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Baden-Baden vor Solingen und Hockenheim

Baden-Baden kam wie erwartet heute zu einem klaren Sieg über Turm Kiel mit 6:2. Eine Überraschung gab es durch Jonny Hector auf Seiten der Kieler, der Arkadij Naiditsch schlug. Solingen hatte etwas mehr Mühe mit Augsburg beim 5:3. Hofheim verlor mit 3:5 gegen Bremen und braucht definitiv noch zwei Siege um sich Rettungschancen zu bewahren. Hoffnung keimt bei Düsseldorf auf nach dem 4,5:3,5-Sieg über MSA Zugzwang, aber angesichts der starken Gegnerschaft in den letzten beiden Runden dürfte sich diese doch in Grenzen halten. Im Duell der Tabellennachbarn mit je 15 Punkten konnte sich Deizisau knapp mit 4,5:3,5 gegen den HSK durchsetzen. Am letzten Bundesligawochenende am 6. und 7. April wird es in Solingen zum Showdown der beiden Spitzenreiter geben. Baden-Baden und die Klingenstädter stehen einträchtig mit 22 Punkten an der Tabellenspitze wobei das Brettpunkteverhältnis eindeutig für Baden-Baden spricht. Lachender Dritter könnte bei einem 4:4 Hockenheim sein, das einen Zähler weniger sowohl an Mannschaftspunkten als auch Brettpunten gegenüber dem Titelverteidiger aufweist. 

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Xiong verliert - Caruana verpasst Sieg mehrfach

Der Tabellenführer bei der US-Meisterschaft Jeffery Xiong muss in Runde vier eine Niederlage gegen Ray Robson hinnehmen. Er riskierte zuviel und wurde dafür bestraft. Einen verblüffenden Verlauf nahm die Partie Caruana-Dominguez. Der Vizeweltmeister verpasste wohl ein Dutzend Gewinnzüge während der Partie und am Ende ließ er die gegnerische Möglichkeit eines Dauerschachs völlig außer acht als er haushoch auf Gewinn stand. Caruana muss sich erheblich steigern, wenn er den Titel gewinnen will. Allerdings ist das Feld nun wieder zusammengerückt und mit seinen vier Remis liegt er nur einen halben Zähler hinter den Führenden. Alle übrigen Partien endeten mit Remis. OffizielleSeite

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Schachbundesliga Runde 12

Die 12. Runde der Schachbundesliga wurde heute am offiziellen Spieltermin komplettiert mit den fünf noch ausstehenden Duellen. Vier Teams hatten die Runde aufgrund der stattfindenden Europameisterschaft vorgezogen. Meister Baden-Baden ließ gegen den HSK nichts anbrennen und siegte souverän mit 6:2. Der klare Schwarz-Sieg von Vachier-Lagrave an Brett 1 gegen Duda ebnete den Erfolg. Stark war der Auftritt von Luis Engel mit den schwarzen Steinen gegen Etienne Bacrot. Er stand sehr aussichtsreich und hätte vermutlich mehr herausholen können als das ohnehin beachtliche Remis. Einen beeindruckenden Kampf und einen 7,5:0,5-Kantersieg feierte Deizisau gegen Kiel wodurch man sich auf Rang 4 der Tabelle festsetzte. Solingen bliebt weiter ein starker Anwärter auf den Ttiel. Man bezwang die MSA Zugzwang mit 6:2, die nun bereits als erster Absteiger (neben Aachen) feststeht. Sehr schlecht bleibt es um Hofheim bestellt obwohl man den ersten Sieg einfahren konnte. Das 5:3 gegen Mülheim wird vermutlich nicht gegen den Abstieg helfen. Eine bittere 3,5:4,5-Niederlage gegen Augsburg läßt Düsseldorf auf einem der Abstiegsplätze zurück mit schon 3 Punkten zum rettenden Ufer, aber in Runde 13 kann man vielleicht die MSA schlagen und Hoffnung schöpfen. OffizielleSeite

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Xiong schlägt Titelverteidiger

