Pähtz auf Platz zwei

In der Damenkonkurrenz haben die beiden Erstplatzierten erneut Siege eingefahren. Lei schlug Batsisashvili vernichtend und Elisabeth Pähtz spielte sehr stark gegen Natalija Pogonina aus Russland und gewann souverän. Damit liegt sie einen halben Zähler hinter der Chinesin, aber noch einen halben Punkt vor den ebenfalls siegreichen Alexandra Kosteniuk und Alina Kashlinskaya.chess24

Firouzja erkämpft Führung zurück

Alireza Firouzja hat mit Glück und Geschick die Führung in Riga zurückgeholt und Evgeny Najer bezwungen. Der Russe hat im Turmendspiel einen enscheidenden Fehler gemacht und das Remis verpasst. An den vorderen Brettern gab es viele Remis und erst 11 wieder den nächsten Sieg und das war eine Überraschung. Andrei Vokokitin schlug Levon Aronian auf sehr überzeugende Weise in einem Spanier. Damit dürfte Aronian seine Chancen auf einen der beiden ersten Plätze schon eingebüßt haben. Auch Fabiano Caruana tut sich als Turnierfavorit sehr schwer und er kam gegen seinen immer stärker werdenden Landsmann Samuel Sevian in einem Nimzoinder nicht über ein Remis hinaus. Für die deutschen Spieler war der Tag eine Nullnummer, denn alle verloren ihre Partien und stehen nun bei jeweils 3,5 Punkten. chess24

Riga: Heroische Verteidigung

Beim Grand Swiss gab es heroische und erfolgreiche Kämpfe ums Remis von Alexander Donchenko und Elisabeth Pähtz. Donchenko hatte es mit Schwarz gegen Gigant Levon Aronian zu tun und er schaffte es mit einem klugen Bauernopfer sich zu entlasten in einer schwierigen Position. Etwas unverständlich hingegen war, dass sich Matthias Blübaum gegen Harikrishna in besserer Position mit einem Remis zufrieden gab, denn seine Position hatte Quälpotential und der Inder dürfte ihm fast um den Hals gefallen sein nach dem vereinbarten Remis. Vincent Keymer und Dmitriy Kollar spielten ebenfalls remis gegen ihre starken Gegner Oparin und Wojtaszek. Eine krachende Niederlage kassierte Jungstar Praggnanandhaa gegen den starken Russen Sarana. Die alleinige Führung verpasste Alireza Firouzja nach zunächste starker Leistung gegen Alexei Shirov. Warum der Neufranzose nicht 31...Kb8 nebst Tc8 gezogen hat bleibt ein Rätsel, denn danach hätte er ausgezeichnete Gewinnchancen gehabt. Fabiano Caruana hatte viel Glück nicht zu verlieren gegen Evgeny Najer, der zum Führungsquintett mit 4,5 Punkten gehört. Bei den Damen führt Tingjie Lei mit 5 Punkten. Elisabeth Pähtz erkämpfte mit extrem zäher Verteidigung nach erneut sehr aggressiver Vorgehensweise in der Eröffnung einen halben Punkt gegen Jiner Zhu und befindet sich in der Verfolgergruppe. chess24

Grand Swiss der Frauen: Pähtz an der Spitze

Erfolgreiche Meldungen aus deutscher Sicht gibt es auch vom Grand Swiss der Frauen. Elisabeth Pähtz will es wissen und kämpft mit hohem Risiko und erfolgreich. In einem Königsinder bezwang die deutsche Nummer Eins die starke Georgierin IM Lela Javakishvili. Punktgleich mit je 4 Punkten liegen gleichauf die beiden Chinesinnen Tingjie Lei, Jiner Zhu, Nina Batsiashvili (Georgien) und die Polin Jolanta Zawadzka. Pähtz spielt in Runde 6 gegen Zhu. chess24

