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Furioser Auftakt in Zagreb

Die Grand Chess Tour hat gestern ihre Zelte mit einem toll besetzten Turnier in Zagreb, der Hauptstadt Kroatiens aufgeschlagen. In den Ländern des ehemaligen Jugoslawien hat Schach seit jeher einen großen Stellenwert. Auch das wird ein Grund für Ex-Weltmeister Garry Kasparov gewesen sein, die kroatische Staatsbürgerschaft anzunehmen. Auch er war und ist anwesend bei diesem großen Event. In der ersten Runde. Diesmal wird klassisches Turnierschach gespielt. Gleich in Runde 1 gab es tolle Partien und nur zwei von sechs davon endeten mit einem Remis. In der Partie Giri-Carlsen erwartete man ein zähes Ringen, doch Anish Giri kam mit der ungewöhnlichen Eröffnung des Weltmeisters überhaupt nicht zurecht und spielte.....ja man darf es sagen angesichts der Weltklasse, katastrophal und musste schon nach 23 Zügen mit Weiß aufgeben. An einer neuen Eröffnungsidee lag es wohl auch in Caruana-Nakamura, dass die Partie entschieden wurde zugunsten des Vizeweltmeisters. Caruana brachte eine Neuerung in einem Damengambit mit Lf4 mit der Nakamura nicht zurecht kam und gewann. Positionell bärenstark spielte Wesley So, der damit Ding Liren überzeugend schlug. Einen sehr schlechten Tag erwischte Viswanathan Anand gegen den stets gefährlichen Ian Nepomniachtchi. Zuerst stand der Ex-Weltmeister vielversprechend in einer Italienischen Partie, doch er spielte zu zaghaft und verlor mehr und mehr den Faden und verlor. Remis endeten Vachier-Lagrave-Aronian und Mamedyarov-Karjakin. OffizielleSeite

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Pula Open

228 Schachfreunde haben den Weg ins schöne Pula gefunden, das an der kroatischen Mittelmeerküste liegt. Wahrzeichen ist ein beeindruckendes Amphitheater aus der Römerzeit. Nach fünf Runden führen die beiden kroatischen Großmeister Zoran Jovanovic und Ante Saric mit weißer Weste. Elostärkster deutscher Teilnehmer ist IM Christian Maier (SC Emmendingen) mit derzeit 4 Punkten. OffizielleSeite

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Netanya Chess Festival

In der israelischen Küsten-Großstadt Netanya, die nördlich von Tel Aviv gelegen ist, findet ein bunt und toll besetztes Schachfestival statt. Die fünf israelische Schachstars, Boris Gelfand, Maxim Rodshtein, Tamir Nabaty, Evgeny Postny und Ilia Smirin treffen auf die ausländischen Gäste Leinier Dominguez (USA), Peter Svidler (Russland), Daniil Dubov (Russland), Luke McShane (England) und Pavel Eljanov aus der Ukraine. Mc Shane startete mit tollen Partien und zwei Siegen. Heute musste er sich jedoch nach einer sehr schlechten Leistung bereits nach 25 Zügen geschlagen geben gegen den neuen Tabellenführer Tamir Nabaty, der nun 2,5 Punkte aus den drei Runden aufweist. Dominguez, McShane und Smirin folgen mit je 2 Punkten. OffizielleSeite

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Favoritensiege beim den Senioren Chess Classics

Mehr als eine Woche stand Bad Neuenahr im Zeichen des Seniorenschachs. 161 Teilnehmer kämpften in drei Altersklassen um Preise und Ehre. In jedem Turnier konnte sich jeweils der Favorit durchsetzen. Eine Demonstration der Stärke waren die 9 Punkte aus 9 Runden des haushohen Favoriten GM Igors Rausis aus Tschechien in der Ü50-Klasse. Den zweiten Platz belegte überraschend Rene Tuckmantel (Bahn-SC Wuppertal) vor FM Volker Wolf (SV Koblenz), beide mit 6,5 Punkten. In der Altersklasse Ü65 gewann IM Yuri Boidman mit ebenfalls souveränen 8,5 Punkten vor Franz Paus (Schachfüchse Kempen, 7 Punkte) und Valery Maes aus Belgien, 6,5 Punkte. In der Nestoren-Gruppe Ü75 gewann FM Jefim Rotstein (SC Hochneukirchen, 7,5 Punkte)  vor dem punktgleichen IM Boris Khanukov (Bahn-SC Wuppertal) und Werner Szenetra (SV Berenbostel). Offizielle Seite

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Lev Gutman Sieger in Lippstadt

