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Brasilianische Meisterschaft

Die brasilianische Meisterschaft in Natal wird im für nationale Meisterschaften ungewöhnlichen KO-Modus ausgetragen. Im Viertelfinale erwischte es sensationellerweise den bekannten Großmeister Alexandr Fier, der an FM Duarte Guimaraes Diogo scheiterte. Im Finale stehen nun GM Krikor Sevan Mekhitarian und IM Junio Brito Molina Roberto. chess-results

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Portugal Open in Lissabon

Vor zwei Tagen begann in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon das stark besetzte Portugal Open mit deutscher Beteiligung. Der junge IM Lev Yankelevich (SG Speyer-Schwegenheim) ist mit von der Partie. Elofavoriten sind die drei Großmeister mit einer Elozahl über 2600 -  Alexander Motylev (Russland), Eduardo Iturrizaga (Venezuela) und Eric Hansen aus Kanada. Alle vier genannten Spieler sind mit je 3 Siegen gestartet. chess-results

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Firouzja iranischer Champion

Wie erwartet ist GM Alireza Firouzja überlegen iranischer Landesmeister geworden mit 9 Punkten aus 11 Runden. Der einzige Spieler, der ihm einigermaßen nahe kam war GM Pouya Idani mit 7,5 Punkten. Überraschend Dritter wurde IM Mersad Khodashenas mit 6,5 Punkten. Ein schlechtes Turnier spielte die langjährige Nummer 1 des Landes GM Ehsan Ghaem Maghami, der nur 5 Punkte holte. chess24

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Baden-Baden souverän

Titelverteidiger Baden-Baden steht wieder an der Tabellenspitze nach einem souveränen 7:1 gegen Hofheim. Die beiden Remis für die Hofheimer erreichten GM Mathias Womacka gegen GM Etienne Bacrot und FM Patrick Burkart in klarer Gewinnstellung gegen GM Jan Gustafsson. Erholt nach der gestrigen bitteren Niederlage zeigte sich Hockenheim, das heute Turm Kiel klar mit 6,5:1,5 bezwang. Weiter dran bleibt Solingen, das Dresden keine Chance ließ beim 5,5:2,5. Im vorderen Mittelfeld bleibt Bremen nach einem 5,5:2,5 gegen Augsburg. Nicht mehr viele Chancen zu punkten wird MSA Zugzwang haben. Auch heute blieben die Münchner nach einem 3:5 gegen Mülheim erfolglos und sind damit erster Abstiegskandidat, der Aachen nachfolgen wird. Die Plätze getauscht haben die Schachfreunde Berlin mit den Düsseldorfern. Die Hauptstädter konnten sich im direkten Duell mit 5:3 durchsetzen. Die spannendste Begegnung des Tages war zweifellos Viernheim gegen den Hamburger SK. Am Ende reichte die leicht vorteilhafte Stellung von IM Jonathan Carlstedt gegen WIM Josefine Heinemann nicht aus und das Duell endete mit 4:4. OffizielleSeite

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Hockenheim geschlagen

Einen herben Dämpfer in Sachen Titelambitionen erhielt heute das Team aus Hockenheim in Hamburg. Der HSK mit seinen jungen aufstrebenden Spielern bezwang den Mitfavoriten um den deutschen Meistertitel mit 4,5:3,5. Ausgerechent an den letzten drei Brettern, an denen die Hockenheimer klare Elofavoriten waren, holten die Hamburger 2,5 Punkte. Immer stärker wird Luis Engel, der mit einem taktischen Trick klaren Vorteil gegen David Baramidze erlangte und sicher gewann. Keinen guten Tag erwischte Dennis Wagner, der gegen Jonathan Carlstedt nach harmloser Eröffnung unterging. Auf Seiten der Hockenheimer punktete nur Ponomariov voll gegen Niklas Huschenbeth im Semi-Tarrasch. Das nahezu ausschließlich mit deutschen Spielern bestückte Team aus Deizisau erklomm nach einem 5:3 gegen Hofheim die Tabellenführung. Vincent Keymer trug den ersten Sieg bei in diesem Duell und zwar klar gegen Gennadi Ginsburg. Hofheim bleibt in der Abstiegszone. Baden-Baden war heute spielfrei und hat ein Spiel weniger bestritten. Solingen ist Dritter in der Tabelle nach einem hart erkämpften Sieg über die Schachfreunde Berlin, die sich in diesem Jahr enorm schwer tun und sich auf einem Abstiegsplatz wiederfinden. Eine Überraschung gelang Turm Kiel beim 4:4 gegen die starken Viernheimer. Die MSA Zugzwang kassierte eine überdeutliche Niederlage gegen Bremen mit 1:7 und ist nach wie vor ohne Punktgewinn. Auch die mit Abstand schwächsten Brettpunkte sprechen nicht für die Münchner. Einen wichtigen Punkt im ADbstiegskampf errang Augsburg gegen Mülheim beim 4:4. Der Düsseldorfer SK bleibt gefährdet nach dem 3:5 gegen Dresden. chess24