Kollars schlägt Europameister

Die Vertreter der deutschen Farben beim Grand Swiss spielen nach wie vor eine starke Rolle. Dmitrij Kollars hat Boris Gelfand mit Schwarz bezwungen und nun auch den amtierenden Europameister Anton Demchenko mit einer feinen strategischen Leistung. Mit 3 Punkten aus den 5 Runden steht er punktgleich mit Matthias Blübaum (Sieg über Neiksans), Alexander Donchenko (Remis gegen Esipenko) und Vincent Keymer im oberen Mittelfeld der Tabelle. Keymer gewöhnt sich an die Weltklasse und holte ein souveränes Schwarzremis gegen Radoslaw Wojtaszek. Hervorragende Großmeister wie Peter Svidler (2 Punkte) und Ivan Cheparinov mit nur 1,5 Punkten tun sich enorm schwer in diesem Feld mit jungen und hochtalentierten Spielern. Andere "Altmeister" wie Alexei Shirov und Evgeny Najer zeigen ihr außerordentliches Können indem sie Beide nun bei 4 Punkten stehen und gemeinsam mit Alireza Firouza (Remis gegen Vachier-Lagrave) das Spitzentrio bilden. Topfavorit Fabiano Caruana hält nach seinem Weißsieg über David Howell Tuchführung zur Spitze. chess24

Riga: Eine Elf verfolgt den Teenager

Elf Spieler liegen einen halben Zähler hinter dem Tabellenführer Alireza Firouzja beim Fide Grand Swiss in Riga. Vachier-Lagrave zerpflückte den Europameister Anton Demchenko in einem Spanier mit Läuferfiancchetto von Schwarz. Es gab nur einen weiteren Sieger unter den TOP Ten des Turniers, nämlich Aryan Tari, der den Iraner Parham Maghsoodloo mit Schwarz besiegen konnte. Vincent Keymer hätte heute einen Sieg gegen Gabriel Sagrissian aus Armenien verdient gehabt, doch der Umstand der ungleichfarbenen Läufer  und ein ungenauer Zug machten das Unterfangen enorm schwer, den Vorteil umzumünzen und so wurde es nur Remis. Dmitrij Kollars spielte gegen Peter Svidler remis und Matthias Blübaum kam gegen GM Henriques Villagra aus Chile trotz leichten Vorteils nicht über ein Remis hinaus. Völlig unverständlich aus der Sicht des Zuschauers war, dass Alexander Donchenko seinen klaren Endspielvorteil mit Mehrbauern gegen Daniil Dubov remis gab. Es hätte noch viele Möglichkeiten gegeben den Russen zu quälen. Elisabeth Pähtz verpasste heute eine tolle Gelegenheit die Georgerin Nana Dzagnidze zu bezwingen, denn sie stand laut Engines bereits nach 14 Zügen auf Gewinn, verpasste aber den stärksten Zug 15.Tad1. Auch die weiteren guten Gelegenheiten ließ sie verstreichen und so endete auch dieses Duell mit Remis. Spitzenreiterin ist die Chinesin Tingjie Lei mit 3,5 Punkten.  chess24

Riga: Firouzja marschiert an die Spitze - Vergleich mit Carlsen

Alireza Firouzja ist nicht nur die Nummer Eins Frankreichs vor Maxime Vachier-Lagrave und nicht nur die aktuelle Nummer Sechs der Live-Weltrangliste sondern nach drei Runden der alleinige Tabellenführer beim Fide Grand Swiss in Riga. Sein Spiel wird immer reifer und genauer. Mit seinen 18 Jahren ist er in etwa auf dem Leistungsniveau des damals 18-jährigen Magnus Carlsen. Im Januar 2009 hatte Carlsen 2776 Elo, Firouzja heute 2780. Man kann als Schachfan nur hoffen, dass er sich für das Kandidatenturnier qualifizieren kann. Er besiegte Alexandr Predke überzeugend. Für Dmitrij Kollars und Matthias Blübaum gab es leider gegen Ponkratov und Yu Niederlagen. Vincent Keymer holte ein Schwarzremis gegen Kryvoruchko und Alexander Donchenko ein Remis gegen Vachier-Lagrave. Im Damenturnier führen 9 Spielerinnen mit je 2,5 Punkten, darunter Elisabeth Pähtz, die gegen die starke Chinesin Tingjie Lei Remis spielte. chess24