Der 73-jährige Großmeister Lev Gutman hat das Turm-Open in Lippstadt mit 6 Punkten und alleiniger Sieger für sich entschieden. FM Dr. Guntram Hainke (Düsseldorfer SK) wurde Zweiter vor Janik Kruse vom Ausrichterverein Turm Lippstadt, beide mit 5,5 Punkten. OffizielleSeite

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Favoritensieg in Rheinland-Pfalz

Der belgische Großmeister Alexandre Dgebuadze ist als klarer Favorit seiner Rolle gerecht geworden und hat die 11. Auflage des Rheinland-Pfalz Opens in Weilerbach mit 6 Punkten gewonnen, allerdings knapp vor den starken Schachfreunden FM Julius Muckle (SK Ludwigshafen) und Ruben Gideon Köllner (SG Bochum). OffizielleSeite

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Miller triumphiert in Großenseebach

Bereits zum 30. Mal fand ein schönes und von starken Amateuren besuchtes Open in Großenseebach statt, das in der Nähe von Erlangen gelegen ist. Es siegte der German-Masters-Teilnehmer FM Eduard Miller vom SC Erlangen, der es als Einziger auf 6 Punkte brachte. Den zweiten Platz holte sich Elofavorit IM Alexander Seyb (SF Berlin) vor dem punktgleichen Reinhard Kotz aus Herzogenaurach, beide mit 5,5 Punkten. OffizielleSeite

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Vorobiov siegt vor Nisipeanu

Der russische Großmeister Evgeny Vorobiov hat sich in einem sehr starken Feld den ersten Platz in Teplice (Tschechien) mit 7,5 Punkten gesichert. Ein sehr solides und starkes Turnier spielte die deutsche Nummer Eins Liviu-Dieter Nisipeanu, der ungeschlagen auf den zweiten Platz und 7 Punkte kam. Punktgleich Dritter wurde Sergei Movsesian aus Armenien. OffizielleSeite

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Souveräne Großmeister beim Rottaler Open

Eine ganz souveräne Vorstellung boten die beiden anwesenden Großmeister Petr Haba (Tschechien) und Vladimir Ohotnik (Frankreich) beim 3. Rottaler Schachopen, das in diesem Jahr leider nicht so gut besucht war wie 2018. So fanden sich im A-Turnier nur 18 Teilnehmer. während im B-Turnier 30 Schachfreunde aktiv waren. Am Ende konnten sich die beiden Großmeister klar an die Spitze setzen mit je 6,5 Punkten aus den 7 Runden. Nur untereinander gaben sie ein Remis ab. Der dritte und vierte Platz ging an Spieler des Ausrichtervereins, nämlich Karl-Heinz Jergler und Klaus Schwarzmeier mit je 4 Punkten. OffizielleSeite

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GM Thorsten Michael Haub - Der späte Großmeister

Anläßlich des bevorstehenden Herforder Sparkassen Open am nächsten Wochenende hat GM Thorsten Michael Haub Zeit für Schach.com´s Fragen. Der 51jährige Großmeister Thorsten Michael Haub trägt erst seit September 2015 den Titel des Großmeisters. Er errang im Jahre 2006 den Titel des Deutschen Blitzschachmannschaftsmeisters mit der SVG Plettenberg. Im letzten Jahr belegte er den dritten Platz beim Herforder Sparkassen Open 2018.

Herr Haub, mit Ende vierzig ist die Karriere bei den meisten Top-Schachspielern zu Ende. Sie erarbeiten sich in diesem Alter noch den Titel als Großmeister. Wie das?

Grundsätzlich habe ich mich spät entwickelt. Das liegt unter anderem daran, dass in meinem ersten Verein niemand eine Beziehung zu Opens hatte, mein erstes Schnellschach-Open spielte ich mit knapp 16, mein erstes Langpartien Open mit knapp 21.

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Trio führt in Teplice

Das Teplice Open in Tschechien ist nun 6 Runden alt und ein starkes Trio hat sich an die Spitze gesetzt. Open-Spezialist Sergei Movsesian aus Armenien liegt gemeinsam mit Evgeny Vorobiov und Evgeny Romanov aus Russland vorne bei 5,5 Punkten. Liviu-Dieter Nisipeanu hat sich mit einem Schwarzsieg über den türkischen GM Ali Marandi in die Verfolgergruppe mit 5 Punkten gespielt. Nisipeanu hat es morgen mit Weiß mit Vorobiov zu tun und kann einen der Spitzenreiter stürzen. OffizielleSeite

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Karjakin siegt - Kramnik zurück am Brett