Jeffery Xiong hat erneut seine Ambitionen bei der US-Meisterschaft unterstrichen und in einer wilden Schottischen Partie den Titelverteidiger Sam Shankland bezwungen. Es war ein faszinierender Kampf nach menschlichen Gesichtspunkten. Legt man die Computeranalysen zugrunde, war es keine gute Partie mit vielen Fehlern. Seinen ersten Sieg feierte Hikaru Nakamura nach englischer Eröffnung gegen Samuel Sevian. Den dritten Tagessieg errang Leinier Dominguez mit Schwarz gegen Ray Robson. Nicht richtig aus den Startlöchern kommt Fabiano Caruana. Auch diesmal kam er nicht über ein Remis hinaus gegen Awonder Liang. Xiong führt mit 2,5 Punkten vor So, Nakamura und Dominguez. Bei den Damen hat Jennifer Yu einen großen Sieg über die Turnierfavoritin Irina Krush gefeiert. Sie führt nun mit 3 Punkten einen halben Zähler vor Anna Zatonskih. OffizielleSeite

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Svane verpasst Sieg - bittere Niederlage

Eine unfassbar bittere Niederlage nach klarer Gewinnstellung musste Rasmus Svane gegen Kiril Alekseev hinnehmen. Der deutsche GM überspielte den Russen in einem Italiener, so dass sich dieser genötigt sah ein verzweifeltes Figurenopfer zu bringen. Es war nicht korrekt, aber die Stellung wurde komplizierter. Zunächst schien Svane alles im Griff zu haben, doch im 30. Zug machte er einen schwachen Zug, der ihm letztlich die Partie kostete. Statt Tabellenführung wird Svane nun um viele Plätze zurückgeworfen. Auch Niklas Huschenbeth gegen Mamedov und Alexander Donchenko gegen Grandelius mussten Niederlagen einstecken. Buhmann und Fridman spielten gegeneinander Remis. Siegreich waren Liviu-Dieter Nisipeanu, Dennis Wagner und Vincent Keymer. An der Spitze liegen neben Alekseenko noch Ferenc Berkes, Maxim Rodshtein und Kacper Piorun. OffizielleSeite

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Sevian und So schließen auf

Mitfavorit Wesley So hat seinen ersten Partiegewinn bei der diesjährigen US-Meisterschaft eingefahren. Dazu war allerdings erhebliche Mithilfe seines Gegners Timur Gareyev nötig, der ein Musterbeispiel dafür gab wie man ein ausgeglichenes Endspiel zum Verlust misshandelt. Man könnte vermuten, dass das Spielen vieler Blindsimultan-Partien, wofür Gareyev Spezialist ist, der Spielstärke schadet, denn Gareyev verlor in den letzten sechs Jahren 125 Elopunkte und ist in seinen Partien ein Schatten seiner selbst. Einen schönen Sieg feierte auch Samuel Sevian gegen Awonder Liang. Beide schlossen damit zum Führenden Jeffery Xiong auf. Mit einem blauen Auge davon kam Titelverteidiger Sam Shankland gegen Leinier Dominguez. Der aus Kuba stammende Großmeister verpasste zum rechten Zeitpunkt den bärenstarken Zug 20.g6. Er spielte g6 einen Zug später in einer weitaus schwächeren Version und musste sich mit Zugwiederholung begnügen. Nakamura und Vizeweltmeister Caruana kamen wieder nicht über Remis hinaus. OffizielleSeite

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Großmeistertrio und ein FM

Das Schachfestival in Bad Wörishofen steuert auf seine entscheidende Phase zu. Nach sieben Runden führen die drei erfahrenen Großmeister Leonid Milov, Ivan Farago und Oleg Romanishin gemeinsam mit dem deutschen FM Norbert Friedrich die Tabelle mit je 6 Punkten an. Einen halben Zähler dahinter lauern GM Alexandr Karpatchev und der titellose Jonas Hilwerda. OffizielleSeite

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Sizilianisch-Klatsche für Keymer

