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Tolle Runde 10

Die Schachfans sahen heute eine außergewöhnliche Runde mit tollen Kampfpartien. Allen voran das Spitzenspiel zwischen Magnus Carlsen und seinem Weltmeister-Vorgänger Viswanathan Anand war ein großer Kampf in einem Spanier. Anand verteidigte sich nicht sehr gut in einem Endspiel das leicht besser für Carlsen war. Er versäumte einige remisträchtige Möglichkeiten und Carlsen gewann in typischer Manier mit seiner großen Klasse im Endspiel. Damit führt der Weltmeister mit 7 Punkten das Feld an. Eine hervorragende Partie spielte auch Anish Giri gegen Vladimir Fedoseev in einem geschlossenen Sizilianer. Der Niederländer, der mit einer schlimmen Niederlage ins Turnier gestartet war, ist so richtig in Fahrt gekommen und liegt mit 6,5 Punkten hinter dem Weltmeister. Eine überraschende Niederlage bezog Ian Nepomniachtchi gegen Jorden van Foreest zur großen Freude der holländischen Schachfans. Der junge Holländer spielte eine tolle Partie und gewann verdient in einem Najdorf-Sizilianer. Seine eindeutig beste Partie in diesem Turnier spielte der Inder Vidit Santosh Gujrathi gegen Vladimir Kramnik. Eine beeindruckende Angriffspartie mit starkem Zentrum in einer Nimzoindischen Verteidigung. Eine spannende Partie war auch Duda-Rapport. Die beiden jungen Wilden lieferten sich ein spannendes Duell. Duda verrechnete sich in einer komplizierten Stellung. Der Taktiker Rapport ließ sich diese Chance zu seinem ersten Partiegewinn nicht entgehen. OffizielleSeite

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Gibraltar Chess Festival

Eines der stärksten Open der Welt hat begonnen - das Gibraltar Chess Festival. Zahlreiche Weltklassespieler sind angereist um das gut dotierte Turnier zu gewinnen. Elofavoriten sind Maxim Vachier-Lagrave, Levon Aronian, Wesley So, Yu Yangyi und  Seriensieger Hikaru Nakamura. Letzterer musste heute bereits in Runde 1 ein Remis hinnehmen gegen den kroatischen FM Vaso Blesic. Auch Yu kam nicht über ein Remis hinaus gegen IM Ariel Erenberg aus Israel. Die stärksten deutschen Teilnehmer sind Alexander Donchenko und Rasmus Svane, die in Runde 1 siegreich blieben. Svane bezwang Filiz Osmanodja im innerdeutschen Duell. OffizielleSeite

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Keymer weiterhin stark und solide

Der 14-jährige Vincent Keymer schlägt sich nach wie vor sehr achtbar beim Challengerturnier in Wijk aan Zee. Heute spielte er erneut "erwachsen" und hielt dem immens erfahrenen Evgeny Bareev stand. Er steht bei 4,5 Punkten nach den neun Runden. Elisabeth Pähtz kassierte hingegen ihre dritte Niederlage in Folge bei diesem harten Turnier und hat nun 2,5 Punkte. Sie verlor gegen Benjamin Gledura. Einen verdienten ersten Partiegewinn feierte der Tabellenletzte Stefan Kuipers gegen Lucas van Foreest. Sehr glücklich kam Parham Maghsoodloo zu einem Sieg über Dinara Saduakassova, die ihren klaren Vorteil zum Verlust verdarb. Die übrigen Partien endten mit Remis. Es führt nach wie vor Chigaev mit einem halben Zähler Vorsprung. OffizielleSeite

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Radjabovs Endspielkatastrophe