In Moskau fand ein hochkarätiges Turnier mit dem Namen Worldchess Armageddon statt. Ein TV-gerechtes Schachformat, das mit viel Aufwand seinen Anfang fand. Man überredete dazu sogar den zurückgetretenen Vladimir Kramnik daran teilzunehmen. Der Preisfond von 50 000 Dollar lockte viele Supergroßmeister an. Am Ende konnte sich Sergey Karjakin im Endspiel gegen Ian Nepomniachtchi. Leider ist die Homepage von Worldchess so dürftig gestaltet, dass es einem schwer fällt mehr Infos rauszulesen. chessbase

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Summer Chess Classic in Saint Louis

Das Summer Chess Classic in der us-amerikanischen Schachhochburg Saint Louis ist sehr gut besetzt. Folgende sechs Spieler treten doppenrundig gegeneinander an. Elofavorit ist Sam Shankland, der allerdings gleich in Runde 1 eine erstaunliche Partie gegen die Berliner Mauer von David Howell verlor. Gawain Jones-Jeffery Xiong endete ebenso remis wie die Paarung Dariusz Swiercz-Le Quang Liem. Kaum schwächer besetzt ist die B-Gruppe in der auch der deutsche GM Daniel Fridman teilnimmt. Er spielte zum Auftakt ein Schwarzremis gegen Samuel Sevian. OffizielleSeite

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Navara und Timman geschlagen

In Prag gab es in den vergangenen Tagen bis heute zwei interessante Schnellschach-Duelle, die wie immer sehr gut organisiert waren. Tschechiens Nummer Eins David Navara trat gegen keinen Geringeren an als die Nummer drei der Weltrangliste im Turnierschach Ding Liren aus China. Der Chinese spielte sehr stark und verlor keine einzige Partie. Das Endergebnis von 7:3 spricht für sich. Im zweiten Duell spielte der beste tschechische Jugendliche Thai Dai Van Nguyen gegen Hollands Schachlegende Jan Timman. Die Jugend setzte sich hier ebenfalls mit einem überzeugenden 7:3 durch. OffizielleSeite

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Anna Muzychuk Zweite vor Kateryna Lagno

Anna Muzychuk hat sich nach einem miserablen Start ins Kandidatinnenturnier mit toller Moral ins Turnier reingekämpft und erstaunlicherweise noch den zweiten Platz mit 8 Punkten aus 14 Runden erreicht. Annas Schwester konnte nach einem ebenfalls sehr schlechten Turnierstart immerhin noch 6,5 Punkte erreichen und gestern brachte sie sogar der klaren Turniersiegerin Aleksandra Goryachina die einzige Niederlage im Turnier bei. Sehr wechselhafte Turnierphasen hatte Tan Zhongyi. Ihr gelang gestern noch ein abschließender Sieg (damit 7 Punkte und Platz 4) gegen Valentina Gunina, die mit 5,5 Punkten insgesamgt enttäuschte. Den dritten Platz belegte Kateryna Lagno mit 7 Punkten. chess24

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Alberto David gewinnt Echternacher Open

Der italienische Großmeister Alberto David hat das jedes Jahr hervorragend besetzte Schnellschach-Open in Echternach/Luxemburg gewonnen. Er siegte hauchdünn nach Wertung mit 7,5 Punkten vor sechs punktgleichen Spielern. Den zweiten Platz belegte der Franzose GM Sebastien Felle vor dem besten Deutschen, nämlich IM Christopher Noe. Ebenfalls 7,5 Punkte erreichte der deutsche Großmeister Felix Levin. OffizielleSeite

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Artemiev siegt vor Jakovenko

In einem spannenden und hart umkämpften Karpov-Poikovsky Turnier zu Ehren des Ex-Weltmeisters in der russischen Stadt Poikovsky in Westsibirien gewann knapp auf der Zielgeraden Vladislav Artemiev durch einen faszinierenden Schlussrundensieg über Vladimir Fedoseev mit 5,5 Punkten vor dem lange führenden Dmirty Jakovenko, der ebenfalls 5,5 Punkte erreichte. In dem hervorragend besetzten Einladungsturnier machte Sasikiran Krishnan 50% mit 4,5 Punkten, aber das reichte in diesem ausgeglichenen Turnier schon zum dritten Platz. Mit dem letzten Platz bei 3 errichten Punkten musste der starke Weissrusse Vladislav Kovalev mit Elo 2661 vorlieb nehmen. chess24

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Luis Engel und Lara Schulze souverän Dt. Jugendmeister