Keymer, Donchenko und Pähtz siegen

Erneut erlebten die deutschen Schachfans einen tollen Tag für die Vertreter der deutschen Farben in Riga beim Fide Grand Swiss Turnier. Vincent Keymer besiegte Jeffery Xiong in einem hochkomplizierten Schlagabtausch in einem Königsinder, der enorme Rechenqualitäten erforderte. Eine tolle Leistung der großen deutschen Nachwuchshoffnung! Ein eher glückliches Remis holte Matthias Blübaum gegen einen wohl besser vorbereiteten Radoslaw Wojtaszek. Ein lockeres Remis gab es in Kollars-Kryvoruchko. Kampfqualitäten zeigte Alexander Donchenko in seiner Schwarzpartie gegen den Tschechen Ngyuen. Er überspielte seinen Kontrahenten in einem Königsinder und gewann verdient. Drei Spieler haben nach zwei Runden  noch eine weiße Weste, nämlich Alireza Firouzja, Alexandr Predke und Ivan Saric. Elisabeth Pähtz gewann nach sehr agressiver und riskanter Eröffnung in einem Rossolimo-Sizilianer und ist eine von sieben Spielerinnen, die in den beiden ersten Runden gewinnen konnten. chess24

Grand Swiss: Toller Start für Deutsche Spieler

Das große und hervorragend besetzte Fide Grand Swiss Turnier ist heute in Riga, Lettlands Hauptstadt, gestartet. Die zwei Spieler die am Ende vorne sind qualifizieren sich für das WM-Kandidatenturnier - ein großartiger Anreiz für alle anwesenden Spieler. Die deutschen Vertreter haben einen tollen Start hingelegt, der nur einen kleinen Schönheitsfehler hatte aus der Sicht von Alexander Donchenko, der seine gute Gewinnchancen gegen GM Bjerre aus Dänemarkt nicht nutzen konnte. Vincent Keymer schaffte ein relativ lockeres Remis gegen den chinesischen Weltklassespieler Yangyi Yu mit seiner Caro-Kann-Verteidigung in einer bis zuletzt völlig geschlossenen Variante. Einen großartigen Sieg mit Schwarz feierte Dmitrij Kollars gegen Ex-Vizeweltmeister Boris Gelfand. Den tollen Tag komplettierten Matthias Blübaum mit einem überzeugenden Schwarzsieg gegen den serbischen GM Budislavjevic und Elisabeth Pähtz im Damenturnier mit einem klaren Sieg über die Peruanerin Deysi Cori. Offizielle Seite

Krasenkow triumphiert in Bangladesch

Der 57-jährige Michal Krasenkow gehört noch nicht zum alten Eisen wie er beeindruckend nachgewiesen hat. Er gewann, die für Bangladesch beachtliche Summe von 10 000 Dollar beim Sheik Russel GM-Turnier in Dhaka. Die entscheidende Partie gewann er heute gegen den Tabellenführer Vugar Rasulov mit den schwarzen Steinen in einer Sizilianisch Sweshnikov-Variante. Den zweiten Platz belegte der Ukrainer Vitaliy Bernadskiy vor dem Inder Srinath Narayanan, beide mit 6,5 Punkten. chess24

Wijk aan Zee verkündet Teilnehmerfeld

Das Feld des Superturniers Tata Steel Chess in Wijk aan Zee steht fast wie chess.com berichtet. Neben Magnus Carlsen spielen folgende 12 Spieler, ein weiterer wird noch gesucht: Fabiano Caruana, Anish Giri, Richard Rapport, Shakhriyar Mamedyarov, Jan-Krzysztof Duda, Sergey Karjakin, Andrey Esipenko, Daniil Dubov, Sam Shankland, Jorden van Foreest, Nils Grandelius und Rameshbabu Praggnanandhaa. Das Turnier findet vom 14.-30.Januar 2022 statt. chess

Bangladesch: Sheik Russel GM-Turnier

Das kleine bevölkerungsreiche Bangladesch ist selten Schauplatz eines internationalen Großmeisterturniers. Einige bekannte Weltenbummler unter den Großmeistern haben auch zu diesen Pandemiezeiten ihre Reiselust beibehalten, allen voran Sergei Tiviakov (Niederlande), der bereits unzählige Ländern bereist hat. Die Hauptstadt Dhaka ist Schauplatz des Turniers und nach 8 Runden führt etwas überraschend GM Vugar Rasulov aus Aserbaidschan mit 6,5 Punkten, der mit 2452 nicht zum Favoritenkreis gehörte. Sergey Tiviakov hat lediglich 5 Punkte gesammelt und wird kaum mehr in die Preisränge kommen. chess24