Es war eine interessante Runde in der vor allem drei Partien herausstechen. Den ersten Tagessieg gab es in der Partie Nepomniachtchi gegen Vidit. In einer recht harmlosen Variante mit frühem Damentausch in der russischen Verteidigung deutete zunächst einiges auf Remis hin. Nach einem schwachen Zug des Inders kam er jedoch trotz ungleichfarbener Läufer in Schwierigkeiten und der findige Russe ließ sich diese Chance nicht entgehen und feierte seinen dritten Sieg in diesem Turnier. Während der Runde konnte man annehmen, dass Ding Liren ebenfalls einen weiteren Sieg feiern würde, denn er hatte Vladimir Kramnik in einem Colle-Zuckertort-System mit den schwarzen Steinen überspielt. In der Gewinnstellung mit Mehrbauern unterlief dem Chinesen jedoch ein folgenschwerer Fehler, der den gesamten Vorteil wegwarf - Remis. Völlig unerwartet endete die Partie Radjabov-Fedoseev. Der Aserbaidschaner hatte fast über die ganze Partie hinweg leichten Vorteil. Das dann entstande Turmendspiel war jedoch völlig ausgeglichen und man fragte sich warum sie nicht Remis gegen. Unverdrossen wurde auf beiden Seiten versucht den Gegner zu "testen". Tatsächlich unterlief Radjabov ein katastrophaler Fehler im Endspiel und Fedoseev kam zu seinem zweiten Sieg in Folge. Eine außergewöhnliche Partie war Giri-van Foreest. In einer englischen Eröffnung gab Giri schon im 17.Zug die Dame für Turm, Springer und Bauer. Sein Landsmann gab die Dame alsbald zurück, doch Giri blieb mit einem Mehrbauern. Erstaunlicherweise bot er trotz Mehrbauer im Endspiel Remis an, was van Foreest glücklich annahm. Die übrigen Partien endeten nach ausgeglichenen Kämpfen mit Remis. OffizielleSeite

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Chennai Open

Bei indischen Turnieren ist enorme Härte vonnöten, weil unzählige hungrige Spieler warten und diese hat insbesondere der russische GM Maxim Lugovskoy bisher beim Chennai Open unter Beweis gestellt. Er bezwang alle sechs indischen Gegner und führt mit weißer Weste. Dabei ist der Russe mit Elo 2445 nur Nummer 20 der Setzliste. Elofavorit ist sein Landsmann Alexandr Predke mit Elo 2620. Hinter ihm mit je 5,5 Punkten liegen der Georgier GM Luka Paichadze und Alexej Aleksandrov aus Weißrussland. OffizielleSeite

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GM Postny siegt beim Prag Open

Der israelische Großmeister Evgeny Postny hat das Prag Open als klarer Turnierfavorit mit 8 Punkten für sich entschieden. Den zweiten Platz belegte der Georgier FM Nikolozi Karachava mit 7 Punkten vor dem punktgleichen Georgier IM Artur Frolov. Bester deutscher Spieler wurde IM Sebastian Plischki (SK Rinteln) auf Rang 6 mit ebenfalls 7 Punkten, der auch für einen Prager Verein aktiv ist. chess-results

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Chigaev vorne

Der 22-jährige Russe Maksim Chigaev ist auf einem guten Wege den begehrten Aufstieg in die Elite-Gruppe in Wijk aan Zee zu schaffen. In Runde 8 bezwang er den Tabellenletzten Stefan Kuipers, der sich schon in der Eröffnung einen krassen Fehler leistete. In einer nicht fehlerfreien Partie konnte sich Vincent Keymer gegen die Kasachin Saduakassova. Er steht nun bei 50 Prozent der Punkte, was sich in diesem Feld sehen lassen kann. Eine völlig unnötige Niederlage kassierte Elisabeth Pähtz aus einer remisträchtigen Stellung heraus gegen Lucas van Foreest. Mit 2,5 aus 8 wird sie nicht zufrieden sein. Weitere Siege erzielten Erwin L'Ami gegen Evgeny Bareev und der junge Andrey Esipenko blieb an der Spitze dran nach dem Sieg gegen Praggnanandhaa. Es führt Chigaev mit 6 Punkten einen halben Zähler vor Esipenko und Kovalev. OffizielleSeite

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Carlsen und Anand gewinnen erneut