Der Hamburger IM Luis Engel ist eines der größten Talente im deutschen Schachsport. Stetig steigerte er in den letzten Jahren seine Elozahl und lag vor der deutschen Jugendmeisterschaft in Willingen bei beeindruckenden 2512. Er scheute die Herausforderung nicht als klarer Favorit anzutreten, weil er wie in einem Interview erwähnt, die schöne Atmosphäre der Jugendmeisterschaften schätzt. Eine tolle und sympathische Einstellung! Manch einer hätte eventuell vor einem möglichen Eloverlust gekniffen. Engel hat bewiesen, dass man als Elofavorit sogar Elo gewinnen kann, wenn man souverän auftritt und 7,5 Punkte aus 9 Runden macht. Solche Meister braucht das Land! Den zweiten Platz in der Königsklasse der Jugend erreichte IM Valentin Buckels (SV Mülheim Nord) mit 6,5 Punkten vor IM Ashot Parvanyan (SK Norderstedt). Bei den jungen Damen U18 konnte sich ebenso souverän WFM Lara Schulze (SK Lehrte) mit 7,5 Punkten vor WFM Antonia Ziegenfuss mit 6,5 und Ha Tanh Nguyen (Medizin Erfurt) mit 6 Punkten. Die übrigen Ergebnisse kann man auf der informativen Seite der Deutschen Schachjugend abrufen. OffizielleSeite

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Le und Saduakassova Asienmeister

Die Nummer Eins Vietnams Le Quang Liem hat nach einer tollen positionellen Leistung in einem Spanier den Turniersieg an sich gerissen. Er bezwang den bisherigen Tabellenführer GM Sethuraman aus Indien und kam als Einziger auf 7 Punkte. Der Inder musste mit Rang drei vorlieb nehmen. Den zweiten Platz verdiente sich dessen Landsmann Karthikeyan Murali, der in einer hochtaktischen Partie gegen den Iraner Maghsoodloo gewann. Elofavorit Vidit Santhosh Gujrathi kam auf Platz 8 mit 6 Punkten. Bei den Damen war es ebenso spannend. Am Ende setzte sich die Kasachin und Elofavoritin Dinara Saduakassova mit 7,5 Punkten durch. Dahinter platzierte sich Irine Kharisma Sukandar aus Indonesien mit 7 Punkten vor Turmunkh Munkhzul aus der Mongolei mit 6 Punkten. chess24

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Asienmeisterschaft: Spannendes Rennen um den Titel

Bei der Asienmeisterschaft in Xingthai hat sich einiges getan. Der Tabellenführer nach 6 Runden Karthikeyan Murali hat zwei Niederlagen kassiert gegen Sethuraman und gegen Jumabayev. Tabellenführer ist der nun stark auftrumpfende indische Großmeister Sethuraman, der auch seinen Landsmann Gupta Abhijeet bezwingen konnte. Er führt mit 6,5 Punkten, muss jedoch in der Schlussrunde mit Schwarz gegen Le Quang Liem (6) aus Vietnam antreten. Jumabayev (6) spielt an Brett 2 gegen Narayanan (ebenfalls 6 Punkte). chess-results

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Goryachkina ist am Ziel

Aleksandra Goryachkina hat es geschafft und ist zwei Runden vor Schluss bereits Siegerin des Kandidatinnenturniers. Damit ist sie WM-Herausforderin der amtierenden Chinesin Ju Wenjun. Heute genügte der Russin ein Remis gegen Tan Zhongyi. Zunächst stand Goryachkin in der turbulenten Partie sehr bedenklich, am Ende jedoch auf Gewinn, doch sie begnügte sich mit dem nötigen Remis zum Turniersieg durch Zugwiederholung. Goryachkina hatte profitiert von der Niederlage der bisherigen Zweitplatzierten Kateryna Lagno gegen Anna Muzychuk, die nun selbst an zweiter Stelle liegt. Eine weitere krachende Niederlage kassierte die Tabellenletzte Alexandra Kosteniuk gegen Nana Dzagnidze. Ihren zweiten Sieg in Folge erzielte Valentina Gunina mit Schwarz gegen Mariya Muzychuk. chess24

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Carlsen siegt mit Abschlussniederlage