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Iranische Landesmeisterschaft

Die aufsteigende Schachmacht Iran richtet derzeit ihre Landesmeisterschaft in der Großstadt Buschehr aus. Einige Topspieler wie Parham Maghsoodloo oder Amin Tabatabaei nehmen nicht teil, so dass der klare Elofavorit Alireza Firouzja heißt. Der 15-jährige GM hat mittlerweile eine Elozahl von 2618 und führt klar mit 7,5 Punkten aus 9 Runden. Zwei Runden stehen noch aus in diesem Rundenturnier. Schon etwas abgeschlagen auf Rang zwei ist derzeit GM Pouya Idani mit 6 Punkten. chess24

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Xu gewinnt Hit-Open

Die Chinesen haben nicht nur halb Afrika mit seinen Bodenschätzen in der Hand, sondern auch in der Schachwelt zeigen sie sich als Imperialisten und sind nahezu überall auf Turnieren anzutreffen. Beim Hit-Open im slowenischen Nova Gorica siegte GM Xu Xiangyu mit 7 Punkten vor den punktgleichen GM Zdenko Kozul (Kroatien), der Elofavorit war und GM Branko Tadic aus Serbien. chess-results

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Artemiev großer Sieger am Affenfelsen

Der 20-jährige Großmeister Vladislav Artemiev aus Russland, der seit Jahren als Supertalent gehandelt wird, hat nun einen Meilenstein in seiner jungen Karriere gesetzt. Ein Teil der Weltklasse war versammelt, aber er distanzierte das gesamte Feld mit 8,5 Punkten und einer brillanten Elo-Performance von 2941, was ihm ein Plus von 27 Punkten beschert. Damit ist er Nummer 20 der Welt. Unglaublich auch die tolle Vorstellung des 19jährigen Inders Karthikeyan Murali, der zuletzt auch noch Maxime Vachier-Lagrave schlug und den alleinigen zweiten Platz erreichte. Im Interview sagte der furchtlose junge Mann, dass er die Partie unbedingt gewinnen wollte. Bemerkenswert - ein anderer hätte vermutlich versucht sich mit einem Remis ein schönes Preisgeld zu sichern. Nun wurden es satte 20 000 Pfund, 5 Tausend weniger als der Turniersieger. Man wird sehen ob Karthikeyan das Geld in Reisen zu großen Turnieren investieren wird. Den dritten Platz belegte Nikita Vitiugov aus Russland mit 7,5 Punkten. Den gut dotierten Damenpreis holte sich Ex-Weltmeisterin Tan Zhongyi vor Ex-Weltmeisterin Mariya Muzychuk. Bester Deutscher wurde Alexander Donchenko mit 6,5 Punkten, Rasmus Svane holte 6. Seriensieger Hikaru Nakamura musste diesmal mit  Rang 16 vorlieb nehmen. Der jüngste GM der Welt Gukesh D. (12 Jahre alt) aus Indien erspielte eine Performance von 2650 und legt weitere 21 Elopunkte zu. Hart erwischte es Josefine Heinemann, die nur 3 Punkte gegen eloschwache Gegnerschaft holte und enorme 83 Elopunkte verlor. OffizielleSeite

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Artemiev in Führung

Vladislav Artemiev hat einen ganz wichtigen Sieg in Runde 9 des großen Gibraltar Master errungen und führt nun alleine mit 7,5 Punkten aus 9 Runden. Er bezwang David Navara in einer mutig geführten Partie nach einem riskanten Qualitätsopfer. Der Tscheche gab die Qualität unnötigerweise zurück und fand sich bald auf verlorenem Posten. Vachier-Lagrave ist einer von drei Verfolgern. Er spielte eine starke Partie in einem Spanier gegen Kirill Alekseenko und gewann schon nach 29 Zügen. Der zweite Verfolger heißt Yu Yangyi aus China, der im asiatischen Duell Le Quang Liem aus Vietnam schlug. Durch einen Überraschungserfolg gegen Maxim Matlakov konnte auch Karthikeyan Murali sein Punktekonto auf 7 aufstocken. Rasmus Svane, der sehr gut gestartet war, kassierte gestern eine Niederlage gegen Hikaru Nakamura und heute ebenfalls mit Schwarz gegen Michael Adams. OffizielleSeite