Mit einem schönen Partiegewinn über den Taktiker Richard Rapport der dem Weltmeister schon mal in Wijk eine empfindliche Niederlage beigebracht hatte, hat Magnus Carlsen nach diesem dritten Sieg in Folge die Tabellenspitze erobert. Es war ein Sieg aus der Eröffnung heraus in einem Sizilianer. Vermutlich eine wohl präparierte Variante. Der Senior des Turniers Viswanathan Anand hat einmal mehr gezeigt, dass er noch lange nicht müde ist ganz vorne mitzuspielen. In einem Vorstoß-Caro-Kann gegen Shakhriyar Mamedyarov holte er zwar nichts aus der Eröffnung heraus, doch ein unachtsamer 19. Zug des Aserbaidschaners brachte den Inder auf die Siegerstraße. Seine Umsetzung des Vorteils beeindruckte. Endlich seinen ersten Sieg erreichte Vladimir Fedoseev in seiner Partie gegen Sam Shankland. Er siegte hochverdient nach einer überzeugenden Strategie. Einmal mehr Opfer seiner unsoliden Spielweise wurde Ex-Weltmeister Vladimir Kramnik. Jan-Krzsysztof Duda spielte zwar nicht die allerstärksten Fortsetzungen, aber Kramnik verteidigte sich auch noch sehr schlecht und ging chancenlos unter. Die übrigen Partien endeten Remis. Carlsen und Anand führen mit je 5,5 Punkten. Wer hätte das nach 4 Runden gedacht? OffizielleSeite

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Tata Steel Challenger: Vier Weißsiege

In der Challengergruppe in Wijk aan Zee gab es heute vier Weißsiege. Leider waren Vincent Keymer und Elisabeth Pähtz Leitragende in zwei dieser Partien. Keymer verlor klar gegen den stark auftretenden Ungarn Benjamin Gledura. Elisabeth Pähtz verlor gegen Co-Leader Maksim Chigaev, der einen tollen Eindruck hinterläßt. Einen wichtigen Sieg erreichte Andrey Esipenko gegen Elofavorit Anton Korobov und das in überzeugender Manier. Auch Praggnanandhaa konnte sich nach nur 23 Zügen gegen den Tabellenletzten Stefan Kuipers durchsetzen. Die übrigen Partien endeten mit Remis. Saduakassova versäumte es gegen L'Ami ihren ersten Sieg einzufahren. Vorteile gab es auch für Lucas van Foreest gegen Maghsoodloo und Bareev gegen Kovalev, aber es reichte nicht zum Partiegewinn. OffizielleSeite

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Anand Sieger im Weltmeister-Duell

Viswanathan hat in einer interessanten Schlacht gegen Vladimir Kramnik die Oberhand behalten. Kramnik spielt seit mindestens einem Jahr viel riskanteres und unternehmungslustigeres Schach als zu seinen besten Zeiten. Nach eigenen Aussagen in Interviews macht ihm diese Art zu spielen mehr Spaß. Allerdings geht das nunmal gegen so abgebrühte Champions wie Anand schief. Das Resultat - Kramnik ist am Tabellenende des Top-Turniers mit nur 2 Punkten aus den 7 Runden. Anand steigt mit diesem Erfolg ins Führungsquartett auf. Eine tolle Angriffspartie mit Figurenopfer und damit seinen ersten Sieg schaffte Teimour Radjabov gegen Vidit Santosh Gujrathi. Etwas abseits der Theorie ging Sam Shankland zu Werke und handelte sich eine nichtgute Stellung damit ein. Doch Jorden van Foreest war zu wenig konsequent und nutzte die Gelegenheiten nicht. Ein unbedachter Königszug von ihm im 29.Zug brachte den US-Amerikaner auf die Siegerstraße. Auch für ihn war es der erste Partiegewinn in diesem Turnier. Weltmeister Carlsen hatte es mit Vladimir Fedoseev zu tun und wählte den Gründfeld-Inder. Fedoseev brachte ein frühes h4 und Carlsen hatte etwas Probleme damit. Er gab einen Bauern und kämpfte fortan ums Überleben. Das interessante Turmendspiel war gerade noch Remis für Carlsen. Fedoseev wartet weiterhin auf seinen ersten Sieg. Sehr gute Gelegenheiten seinen schon schönen Vorteil auszubauen versäumte Shakhriyar Mamedyarov gegen Richard Rapport - Remis. Giri und Ding spielten ebenfalls Remis in einer ausgeglichenen Partie wie auch Nepomniachtchi gegen Duda. OffizielleSeite