Nils Grandelius, der elostärkste Schwede, erwies sich noch als zu stark für Vincent Keymer. In einer sehr aggressiv geführten Partie opferte Grandelius genau zum richtigen Zeitpunkt einen Springer auf f5 um alle Schleusen gen König zu öffnen. Nach einem weiteren Qualitätsopfer war Keymers Stellung nicht mehr zu halten. An der Spitze gibt es nun keinen Spieler mehr mit weißer Weste. 19 Spieler, darunter auch Rasmus Svane, der Noel Studer aus der Schweiz überzeugend schlug, stehen an der Spitze mit je 3,5 Punkten. Es war ein sehr zufrieden stellender Tag für die deutsche Großmeisterriege. Jeweils Siege erzielten Fridman, Donchenko, Blübaum, Bindrich und Huschenbeth, die wie Rainer Buhman (remis) 3 Punkte aufweisen. Deutschlands Nummer Eins Liviu-Dieter Nisipeanu steht bei 2,5 Punkten, aber noch sind es lange 7 Runden, in denen man sich weit nach oben spielen kann. OffizielleSeite

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US-Meisterschaft

Saint Louis ist einmal mehr Austragungsort der US-Meisterschaften der Frauen und Männer. Die Meisterschaft der Herren dürfte die stärkste aller Zeiten sein, denn mit dem Kubaner Leinier Domninguez hatte sich ein weiterer Weltklassespieler dem US-Verband angeschlossen. In Runde 1 gab es nur eine entschiedene Partie, in der Jeffery Xiong den Paradiesvogel und Blindspielspezialisten Teimour Gareyev bezwingen konnte. Vizeweltmeister Fabiano Caruana kam gegen Samuel Sevian nicht über ein Remis hinaus und auch das Spitzenspiel zwischen Hikaru Nakamura und Wesley So endete nach unspektakulärem Verlauf im Remis. Titelverteidiger Sam Shankland spielte Remis gegen Ray Robson. OffizielleSeite

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Keymer weiter ungeschlagen

Vincent Keymer bleibt nach einem Remis nach nur 17 Zügen gegen Sergei Movsesian weiterhin auf Kurs GM-Norm. Der Armenier opferte früh einen Läufer um die Königsstellung von Keymer zu knacken. Am Ende blieb dem nur die Zugwiederholung um das Remis zu forcieren. Buhmann und Svane bleiben die besten Deutschen mit je 2,5 Punkten nach ihren heutigen Remispartien. An der Spitze stehen sieben Spieler mit weißer Weste und keiner davon ist auf der Setzliste unter den besten 10 zu finden. Elobester darunter ist Ivan Cheparinov und eloschwächster Lukas van Foreest, der zwei höher eingestufte Großmeister bezwingen konnte. Vladislav Artemiev ließ auch einen halben Punkt und zwar gegen den Armenier Samvel Ter-Sahakyan. Keymer bekommt in Runde vier Schwedens Nummer Eins Nils Grandelius, wieder mit den schwarzen Steinen. OffizielleSeite

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Führungsquintett

Fünf Runden sind mittlerweile beim Schachfestival in Bad Wörishofen absolviert und fünf Spieler haben sich an die Spitze mit je 4,5 Punkten gesetzt, darunter die beiden Großmeister Leonid Milov und Ivan Farago. Mit dabei auch die stark aufspielenden Deutschen FM Johannes Dorst, der titellose Michael Schäfer und FM Bernhard Phildius. OffizielleSeite

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Svane und Buhmann mit perfektem Start

Rasmus Svane und Rainer Buhmann haben bei der EM in Skopje einen sehr guten Start mit zwei Siegen hingelegt. Svane bezwang den türkischen GM Burak Firat in einem Katalanen und Rainer Buhmann gewann gegen IM Luka Draskovic aus Montenegro. Vincent Keymer lieferte sich ein interessantes Duell mit dem starken russischen Großmeister Igor Lysyj mit einer Punkteteilung am Ende. Er hat nun 1,5 Punkte wie auch Nisipeanu, Bindrich, Huschenbeth und Yankelevich. Niederlagen kassierten Dennis Wagner und Alexander Donchenko gegen eloschwächere Spieler. Auf der Jagd nach seiner dritten GM-Norm trifft Keymer in Runde 3 auf GM Sergei Movsesian aus Armenien.  OffizielleSeite