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Schachbundesliga am Wochenende

Am kommenden Wochenende stehen die Runden sieben und acht der Schachbundesliga auf dem Programm. Nur Baden-Baden und Hockenheim sind noch ohne Verlustpunkt. Der amtierende Meister muss nach Hofheim um das eine Duell am Sonntag gegen den Gastgeber zu bestreiten wie auch Deizisau am Tag zuvor. Hockenheim wird in Hamburg zu Gast sein um gegen den Gastgeber und Turm Kiel anzutreten, ebenso wie Viernheim. Lösbare Aufgabe für die Spitzenteams, aber der HSK hat sich bisher als harte Nuss erwiesen. Die Berliner Schachfreunde werden alles versuchen die Abstiegsplätze zu verlassen. Gegner sind der klare Favorit Solingen und das mitgefährdete Düsseldorf. In Düsseldorf schlägt auch Dresden auf. Unbedingt punkten sollte das kommende Wochenende MSA Zugzwang, das gegen das starke Bremen (Gastgeber), dann aber gegen Mülheim anzutreten hat, das ebenfalls abstiegsgefährdet ist. Mit von der Partie ist auch Augsburg, das gegen die gleichen Gegner anzutreten hat. OffizielleSeite

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GM Hajo Hecht wird 80

Ein Gentleman des Schachsports und einer der angenehmsten Zeitgenossen - Großmeister Hans-Joachim Hecht. Herzlichen Glückwunsch zum 80. Geburtstag! Seit 1973 trägt Hecht den GM-Titel und vertrat Deutschland bei 10 Schacholympiaden. Bei der Mannschafts-WM 1985 erreichte er das beste Einzelergebnis an Brett fünf, obwohl er da schon lange kein Schachprofi mehr war. Mit Solingen und Bayern München feierte er insgesamt acht deutsche Mannschaftsmeisterschaften. schachbund

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Kramnik beendet Karriere

Vladimir Kramnik - ein ganz großer des Schachsports hat heute seinen Rücktritt vom professionellen Schach bekannt gegeben. 2005 erschütterte der völlig unerwartete Rücktritt von Schachkönig Garry Kasparov die Schachwelt und machte sehr traurig. Der Rücktritt von Vladimir Kramnik deutete sich aufgrund seines Spiels schon etwas an. Früher spielte Big Vlad wie er von Freunden oder Konkurrenten respektvoll genannt wird, bombensicher und positionell unglaublich stark. Beim Kandidatenturnier in Berlin 2018 spielte er nach einem brillanten Start (grandiose Partie gegen Aronian) viel zu riskant wie auch in Wijk aan Zee. Es war ein deutlicher Hinweis, dass seine Motivation erfolgreich zu sein, nicht mehr die gleiche war wie früher. Im Jahr 2000 wurde Kramnik Weltmeister, indem er den für unbezwingbar geltenden Garry Kasparov mit einer stoischen Disziplin, Nervenstärke und perfekter Vorbereitung schlug. Die ganze Schachwelt war verblüfft und beeindruckt zugleich. Manche halten Kramnik für den Mann mit dem tiefsten Verständnis für das königliche Spiel. Auch sein Rücktritt macht traurig. Ein weiterer Gigant tritt viel zu früh, im Alter von 43 Jahren, von der Schachbühne. Wie Kramnik bekannt gab will er für die Verbreitung des Schachsports im Jugendbereich aktiv werden. chess24

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Svane mit toller Partie

Rasmus Svane mischt kräftig mit beim großen Gibraltar Schach Festival. Heute gewann er eine tolle Partie in einem Semi-Tarrasch gegen GM Romain Edouard aus Frankreich. Die alleinige Führung erkämpfte Vladislav Artemiev in einer nicht minder starken Partie gegen Hikaru Nakamura, der seit 2009 ungeschlagen in Gibraltar war. Sehenswert war auch die von Eröffnungstaktik geprägte Partie Adhiban gegen Yu Yangyi. Der Inder lief wohl in eine vorbereitete Variante und stand bereits nach 16 Zügen auf Verlust. Der Chinese vollendete sehenswert. Svane liegt hinter Artemiev im Verfolgerfeld mit 5,5 Punkten. OffizielleSeite