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Chinese dominiert Sevilla Open

Der in Europa nahezu unbekannte Internationale Meister Li Di aus China hat in beeindruckender Weise das Sevilla Open dominiert. Er ließ in 9 Runden nur ein einziges Remis zu. Hinter ihm platzierten sich die Favoriten Karen Grigoryan aus Armenien und Sergey Fedorchuk aus der Ukraine mit je 7,5 Punkten. OffizielleSeite

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Carlsen mit zweitem Sieg

Magnus Carlsen scheint nun in Fahrt zu kommen. Heute schlug der Weltmeister Shakriyar Mamedyarov in einem angenommenen Damengambit.Nach der Eröffnung war die Stellung ausgeglichen wie oft nach dem Damentausch in diesem System, doch Carlsen lavierte und wartete auf Fehler des Aserbaidschaners und es kam einer, der etwas Vorteil für Carlsen brachte. Mamedyarov steckte zwei Figuren für Turm und einen Bauern ins Geschäft, was die beste praktische Chance war und bei genauem Spiel hätte es vielleicht zum Remis gereicht, aber er fand in der Folge nicht die richtigen Züge und Carlsens Freibauern entschieden den Tag. Eine schwache Partie gab es in Jorden van Foreest gegen Vladimir Fedoseev. Zuerst stand Foreest sehr gut, verdarb seine Stellung wonach Fedoseev wohl auf Gewinn stand. Der wiederrum misshandelte die Stellung seinerseits dann zum Verlust. Fedoseev steht nun wie van Foreest bei 2 Punkten. Etwas enttäuscht auch Jan-Krzysztof Duda, der sich schon in der Eröffnung in eine sehr schlechte Stellung mit Weiß hineinmanövrierte. Ein Spieler wie Anish Giri läßt sich so eine Chance nicht entgehen und er gewann sicher. Die restlichen Partien endeten mit teils enttäuschenden und schnellen Remis. Eine verrückte Remispartie lieferten sich allerdings Rapport und Kramnik. Beide standen mal auf Gewinn in dieser Partie, aber wie durch ein Wunder stand am Ende die Punkteteilung fest. Nepomniachtchi, Ding, Carlsen und Giri führen mit je 4 Punkten. OffizielleSeite

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Kovalev mit alleiniger Führung

Die Nummer Eins Weißrusslands Vladislav Kovalev hat durch einen feinen positionellen Partiegewinn über die Kasachin Dinara Saduakassova die Führung in der Challengergruppe übernommen. Er führt nun mit 4,5 Punkten aus 6 Runden. Auf dem zweiten Platz gemeinsam mit Anton Korobov befindet sich jetzt Maksim Chigaev, der etwas glücklich den Iraner Maghsoodloo schlug. Dieser verdarb seine gute Stellung durch schlechte Züge im Mittelspiel. Den dritten Tagessieg erzielte Benjamin Gledura gegen Erwin L'Ami. Elisabeth Pähtz spielte ein sicheres Remis gegen Praggnanandhaa und Vincent Keymer spielte ebenfalls Remis gegen Lucas van Foreest. OffizielleSeite

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Delhi Open: Gukesh Dommaraju zweitjüngster Großmeister aller Zeiten

Ein weiteres Wunderkind aus Indien sorgt für Furore. Der 12-jährige Gukesh Dommaraju hat beim Delhi Open seine dritte Großmeisternorm erfüllt und ist mit 12 Jahren 7 Monaten und 17 Tagen der zweitjüngste Großmeister der Schachgeschichte. Nur Sergei Karjakin war mit 12 Jahren und exakt sieben Monaten 17 Tage schneller an seinem Ziel. Das stark besetzte Delhi Open gewann der Georgier GM Levan Pantsulaia mit 8 Punkten vor den punktgleichen Konkurrenten GM Masoud Mosadeghpour (Iran) und GM Kirill Stupak. Gukesh verlor in der Schlussrunde gegen GM Gupta, aber da hatte er seine GM-Norm schon in der Tasche. youtube

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Starke Leistungen von Pähtz und Keymer

