke Eduardo Itturizaga aus Venezuela. Folgende vier Damen bilden die weibliche Phalanx: Elisabeth Pähtz, Almira Skripchenko, Nurgyul Salimova aus Bulgarien und die Spanierin Sabrina Vega Gutierrez. Elisabeth Pähtz hatte das härteste Auftaktprogramm und musste gegen Topalov, Iturrizage (jeweils Niederlage) und dann gegen Skripchenko und David Anton antreten. Gegen die beiden letzten Gegner holte sie jeweils Remis. Nun spielt sie noch gegen Shirov und die Damen Salimova und Vega. Nach vier Runden führen Shirov und Topalov mit je 3 Punkten. chess24 

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Zeitenwende? Gewinner und Verlierer in Wijk

Bereits jetzt ist eine neue hungrige Generation auf dem Weg heran zu rücken und am Thron des bisher uneingeschränkten Herrschers des königlichen Spiels zu rütteln. Carlsen ist einer der großen Verlierer hinsichtlich seiner eigenen Ansprüche und in Sachen Eloeinbuße. Gut satte 15 Punkte waren es am Ende des Turniers trotz eines Schlussrundensieges. Carlsen ist nun 30 Jahre alt wie Maxime Vachier-Lagrave. Der Franzose spielte ein Katastrophenturnier und verlor gar etwas mehr als 26 Elopunkte. Radoslaw Wojtaszek ist 34 Jahre alt und machte gut 11 Punkte Minus um damit aus dem elitären Kreis der 2700er zu fallen. Der junge Pole Duda erwischte schlicht ein schlechtes Turnier und Alexander Donchenko spielte erstmals in einem derart hochklassigen Turnier und war äußerst kurzfristig dazu gestoßen, was sein Ergebnis verständlich macht. Alle anderen sehr jungen Spieler hingegen spielten großartig auf. Der erst 21-jährige Jorden van Foreest gewann das Turnier und holte ein Plus von kaum zu fassenden 30 Elopunkten. Der 18-jährige Andrey Esipenko vernichtete in seiner großen Gewinnpartie den Weltmeister und zeigte reifes tolles Schach. Das Ergebnis ist ein Hinzugewinn von 24 Punkten. Der Jüngste Alireza Firouzja, hätte mit etwas mehr Glück vielleicht sogar den Turniersieg schaffen können. Der 17-Jährige ist nun mit einem Eloplus von 10 Punkten und einer Zahl von 2759 die Nummer 13 der Welt. Carlsens Ehrgeiz die Jugend noch von ihm fernzuhalten wird angestachelt sein, aber die Zeit spricht für die starken Youngsters, die erfahren haben, dass auch er nicht unschlagbar ist. Offizielle Seite

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Jorden van Foreest triumphiert in Wijk aan Zee

Was für eine Schlussrunde und was für eine Dramatik und letzlich Tragik für Anishi Giri beim Tata Steel Masters im niederländischen Wijk aan Zee. Es kam zum nicht für möglich gehaltenen niederländischen Doppelturniersieg, denn sowohl Giri als auch Van Foreest erreichten jeweils 8,5 Punkte. Van Foreest gelang in der Schlussrunde ein schneidiger Sieg gegen Grandelius in einer selten gespielten Variante gegen den Najdorf-Sizilianer. Giri erreichte mit Glück ein Schwarzremis gegen den Spanier Anton Guijarro. So musste es zum Stechen um den Turniersieg kommen und dieser wurde in einem Blitz-Playoff ausgespielt. In der ersten Blitzpartie stand Giri haushoch auf Gewinn und verpasste diese Chance. Er wirkte müde und angeschlagen nach langen 13 Runden.  Auch in der zweiten Partie erreichte er einen schönen Vorteil und auch hier verdarb er diesen zum Remis. So musste also eine Armageddon-Partie entscheiden und in dieser stand Giri mit Weiß wieder klar auf Gewinn und verlor sogar. Mehr Chancen kann man kaum haben ein Turnier für sich zu entscheiden. So triumphierte sein erst 21-jähriger Landsmann Jorden van Foreest. Ein nicht für möglich gehaltener Turniersieg in diesem starken Feld. Andrey Esipenko erreichte 8 Punkte nach einem klaren Sieg über Alexander Donchenko wie auch Fabiano Caruana (Remis gegen Tari) und Alireza Firouzja (Remis gegen Wojtaszek). Weltmeister Magnus Carlsen wurde nur Sechster mit 7,5 Punkten, aber wenigstens konnte er mit einem verdienten Partiegewinn gegen den in diesem Turnier schwachen Franzosen Vachier-Lagrave erreichen. Für die jetzige deutsche Nummer Zwei Alexander Donchenko bedeutete dieses Turnier eine tolle Gelegenheit. Obwohl er Lehrgeld bezahlt hat mit nur 3,5 Punkten, hat er doch gezeigt, vor allem mit dem Schwarzremis gegen den Weltmeister, dass er auf höchster Ebene mithalten kann. Es bedarf etwas mehr Exaktheit um noch stabiler in diesen Höhen zu agieren. Er wird viel gelernt haben und seine Lehren daraus ziehen.  chess24