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Florianopolis Open

Florianopolis ist eine Stadt mit über 400 000 Einwohnern an der Küste Brasiliens und auch in diesem Jahr Austragungsort eines stark besetzten Opens mit vielen starken Spielern aus ganz Südamerika. Sieger wurden zwei starke Großmeister mit je 9 Punkten aus 10 Runden. Wertungssieger wurde Alexandr Fier aus Brasilien vor der peruanischen Schachlegende Julio Granda Zuniga. Den dritten Platz mit 8 Punkten belegte die Nummer 1 Uruquays, GM Andres Rodriguez Vila. 463 Spieler nahmen an diesem Turnier teil! chess-results

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Nordwest-Cup in Bad Zwischenahn

Der von Chessorg veranstaltete Nordwest-Cup in Bad Zwischenahn war mit sieben Großmeistern (eine Dame darunter) und zahlreichen weiteren Titelträgern gut besetzt und nahm ein denkwürdiges Ende. Keiner der Meister konnte sich absetzen und am Ende gab es das kuriose Resultat, dass sage und schreibe 13 Spieler mit 5,5 Punkten punktgleich vorne lagen. Der glückliche Sieger mit der besten Wertung war schließlich GM Alexandre Dgebuadze aus Belgien. Zweiter wurde IM Gerlef Meins vom SV Werder Bremen vor Vyacheslav Ikonnikov aus Russland. OffizielleSeite

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Nils Grandelius schlägt Wesley So

Schwedens Nummer Eins Nils Grandelius kam nicht gut aus der Eröffnung gegen Weltklassespieler Wesley So, aber der US-Amerikaner spielte sehr unachtsam und ließ in einem Najdorf-Sizilianer heftiges Gegenspiel zu, obwohl er das hätte verhindern können. Danach ging er chancenlos unter. In weiteren interessanten Partien schlug Levon Aronian Nigel Short und Hikaru Nakamura setzte sich nach einer brillanten Angriffspartie gegen Eduardo Iturrizaga durch. Alle genannten Sieger befinden sich in einer achtköpfigen Führungsgruppe mit 5 Punkten, darunter auch Le Quang Liem, Adhiban Baskaran, Vladislav Artemiev, David Navara und Ivan Saric. Rasmus Svane liegt als bester Deutscher bei 4,5 Punkten und Rang 16. OffizielleSeite

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Kovalev überragender Challenger

Der Weißrusse Vladislav Kovalev ist überragender Sieger des Challenger-Turniers beim Tata Steel Chess. Nach einem weiteren schönen Angriffssieg über Stefan Kuipers holte er großartige 10 Punkte aus den 13 Runden. Ganze 1,5 Punkte Vorsprung wurden es am Ende, weil sowohl Andrey Esipenko als auch Maksim Chigaev jeweils Niederlagen kassierten. Esipenko verlor gegen Bareev und Chigaev ging gegen den starken Ungarn Gledura unter. Jener holte sich damit sogar den zweiten Platz vor den punktgleichen Esipenko und Chigaev. Vincent Keymer stand während der ganzen Partie gut in einem Grünfeldinder gegen Parham Maghsoodloo aber am Ende wurde es remis. Er holte insgesamt 5,5 Punkte und machte Rang in seinem ersten stark besetzten Rundenturnier. Elisabeth Pähtz verlor gegen Erwin L'Ami, der eine brillante Partie spielte und wurde Vorletzte mit 3,5 Punkten. OffizielleSeite

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Carlsen verdienter Sieger in Wijk aan Zee