Die deutschen Teilnehmer in der Challengergruppe haben heute zwar keinen Partiegewinn feiern können, aber ihre Leistungen mit Schwarz gegen starke Konkurrenten konnten sich sehen lassen. Keymer spielte ein souveränes Remis gegen Chigaev und Pähtz hätte sogar im 26.Zug eine vielversprechende Fortsetzung gegen Esipenko gehabt, die wohl beide nicht gesehen haben. Es gab drei Schwarzsiege. Die elostarken Großmeister Anton Korobov und Vladislav Kovalev konnten sich gegen Stefan Kuipers bzw. gegen Benjamin Gledura durchsetzen. Auch Evgeny Bareev siegte gegen die Kasachin Dinara Saduakassova. Korobov und Kovalev führen mit je 3,5 Punkten. OffizielleSeite

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Siege für Ding und Carlsen

Magnus Carlsen hat seinen ersten Sieg beim diesjährigen Turnier in Wijk aan Zee errungen. Allerdings mit tatkräftiger Mithilfe seines jungen holländischen Konkurrenten, der sich auf die Sweshnikov-Variante des Weltmeisters einließ, auf die Carlsen natürlich bestens aufgrund des WM-Kampfes vorbereitet war. Carlsen bot ein Bauernopfer auf h5 an mit Kompensation für ihn. Es bleibt das Geheimnis des jungen Holländers warum er dieses nicht annahm und stattdessen einen schwachen Zug wählte wonach Carlsen die Initiative übernehmen konnte. Auch Sam Shankland erwischte nicht seinen besten Tag. Ding Liren kam in einem Spanier besser aus der Eröffnung und spielte danach bärenstark und ließ dem Amerikaner keine Chance mehr. Einen deutlichen Vorteil aus der Eröffnung heraus erspielte sich Teimour Radjabov gegen den polnischen GM Duda, doch Radjabov begnügte sich in der immer noch vorteilhaften Schlussstellung überraschenderweise mit Remis. Offensichtlich erlag er einer Fehleinschätzung der Stellung. Auch Viswanathan Anand hätte wohl mehr probieren können in seiner Schwarzpartie gegen Anish Giri, doch auch er begnügte sich schon nach 22 Zügen trotz wesentlich bequemerer Stellung mit Remis. Die übrigen Partien verliefen völlig ausgeglichen. Nepomniachtchi und Ding Liren führen mit 3,5 Punkten. OffizielleSeite

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Zähes Ringen

Auch die Challengergruppe in Wijk aan Zee ist sehr ausgeglichen trotz teils großer Elounterschiede. Im Fokus stand heute das Aufeinandertreffen der beiden Supertalente Vincent Keymer und Praggnanandhaa. Am Ende gab es ein leistungsgerechtes Remis nach 37 Zügen. Keymer liegt mit zwei Punkten einen halben Zähler vor dem Inder. Den einzigen Tagessieg schaffte Vladislav Kovalev gegen Lucas van Foreest und zwar wieder in der scheinbar harmlosen Variante im Spanier, die schon Ian Nepomniachtchi gegen Kramnik zum Sieg geführt hat. Etwas mehr aus seiner Stellung hätte wohl Esipenko gegen Maghsoodloo machen können. Der junge Russe begnügte sich aber mit dem Remis. Es führen sechs Spieler mit je 2,5 Punkten. OffizielleSeite

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Kampfremis zwischen Weltmeistern

Mit Spannung hat man heute die Partie zwischen dem amtierenden Weltmeister Magnus Carlsen und Ex-Weltmeister Vladimir Kramnik erwartet. Seit einiger Zeit spielt Kramnik nicht mehr oder nur noch selten das gediegene positionelle Schach, das ihn jahrelang ausgezeichnet hat. Er liebt es nun mehr Risiko einzugehen im Sinne interessanter reizvoller Partien. Carlsen hingegen will natürlich wieder einmal gewinnen. Nach 12 Remispartien beim WM-Kampf gegen Caruana sollte es auch diesmal nicht gelingen einen Sieg einzufahren. Dennoch wurde gekämpft bis nichts mehr ging in einer seltenen Variante im Spanier. Carlsen eroberte zwar im Endspiel einen Bauern, aber der aktivere König sicherte letztlich das Remis für Kramnik. Es gab zwei Partiegewinne am heutigen Tag. Anish Giri ist nun in Fahrt gekommen nach seiner schmerzlichen Auftaktniederlage. Heute schlug er Richard Rapport mit den schwarzen Steinen. Einen Weißsieg errang auch Vidit Santosh Gujrathi gegen Jorden van Foreest. In den ǘbrigen Partien tat sich nicht allzu viel. Nepomniachtchi führt mit 3 Punkten. OffizielleSeite