Alexander Krastev und Lara Schulze sind Europameister

Um den deutschen Nachwuchs muss man sich offensichtlich keine Sorgen machen, denn heute konnte zwei große Talente einen großartigen Erfolg feiern. In der Jugend-Hybrid-Europameisterschaft wurde Lara Schulze in überzeugender Manier Europameisterin in der U20 mit 7 Punkten vor ihrer ärgsten und punktgleichen Konkurrentin Alicja Sliwicka aus Polen und der Russin Anna Afoniaseva mit 6,5 Punkten. Alexander Krastev gewann in der U16 der Jungen mit 7 Punkten vor dem punktgleichen Ukrainer Artem Lutsko und dem Türken Atakan Mert Bicer mit 6,5. Weitere starke deutsche Platzierungen in den jeweiligen Altersklassen kann man auf chess-results feststellen. chess-results

Russland Champions: Gunina und Vitiugov

Valentina Gunina und Nikita Vitiugov haben ihre hervorragenden Chancen auch in der Schlussrunde genutzt und sind verdient russische Meister geworden. Vitiugov genügte am Ende ein Remis um mit 7 Punkten zu triumphieren. Schützenhilfe leistete Pavel Ponkratov in der einzig entschiedenen Partie gegen Vitiugovs Kontrahenten Vladimir Fedoseev, indem er diesen mit Schwarz schlug. Den zweiten Platz erreichte Maxim Matlakov mit 6,5 Punkten vor Fedoseev mit 6. Bei den Damen gab es keine entschiedene Partie in Runde 11 und so blieb Valentina Gunina mit dann 8 Punkten vorne. Den Vizemeistertitel holte sich überraschenderweise Evgenija Ovod mit 7,5 Punkten vor der punktgleichen Polina Shuvalova. chess24

Russische Meisterschaft: Vitiugov und Gunina mit besten Chancen

Valentina Gunina und Nikita Vitiugov haben nach der Vorschlussrunde die besten Chancen die Titel der russischen Landesmeister zu erringen. Beide führen mit einem halben Zähler Vorsprung in ihren Turnieren. Vitiugov hatte in Runde 9 eine dramatische Partie gegen Kirill Alekseev gewonnen, der klar auf Gewinn gestanden war, aber in Zeitnot über den letzten Hoffnungsanker von Vitiugov gestolpert ist. Dieser katastrophale Fehler des Youngsters beschert Vitiugov also zum ersten Mal die Möglichkeit russischer Meister zu werden. Nach Wertung sollte ihm ein abschließendes Remis gegen Rakhmanov genügen. Fedoseev und Matlakov sind punktgleich Zweite und hoffen auf einen Ausrutscher des Tabellenführers. Bei den Damen kommt es zu einem wahren Showdown, denn Gunina spielt gegen Shuvalova, die bei einem Sieg noch an Gunina vorbeiziehen kann. Lachende Dritte könnte allerdings auch noch die Zweitplatzierte Evgenija Ovod sein, die mit einem Sieg und einer gleichzeitigen Niederlage von Gunina eventuell nach Wertung Meisterin werden könnte. Ovod ist die Setzlistenletzte und hat bisher ein großartiges Turnier gespielt. Offizielle Seite

Wesley So und Carissa Yip sind US-Champion

Die US-Meisterschaft wurde in dieser Nacht nach europäischer Zeit mit dem Stechen um den Titel abgeschlossen. Hier setzte sich Wesley So nach dem Ergebnis souverän mit 2 Siegen gegen seine direkten Konkurrenten durch. In der Partie gegen Caruana hatte er allerdings eine große Portion Glück um nicht als Verlierer vom Tisch zu gehen. Caruana schlug Sevian und sicherte sich damit den zweiten Platz. W. So gewinnt 50 000 Dollar und für die beiden Nächstplatzierten blieben je 30 000 als Trostpflaster. Bei den Frauen war kein Stechen nötig und es gewann die 18-jährige Carissa Yip (25 000 Dollar) mit überragenden 8,5 Punkten vor Gulrukhbegim Torkhirjonova mit 7 und Elofavoritin Irina Krush mit 6,5 Punkten. Offizielle Seite