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Osmanodja schlägt Kiril Georgiev

In Runde 1 der Europameisterschaft gab es bereits einige Sensationen. So schlug Filiz Osmanodja den renommierten und einstigen Weltklasse-Großmeister Kiril Georgiev, früher Bulgarien - jetzt Mazedonien. Auch Eloriese Rauf Mamedov kassierte gleich eine Niederlage gegen den Litauer IM Paulius Pultinevenicius. Desweiteren verlor auch Pavel Eljanov mit Weiß gegen GM Goran Todorevic aus Serbien, der nur noch eine Elozahl von 2429 hat. Die deutschen Großmeister setzten sich fast alle durch. Nur Matthias Blübaum und Daniel Fridman mussten jeweils ein Remis hinnehmen. An Brett zwei und drei passierte das allerdings auch Evgeny Tomashevsky und Daniil Dubov. Turnierfavorit Vladislav Artemiev gewann mit den schwarzen Steinen. OffizielleSeite

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Greifswald schafft Pokalsensation

In DFB-Pokal kommt es manchmal, aber selten, auf dem grünen Rasen vor, dass eine Amateurtruppe gegen eine Topmannschaft gewinnt. Viel seltener passiert das im Mannschaftsschach. Genau das gelang dem Greifswalder SV in der deutschen Pokalmannschaftsmeisterschaft. Die vier Greifswalder schlugen die kroatische Großmeistertruppe des SK Kirchweyhe mit 2:2. Die Wertung sprach für Greifswald denn an Brett 1 setzte sich Wilko Stubbe gegen Ante Brkic durch. Ein Eloschnitt von 2193 hatte sich gegen 2554 durchgesetzt. Davor muss man definitiv den Hut ziehen! In der Endrunde stehen außerdem der SK Zehlendorf, Baden-Baden, das sich gegen die starken Teams SF Deizisau und SF Berlin durchsetzen konnte und Sfr. Bad Emstal/Wolfhagen, die mit zweimal 4:0 gegen SV Lingen und Post/Süd Regensburg überzeugen konnten. OffizielleSeite

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EM in Skopje mit vielen deutschen Spitzenspielern

Am 18.3. beginnt die Europameisterschaft der Männer in Skopje, Mazedoniens Hauptstadt. Die drei russischen Großmeister Vladislav Artemiev, Evgeny Tomashevsky und Daniil Dubov sind Elofavoriten und Titelverteidiger Ivan Saric aus Kroatien möchte alles daran setzen seinen Titel zu verteidigen. Eine ungewöhnlich große und spielstarke deutsche Delegation tritt die Reise nach Skopje an. Deutschlands Nummer Eins Liviu-Dieter Nisipeanu führt die Riege an und ist Nummer 14 der Setzliste. Vincent Keymer der bald beim Grenke Chess Classic gegen die ganz Großen des Weltschachs antreten wird, ist ebenfalls mit von der Partie und hofft auf die dritte und letzte Großmeisternorm. OffizielleSeite

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Stefansson gewinnt Prag Open

Der isländische Großmeister Hannes Stefansson ist Sieger des Opens, das im Rahmen des Prager Schachfestivals ebenfalls auf dem Programm stand. Er gewann mit 7,5 Punkten aus 9 Runden. Elofavorit GM Erik van den Doel landete nur auf Rang 8. Zweiter und Dritter wurden die beiden Ukrainer GM Alexander Zubov und GM Eldar Gasanov. Bester Deutscher wurde IM Sebastian Plischki mit 6 Punkten auf Rang 19. chess-results

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35. Schachfestival Bad Wörishofen