Weltmeister Magnus Carlsen ist überlegener Triumphator des Norway Chess Turniers. Mit 13,5 Punkten siegte er nach dem gegenwärtigen Modus mit Armageddonpartien überlegen mit 3 Punkten Vorsprung. Heute spielte er gegen seinen Herausforderer bei der letzten WM Fabiano Caruana. Nach einem Remis in der Turnierpartie verlor er ausgerechnet in der allerletzten Partie im Armageddon gegen den US-Amerikaner, was die Freude leicht getrübt haben dürfte. In einem Rossolimo-Sizilianer wich Carlsen von seiner sehr häufig gespielten Variante mit 3...g6 ab und spielte diesmal  3...Sf6. Die Stellung spielte Caruana besser in der Kürze der Zeit und gewann verdient im Endspiel. In den Turnierpartien gab es heute nur einen Sieg und zwar von Yu gegen Mamedyarov. Yu hat damit einen verdienten zweiten Platz eingefahren mit 10,5 Punkten vor dem punktgleichen Levon Aronian, der sich im Armageddon mit einem Schwarzremis gegen Anand durchsetzen konnte. Das gleiche gelang Alexander Grischuk gegen Ding Liren, konnte aber die rote Laterne nicht mehr abgeben und blieb punktgleich hinter Mamedyarov mit nur 5,5 Punkten. Mit Weiß im Armageddon siegte Wesley So gegen Vachier-Lagrave, von dem man mehr erwartet hatte nach seiner überragenden Leistung im Blitzturnier zum Auftakt des Events. OffizielleSeite

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Carlsen schlägt Yu

Endlich hat Magnus Carlsen seine zweite Turnierpartie gewonnen und kam einem Armageddon zuvor. Er schlug Yu in einem aggressiven Abspiel des Slawen mit Bauernopfer. Schade, dass Yu nicht die kritische Varianten mit 8...cb2: spielte. Es wäre interessant gewesen zu sehen, was Carlsen hierzu mit Weiß vorbereitet hatte. Nach Yus Fortsetzung hatte Carlsen hingegen bequemen Vorteil, den er souverän ausbaute und gewann. Für die zweite entschiedene Turnierpartie sorgte Fabiano Caruana, der Levon Aronian in einem Engländer bezwang. Im Armageddon konnte sich Anand mit einem Schwarzsieg über Grischuk durchsetzen und Vachier-Lagrave mit Weiß gegen Ding Liren. Das Schwarzremis brachte die Entscheidung für Wesley So gegen Shakhriyar Mamedyarov. Carlsen führt hausoch bei diesem Modus mit 13 Punkten vor Aronian 9 und Yu mit 8,5 Punkten. OffizielleSeite

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Vorsprung unverändert

Es ist wohl eine Vorentscheidung gefallen in Runde 11 des Kandidatinnenturniers in Kasan. Aleksandra Goryachkina hat bei noch drei austehenden Runden ihren großen Vorsprung von 2,5 Punkten gehalten. Es genügte ihr dabei ein lockeres Remis, bei dem sie immer leichten Vorteil hatte gegen Anna Muzychuk. Die Zweitplatzierte Kateryna Lagno holte gegen den Sweshnikov-Sizilianer von Mariya Muzychuk auch nicht mehr als Remis heraus. Einen verdienten Sieg erzielte die Chinesin Tan Zhongyi gegen die Ex-Weltmeisterin Alexandra Kosteniuk, die auch in dieser Partie viel zu unachtsam spielte. Einen etwas glücklichen Sieg verbuchte Valentina Gunina gegen Nana Dzagnidze in der längsten Partie des Tages. chess24

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Verkehrte Welt in Stavanger - Ding Vierter statt Erster

Ding Liren ist "eigentlich" Tabellenführer beim Norway Chess Turnier, wenn man nach den normalen Maßstäben des Turnierschachs messen würde, denn nach seinem Weißsieg in einer spektakulären Partie gegen Mamedyarov steht der Chinese ungeschlagen bei zwei Siegen. Eigentlich eben, denn Carlsen liegt nach dem diesjährigen Norway Chess-Modus deutlich vorne. Der norwegische Weltmeister hat erst eine Turnierpartie gewonnen, zeigt sich jedoch als wahrer Armageddon-König, denn alle seine sechs Armageddon-Partien spielte er mit Schwarz entweder mindestens Remis oder gewann mit Weiß. So auch gestern in Runde 7. Er setzte sich bei zwei Remis gegen Wesley So durch das Schwarzremis im Armageddon durch wie auch Aronian gegen Yu. Carlsen nutzt also den auf ihn zugeschnittenen Modus - nur gut, dass Carlsen nicht nur in Norwegen Turniere spielt. Es bleibt zu hoffen, dass dieser Modus nicht um sich greift. Ihre Armageddon-Weißpartien gewannen Caruana gegen Anand und Vachier-Lagrave gegen Grischuk. Carlsen führt mit 11 Punkten vor Aronian 9 und Yu mit 8,5 Punkten. Ding folgt mit 7,5 Punkten. OffizielleSeite

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Erstellt: Donnerstag, 13. Juni 2019