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Giri verpasst Vorentscheidung

Manch ein Schachfreund wird es mit Genugtuung und einer Prise Schadenfreude erlebt haben, was in der Partie Anish Giri gegen Alireza Firouzja in einer Französischen Verteidigung passiert. ist. Der Tabellenführer des Topturniers Tata Steel Masters Giri schaffte es nicht eine lange vorhandene klare Gewinnstellung in einen ganzen Punkt umzumünzen. Der bisher so stark agierende Giri stellte sich ziemlich an, um es genau zu beschreiben. Aber auch diese Topleute sind eben auch nur Menschen. So bleibt der Finaltag am morgigen Sonntag zumindest spannend. Ein klares und ereignisloses Remis gab es zwischen den Freunden Wojtaszek und Carlsen. Caruana hatte etwas Mühe ein Remis mit Weiß gegen Anton Guijarro zu halten. Ein aufregendes Remis mit Figurenopfer gab es in Grandelius gegen Tari. Viel Glück hatte erneut wie schon gegen Donchenko der Franzose Vachier-Lagrave. Er stand gegen Duda auf Verlust und überlebte, weil Duda die Chance nicht erkannt hatte. Wieder bitteres Leergeld in einer zwischendurch vielversprechenden Stellung zahlte Alexander Donchenko gegen Harikrishna, der letztlich glücklich gewann. Giri führt mit 8 Punkten einen halben Zähler vor seinen Verfolgern. Er kann den alleinigen Turniersieg morgen aus eigener Kraft gegen Anton Guijarro klar machen. Offizielle Seite

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Tata Steel Chess: Remis im Spitzenduell

Es war das mit Spannung erwartete Duell und wohl die letzte Chance von Weltmeister Magnus Carlsen im Kampf um den Turniersieg einzugreifen. In seiner Partie gegen Tabellenführer Anish Giri holte er überhaupt nichts heraus und es wurde ein relativ ereignisarmes Remis in einer Italienischen Partie. Seinen ersten Sieg im Turnier schaffte der Norweger Aryan Tari mit einer tollen Leistung gegen Andrey Esipenko, der seinerseits die erste Niederlage kassierte. Stark auch dieses Jahr ist Jorden van Foreest in seinem Heimatturnier. Er schlug den Inder Harikrishna, der sich bei seinem Figurenopfer wohl verrechnet hatte. Fabiano Caruana kam gegen Alireza Firouzja im zweiten Spitzenspiel nicht über ein Remis hinaus, obwohl der auf Gewinn stand. Die Nummer Zwei der Welt verpasste verblüffenderweise die große Möglichkeit zum wohl entscheidenden Vorteil mit dem hervorragenden stillen Zug 31...Kh8. Die übrigen Partien endeten auch mit Remis. Alexander Donchenko spielte eine mutige, sehr taktische Partie gegen den Polen Duda. Beide waren Herr der Lage und trennten sich mit einem gerechten Remis. Es führt zwei Runden vor Schluss Anish Giri mit 7,5 Punkten vor Caruana, Firouza und van Foreest mit je 7 Punkten. chess24

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Blübaum im Kreis der Stars

Matthias Blübaum hat vermutlich durch seine tolle Leistung bei der Online Blitz-Europameisterschaft besonders auf sich aufmerksam gemacht. Er ist ab 6.Februar Teil des Opera Euro Rapid Turniers in dem die Besten der Besten teilnehmen. Das Sechzehnerfeld besteht aus Carlsen, Aronian, Grischuk, Radjabov, Ding, Nepomniachtchi, Dubov, Giri, So, Duda, Nakamura, Vachier-Lagrave, Vidit, Shankland, Dominguez und eben Matthias Blübaum. Das Turnier läuft bis zum 14. Februar. Offizielle Seite

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Erstellt: Donnerstag, 28. Januar 2021