Bereits zum 35. Mal findet das traditionsreiche Open im Kurort Bad Wörishofen statt und auch in diesem Jahr ist es gut besetzt mit bekannten Meistern, die schon oft mitgemacht haben. Elofavorit ist in diesem Jahr GM Leonid Milov aus Nürnberg vor seinen GM-Kollegen Oleg Romanishin (Ukraine), Alexandr Karpatchev (Russland) und Ivan Farago (Ungarn). OffizielleSeite

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Vitiugov gewinnt Masters

Der russische GM Nikita Vitiugov hat verdient den Sieg beim Prague Chess Masters mit 5,5 Punkten und ohne Niederlage davongetragen. Auf Rang zwei bis fünf liegen vier Spieler punktgleich mit 5 Punkten. Den zweiten Platz erkämpfte sich schließlich noch der Inder Vidit Santosh Gujrathi durch einen leicht aussehenden Schwarzsieg in der Schlussrunde gegen David Navara. Dritter wurde der ebenfalls sehr solide agierende Radoslaw Wojtaszek, der wie der Turniersieger ohne Niederlage blieb. Den zweiten Tagessieg und damit ebenfalls 5 Punkte und schließlich Platz 5 holte der ehemalige Vize-Weltmeister Boris Gelfand aus Israel. chess24

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England erkämpft Silber

England hat durch einen 3,5:0,5-Sieg über Schweden den zweiten Platz hinter Weltmeister Russland erkämpft. Nach einem miserablen Start setzte China zu einem Endspurt an erreichte nach einem 2,5:1,5 über Kasachstan noch den dritten Platz. Die besten Spieler nach Eloperformance waren Vladislav Artemiev, Ian Nepomniachtchi und der junge Iraner Alireza Firouzja. Bei den Damen sicherte sich Russland den zweiten Platz hinter China durch ein 2:2 gegen den Drittplatzierten Georgien. Überragende Spielerinnen waren Lei Tingije, Tan Zhongyi und Aleksandra Goryachkina. OffizielleSeite

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Keine Sternstunde menschlicher Rechenkünste

Die Runde 8 des Masters beim Prager Schachfestival war fünf 5 Remis ergebnismäßig keine spektakuläre, doch sie zeigte vor allem in der unglaublichen Partie zwischen Richard Rapport und Sam Shankland wie schwer es selbst für Weltklassespieler ist, in komplizierten Stellungen genau zu rechnen. Beide verrechneten sich mehrfach auf verblüffende Weise und am Ende gab es ein Remis, denn einen Sieger hatte die Partie nicht verdient. Richard Rapport übertrieb im frühen Mittelspiel seine unseriösen Angriffsbemühungen ohne dass er dafür bestraft wurde. Dann gab Shankland sehenden Auges und unnötig die Dame und wäre eigentlich verloren gewesen, aber dann spielte Rapport wieder hanebüchen schlecht und sah die sich bietenden Möglichkeiten nicht. Die schlechteste Großmeisterpartie seit Jahren! Vitiugov führt mit 5 Punkten aus 8 Runden und spielt in der Schlussrunde gegen Rappport. chess24

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Guijarro gewinnt Challengerturnier

Es war eine merkwürdige letzte Runde, die von verpassten Chancen oder Turniermüdigkeit geprägt war. Sieger wurde David Anton Guijarro, der den jungen Inder in der Eröffnung total überspielt hatte und auf Gewinn stand, aber er entließ seinen Kontrahenten ins Remis nach sehr ungenauem Spiel. Deutlich besser stand auch Jan Krejci, der es gegen Ju Wenjun ebenfalls nicht schaffte den ganzen Punkt einzuheimsen. Sehenswert ist auch die Remispartie zwischen Michalik und Shirov, in der der Lette eine Figur in der Eröffnung opferte. Den einzigen Sieg des Tages schaffte der Russe Paravyan im Duell der Tabellenletzten. Er schlug den völlig außer Form spielenden Mateusz Bartel. Guijarro gewann mit 6 Punkten vor Krejci mit 5,5 und Ju Wenjun mit 5 Punkten. OffizielleSeite