Nach einem Start von vier Remis ins Turnier hat Magnus Carlsen Tritt gefasst und in den nächsten 9 Runden überaus überzeugende 7 Punkte geholt. Heute hätte es vermutlich ein halber mehr sein können wenn er das Remisangebot von Anish Giri abgelehnt hätte. Risikolos hätte er in einem Sweshnikov-Sizilianer, in dem sich der Holländer zu einem fragwürdigen Qualitätsopfer hinreißen ließ, auf Gewinn spielen können, doch er wollte sich nicht mehr abmühen und gleich seinen siebenten Turniersieg in diesem traditionsreichen Superturnier feiern. Giri sicherte sich damit den alleinigen zweiten Platz wie im vergangenen Jahr. Den dritten Platz belegte Ian Nepomniachtchi, der den besten Start ins Turnier hingelegt hatte. Punktgleich mit ihm und ebenfalls mit 7,5 Punkten wurden Ding Liren und Viswanathan Anand. Vidit Santosh spielte ein starkes Turnier und hätte noch mehr Punkte machen können. Er holte 7 Punkte. Eine insgesamt sehr solide und gute Leistung boten auch Teimour Radjabov, Richard Rapport und Sam Shankland, die allesamt 6,5 Punkte machten. Shankland schlug etwas glücklich Vladimir Kramnik in der letzten Runde und Richard Rapport hatte keine Mühe den heute völlig indisponierten Jorden van Foreest nach nur 21 Zügen zu schlagen. Ein Schatten seiner selbst war insgesamt Vladimir Kramnik, der nun einfach zu unsolide spielt und gemeinsam mit van Foreest Letzter wurde. Eine herbe Enttäuschung war Shakhriyar Mamedyarov, der nur 5 Punkten in den 13 Runden holte. OffizielleSeite

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Matchball für Kovalev

Vladislav Kovelev steht vor einem großen Schritt in seiner Karriere, dem Turniersieg in der Challengergruppe und damit dem Aufstieg in die Elitegruppe des Tata Steel Chess Turniers. Heute schlug er mit scheinbar leichter Hand Elisabeth Pähtz, die im 20. Zug eine schlechte Fortsetzung gewählt hatte. Kovalev führt nun mit einem halben Zähler Vorsprung und spielt morgen mit Weiß gegen den Co-Tabellenletzten Stefan Kuipers (gemeinsam mit Saduakassova). Es war kein guter Tag für die Deutschen, denn auch Vincent Keymer verlor und ebenfalls klar gegen den erfahrenen und starken Anton Korobov. Auch der jüngste Teilnehmer Praggnanandhaa Rameshbabu tut sich schwer in diesem starken Feld. Er verlor heute gegen Benjamin Gledura, der in der zweiten Turnierhälfte groß auftrumpfte. Eine schöne Schlusskombination gab es in der Gewinnpartie von Esipenko gegen Saduakassova und auch Evgeny Bareev  siegte mit Schwarz nach kräftiger Mithilfe seines Konkurrenten Stefan Kuipers. OffizielleSeite

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"Finale" Giri-Carlsen

Weltmeister Magnus Carlsen hat heute mit einer starken Leistung den Polen Duda in einer langen Partie niedergerungen. Die Partie war von Taktik und am Ende von Technik geprägt. Carlsen liegt nun mit 8,5 Punkten aus 12 Runden in Führung. Anish Giri war auch heute im Glück. Radjabov gab eine Stellung Remis, die die Engines als Gewinnstellung " für ihn sahen". Sam Shankland, der gestern einen halben Punkt verschenkt hatte, zeigte sich erstaunlich gut erholt von diesem Schock und schlug nach einer einwandfreien Leistung Ian Nepomniachtchi in dessen Pirc-Verteidigung. Den alten Vladimir Kramnik, stark und solide, so wie ihn die Fans immer geliebt haben, kam heute zum Vorschein und er schlug Fedoseev mit der russischen Verteidigung mit den schwarzen Steinen. Es wäre wünschenswert, wenn er auch so wieder in Zukunft spielen würde. Sehenswert auch der interessante Schlagabtausch von Ding und Anand, der remis endete wie die übrigen Partien auch. Klar auf Gewinn stand Vidit gegen Rapport, aber der Inder versäumte es mehrfach den ganzen Punkt einzufahren. In der morgigen Schlussrunde kommt es zum Duell der beiden Erstplatzierten Giri und Carlsen. Dem Weltmeister reicht ein Remis zum alleinigen Turniersieg. OffizielleSeite

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Pantsulaia gewinnt Chennai-Open

Der Georgier Levan Pantsulaia hat das 11. Chennai Open souverän mit 8,5 Punkten aus 10 Partien gewonnen. Den zweiten Platz belegte Ivan Popov aus Russland. Er holte 8 Punkte wie der Drittplatzierte Aleksej Aleksandrov aus Weißrussland. Elofavorit Alexandr Predke aus Russland wurde Neunter. chess-results

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Navara startet perfekt in Gibraltar