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Keymer unterliegt - Pähtz mit starkem Remis

Eine starke Kampfpartie mit einem verdienten Sieger Esipenko sahen die Schachfans in dessen Partie gegen Vincent Keymer. Der russische  Jungstar war bestens vorbereitet in einem Najdorf-Sizilianer und konnte seinen Vorteil in überzeugender Weise zum Gewinn ausbauen. Elisabeth Pähtz kam sehr gut aus der Eröffnung gegen den Turnierfavoriten Korobov. Sie hätte wohl auch in der Schlussstellung auf Gewinn spielen können, aber sie akzeptierte das Remisangebot ihres starken Konkurrenten. Lucas van Foreest konnte sich im Duell der Generationen gegen Evgeny Bareev durchsetzen. Es war eine brillante Angriffsführung des jungen Niederländers. Nach dieser Partie wird die Abtauschvariante im Caro-Kann weiterhin als interessante Waffe gegen diese solide Verteidigung gelten. Parham Maghsoodloo ist nach seinem heutigen Partiegewinn gegen den Tabellenletzten Stefan Kuipers einer von sechs Spielern die 2 Punkte auf der Habenseite verzeichnen können. Eine interessante Partie lieferten sich Praggnanandhaa und L'Ami, in der der junge Inder mutig eine Figur ins Geschäft steckte. Beide spielten umsichtig und am Ende war es Remis nach einem harten Kampf. OffizielleSeite

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Nepomniachtchi übernimmt Führung

Der russische Großmeister Ian Nepomniachtchi hat einen hervorragenden Start beim Weltklasseturnier in Wijk aan Zee hingelegt. Heute schaffte er den ersten Weißsieg im gesamten Turnier. In einer eigentlich als harmlos geltenden Variante im Spanier spielte er hervorragend und ließ Ex-Weltmeister Kramnik keine Chance, der nun seinerseits am Tabellenende liegt. Eine "Riesenpartie" gelang auch dem chinesischen Spitzenmann Ding Liren, der mit Schwarz enorm aggressiv zu Werke ging in einem Italiener gegen den Niederländer Van Foreest. Am Ende setzte er sich in einem gleichfarbenen Läuferendspiel durch. Nicht minder beeindruckend war der Vortrag des jungen polnischen Großmeisters Duda, der ebenfalls mit Schwarz gegen Fedoseev siegte. Der Russe gab im 36.Zug auf, da ein Matt in wenigen Zügen nicht mehr zu vermeiden war. Weltmeister Carlsen bleibt weiterhin sieglos. In einem spannenden Duell konnte er sein Turmendspiel mit Mehrbauern nicht zum Siege führen gegen den Inder Vidit. Die übrigen Partien endeten mit interessanten Remis. Es führt Nepomniachtchi mit 2,5 vor Ding und Anand mit je 2 Punkten. OffizielleSeite

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Black is beautiful

Beim Masters in Wijk aan Zee gab es in den ersten beiden Runden keinen einzigen Weißsieg, aber vier Schwarzsiege. Vladimir war wie so oft in den letzten Jahren zu Kaffeehaus-Schach aufgelegt. Er kam zwar gut aus der Eröffnung, war aber dann zu sehr auf Krawall gebürstet, stieß jedoch auf Beton. Der heute fitte und kühle Rechner Anish Giri ließ Kramnik nach dessen ungenauen Zügen keine Chance. Einen überraschenden Ausgang nahm die Begegnung Jan-Krszysztof Duda gegen Jorden van Foreest. Der Pole war klar favorisiert, doch der junge Holländer bot eine hervorragende Leistung und gewann verdient. Weltmeister Carlsen war erneut in Opferlaune hinsichtlich Qualität, wohl aber aus der Not heraus gegen Ian Nepomniachtchi. Er hatte jedoch adäquate Kompensation und die Partie endete im Remis wie alle anderen Begegnungen. OffizielleSeite