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Turniersieger Wang Hao / Jüngster GM der Welt mit 2700-Performance

Der bärenstarke Openspezialist GM Wang Hao aus China hat eine weitere Trophäe gewonnen. Er siegte beim 9.HD-Bank Chess Tournament in Vietnams Metropole Ho Chi Minh City (ehemals Saigon) mit 7,5 Punkten aus 9 Runden. Einen halben Zähler hinter ihm landeten GM Wen Yang (China) und GM Stanislav Bogdanovich aus der Ukraine auf den Plätzen zwei und drei. Rang 4 mit einer großartigen Eloperformance von 2700 schaffte der aktuell jüngste Großmeister der Welt (zweitjüngster Spieler der Schachgeschichte hinter Karjakin) Gukesh Dommaraju mit ebenfalls 7 Punkten. In den Runden 8 und 9 schlug er die beiden Großmeister Anton Demchenko und Susanto Megaranto. chess-results

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Vitiugov erkämpft Führung

Im Masters des Prager Schachfestivals hat der starke Großmeister Nikita Vitiugov den Tabellenführer Jan-Krszystof Duda gestürzt. In einem Sizilianer gewann der Russe überzeugend und übernimmt damit die Tabellenführung mit 4,5 Punkten aus 7 Runden. Duda ist Zweiter gemeinsamt mit Radoslaw Wojtaszek, beide mit je 4 Punkten. Endlich seinen ersten Partiegewinn in einer sehr aggressiv geführten Schottischen Partie konnte Tschechiens Nummer Eins David Navara feiern. Sein Opfer war der Tabellenletzte, sein Landsmann Viktor Laznicka. chess24

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Guijarro vor dem Turniersieg

Im Challengerturnier des Schachfestivals in Prag steht der Spanier David Anton Guijarro mit 5,5 Punkten nach 8 Runden vor dem Turniersieg. In Runde 8 bezwang er den außer Form befindlichen Russen David Paravyan, der sein Trompowsky-System nicht im Sinne des Erfinders behandelte. Eine sehr überzeugende Partie spielte Ju Wenjun gegen Jiri Stocek, dem sie in einem Lb5+-Sizilianer keine Chance ließ. Sehr unkostant spielt Praggnanandhaa, der heute nicht gut spielte und gegen Peter Michalik verlor. Jan Krejci ist der einzige Verfolger mit 5 Punkten. OffizielleSeite

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Russland und China (Damen) vorzeitig Mannschaftsweltmeister

Eine Runde vor Schluss hat das russische Team bereits den Titel des Mannschaftsweltmeisters sicher. Selbst gewann man mit 3,5:0,5 gegen Schweden und die Verfolger patzten. Indien kam gegen die USA nicht über ein 2:2 hinaus und England verlor gegen China mit 1:3. Als Schwachpunkt erwies sich erneut Michael Adams, der in diesem Turnier bisher nur 2,5 Punkte aus 8 Partien sammeln konnte. Er verlor allerdings gegen keinen Geringeren als Ding Liren, Nummer Drei der Schachwelt. Russland hat uneinholbar 3 Punkte Vorsprung. Überragender Akteur bei den Russen ist Vladislav Artemiev mit 6,5 aus 8. Auch bei den Damen gibt es vorzeitig einen Weltmeister und das obwohl man ohne die amtierende Weltmeisterin Ju Wenjun und die Nummer 1 der Schachwelt Hou Yifan angetreten war. Letztere tritt ohnehin nur bei Einladungsturnieren oder Open an. Trotzdem gab man dem favorisierten Ream aus Russland das Nachsehen. Überragend mit nunmehr 3 Punkten Vorsprung holte sich das Team in der Besetzung Tan Zhongyi, Shen Yang, Huang Qian, Lei Tingije und Ding Yixing den Titel. Heute gewannen die Damen gegen die USA mit 3:1. OffizielleSeite

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Erstellt: Mittwoch, 13. März 2019