David Navara, Tschechiens Nummer Eins hat mit einer starken Leistung und vier Siegen die alleinige Führung beim hervorragend besetzten Schachfestival in Gibraltar übernommen. Heute schlug er den jungen rumänischen GM Bogdan-Daniel Deac. Rasmus Svane erreichte gestern noch ein achtbares Remis gegen einen der großen Favoriten, nämlich Wesley So. Heute verlor der junge deutsche GM gegen Arkadij Naiditsch recht eindeutig. In der Verfolgergruppe mit 3,5 Punkten befindet sich erstaunlicherweise die immer stärker werdende Iranerin Sarasadat Khademalsharieh. Gestern schlug sie Alexander Donchenko und heute erreichte sie ein erstaunliches Schwarzremis gegen Levon Aronian. Alexander Donchenko verlor erneut und diesmal völlig unnötig ein Endspiel mit teilweise zwei Mehrbauern gegen die Chinesin Lei Tingije. OffizielleSeite

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Kovalev Gewinner der Runde

 

Der hervorragend ins Turnier gestartete Vladislav läßt nicht locker und hat mit dem einzigen Tagessieg über Parham Maghsoodloo erneut die Tabellenführung gemeinsam mit Maksim Chigaev inne. Elisabeth Pähtz stand gegen Evgeny Bareev glatt auf Gewinn, sie sah es jedoch nicht und wickelte ins Remis ab. Sehr schade. Vincent Keymer hingegen erkämpfte sich ein sicheres Remis aus einer schwierigen Stellung heraus gegen Erwin L'Ami. Keymer könnte mit zwei abschließenden Siegen eine GM-Norm erzielen, aber mit Korobov und Maghsoodloo warten harte Brocken. OffizielleSeite

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Mamedyarovs Absturz - Shanklands Aufgabe

 

In den vergangenen zwei bis drei Jahren hatte Shakhriyar Mamedyarov eine sehr stabile Leistung auf sehr hohem Niveau gezeigt und war nun lange Zeit die Nummer drei der Welt. Nun in Wijk aan Zee erlebt er eine bittere Schwächephase, die ihm bereits mehr als 23 Elopunkte gekostet hat. Auch heute wurde er nach unsolider Mittelspielbehandlung klassisch ausgekontert von Vidit, der stark den ganzen Punkt eintütete. Nur noch Kramnik liegt hinter Mamedyarov, der auch nach seinem verdienten Sieg über Jorden van Foreest Letzter bleibt. Ein unfassbares und denkwürdiges Ende nahm die Partie Anish Giri gegen Sam Shankland. Der US-Amerikaner gab eine Remisstellung auf, weil er nicht sah, dass sein König allein die Partie remis halten kann aufgrund der Bauernkonstellation am Damenflügel. Der glückliche Giri schließt damit zu Carlsen auf, der seinerseits ein sicheres Schwarz-Remis gegen Radjabov spielte. Eine starke Partie zeigte Ian Nepomniachtchi gegen den insgesamt etwas enttäuschenden Vladimir Fedoseev. Der Russe ist damit Verfolger der beiden Tabellenführer. OffizielleSeite

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Keymer verliert unglücklich

Eine äußerst unglückliche und unnötige Niederlage kassierte heute Vincent Keymer gegen den starken Vladislav Kovalev. Der junge deutsche IM war auf der Siegerstraße mit zwei Mehrbauern, doch durch einen ungenauen Zug kamen die Figuren des Weißrussen sehr stark ins Spiel und Keymer verlor gar noch. Die Höchststrafe - diese Verlustpartie wird ihm vermutlich seine letzte GM-Norm kosten. Nach einem starken Sieg über Lucas van Foreest kann Andrey Esipenko weiterhin um den Turniersieg mitspielen. Tabellenführer bleibt jedoch Maksim Chigaev, der einen glücklichen Sieg über Praggnanandhaa feierte. Der junge Inder versäumte es mit dem richtigen Königszug im Endspiel das Remis zu sichern. Sein taktisches Können und beste Vorbereitung in einem Vorstoß-Caro-Kann zeigte Parham Maghsoodloo gegen Evgeny Bareev. Der junge Iraner gewann auf sehr überzeugende Weise. Elisabeth Pähtz spielte ein kurzes Remis im Duell der Damen mit Dinara Saduakassova.  OffizielleSeite

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Erstellt: Donnerstag, 24. Januar 2019