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Keymer siegt

Vincent Keymer ist auf einem guten Weg beim Challengerturnier in Wijk aan Zee. Er schlug heute mit Weiß überzeugend den Niederländer Stefan Kuipers, der mit Elo 2470 am Tabellenende der Setzliste steht. Eine echte Bewährungsprobe warten morgen auf Keymer, wenn er mit den schwarzen Steinen gegen Esipenko antreten muss. Es gab nur noch einen weiteren Partiegewinn in Runde 2 und zwar ebenfalls mit deutscher Beteiligung, doch mit einem schlechten Ende. Parham Maghsoodloo schlug Elisabeth Pähtz. Auf die deutschen Nummer Eins der Damen warten morgen Elofavorit Anton Korobov. OffizielleSeite

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Damenbundesliga: HSK schlägt Baden-Baden

Mit einer tollen Energieleistung haben die Damen des Hamburger SK die favorisierten Spielerinnen aus Baden-Baden sensationell mit einem knappen 3,5:2,5 bezwungen. Die drei Siege erzielten Monika Socko gegen Anna Muzychuk, Sarasadat Khademalsharieh gegen Ex-Weltmeisterin Alexandra Kosteniuk und Filiz Osmanodja gegen Anna Zatonskih. Hamburg hat nun 11 Punkte nach 6 Runden und führt vor Schwäbisch Hall und Bad Königshofen, die je 10 Punkte aufweisen können. OffizielleSeite

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Tata Steel Challenger: Keymer entkommt ins Remis

Gleich zu Beginn des interessant besetzten Challengerturniers in Wijk aan Zee trafen Elisabeth Pähtz und Vincent Keymer aufeinander. In einem Najdorf-Sizilianer kam Elisabeth sehr gut aus der Eröffnung und überspielte Keymer und stand sehr gut. Ungenauigkeiten ließen Keymer aufatmen und ins Remis entwischen. Einen Rückschlag für seine Ambitionen musste der iranische Shootingstar Parham Maghsoodloo hinnehmen. Er traf auf den erfahrenen starken Ukrainer Anton Korobov, der bald die Initiative ergriff und den Vorteil gewinnbringend ausbaute und sogar im 38. Zug matt setzte. Ähnlich erging es Praggnanandhaa Rameshbabu, der gegen den immens erfahrenen einstigen Weltklassemann Evgeny Bareev, der nun für Kanada spielt. Bareev gewann nach 51 Zügen. Siege erreichten auch Erwin L'Ami gegen Stefan Kuipers und Maksim Chigaev gegen Dinara Saduakassova. OffizielleSeite

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Tata Steel Chess Masters: Zwei Schwarzsiege zum Auftakt

Ein spannender Auftakt beim Superturnier in Wijk aan Zee! Weltmeister Magnus Carlsen mit den schwarzen Steinen und Ding Liren lieferten sich eine spannende wechselhafte Partie. Carlsen machte stellungsgerecht ein interessantes Qualitätsopfer , ließ jedoch Ding dann im Mittelspiel ins Spiel kommen und stand etwas bedenklich. Ding fand nicht die stärkste Fortsetzung und die Partie wurde schließlich bald Remis. Eine für die Weltklasse katastrophale Leistung bot Anish Giri gegen Ian Nepomniachtchi. Bereits nach 17 Zügen stand er auf Verlust gegen die moderne Verteidigung des Russen und blieb in der Folge chancenlos. Kurzen Prozess machte Viswanathan Anand mit dem Underdog des Turniers Jorden van Foreest. Anand überspielte den jungen Holländer mühelos mit Schwarz in einem Abtausch-Caro-Kann. Deutlich auf Gewinn stand Teimour Radjabov gegen Vladimir Kramnik, aber der Ex-Weltmeister "überlebte" die Partie durch sehr ungenaues Spiel seines Konkurrenten - Remis. Die übrigen Partien endeten mit demselben Ergebnis. OffizielleSeite

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Erstellt: Samstag, 12. Januar 2019