US-Meisterschaft: Triell um den Titel

Nun gibt es auch im Schachsport ein Triell und nicht nur in der Politik! Nach der letzten Runde in dieser Nacht stehen Fabiano Caruana, Wesley So und Samuel Sevian gemeinsam mit je 6,5 Punkten an der Spitze der Endtabelle. So kommt es heute am 19.10. zum Aufeinandertreffen der drei Spieler in drei Duellen. Bedenkzeit ist laut Homepage der US-Meisterschaft 10 Minuten + 2 Sekunden pro Zug. Samuel Sevian ist natürlich der krasse Außenseiter trotz seiner hervorragenden Leistung, denn die Weltstars So und Caruana haben weitaus mehr Erfahrung als der 20-Jährige. chess24

USA: Caruanas Aufholjagd

Fabiaon Caruana hat nach einer für ihn katastrophal schlechten ersten Hälfte der US-Meisterschaft eine Aufholjagd gestartet die es ihm sogar ermöglicht noch den Titel zu erringen. In den letzten vier Runden holte er hervorragende 3,5 Punkte und besiegte Ray Robson, Dariusz Swiercz und Aleksandr Lenderman. Damit steht er punktgleich mit Samuel Sevian und Wesley So an der Spitze mit 6 Punkten aus 10 Runden. In der Schlussrunde müssen alle Genannten versuchen zu gewinnen um die Chance auf den Titel zu erhöhen. Es kommt dabei zu folgenden Paarungen: Caruana-Shankland, Wesley So-Ray Robson und Daniel Naroditsky-Samuel Sevian. chess24

R. Praggnanandhaa gewinnt Challengers Tour

Der 16 Jahre alte indische Großmeister Rameshbabu Praggnanandhaa hat sich auch im Finale der Julius Bär Challengers Chess Tour seinem Konkurrenten Christopher Woojin Yoo überlegen gezeigt und mit 3:0 den verdienten Turniersieg errungen. Vor allem der kommentierende Ex-Weltmeister Vladimir Kramnik zeigte sich in den vergangenen Tagen angetan von der Leistung des jungen Inders, der sich nicht nur 12500 Dollar sondern auch einen regulären Platz bei der nächsten Meltwater Champions Chess Tour mit der absoluten Weltklasse verdient hat.  chess24

Baden-Baden Deutscher Meister vor Deizisau

In einem außergewöhnlich spannenden Bundesligafinale hat Baden-Baden den letzten Schritt beim 7,5:0,5 gegen Speyer-Schwegenheim getan und wurde erneut Deutsche Mannschaftmeister. Deizisau schnappte dem direkten Konkurrenten Hockenheim im Schlussrundenduell mit einem 5:3 und einer tollen, homogenen Mannschaftsleistung den Vizemeistertitel weg. Matchwinner waren Alexander Donchenko (Sieg über Rainer Buhmann) und Dmitrij Kollars (Sieg gegen Tamas Banusz). Solingen belegte Platz 4 am Ende vor Viernheim. Danach folgen punktgleiche Teams, die alle sehr positiv überraschen konnten in dieser Saison, nämlich Turm Kiel, die Schachfreunde Berlin und Bayern München, das sogar dem alten und neuen amtierenden Meister die einzige Niederlage beibringen konnte mit einer famosen kämpferischen Leistung. Aachen und das zurückgezogene Lingen sind sichere Absteiger. Ob es noch weitere gibt, wird sich zeigen, denn es gehen Gerüchte herum, dass sich Vereine zurückziehen werden um nicht mehr in der Bundesliga zu spielen. Die nächsten Tage werden hier neue Informationen bringen. Der Vorletzte Dresden wird vermutlich noch hoffen können. chess24

Baden-Baden gewinnt vorentscheidend das Spitzenduell

Gestern bezwang Baden-Baden Deizisau mit 4,5:3,5, wobei Ex-Weltmeister Anand der Matchwinner war nach seinem Sieg über Andreas Heimann. Letzterer hatte im 47. Zug danebengegriffen und ein mögliches Remis verpasst. Heute kam der nächste Brocken für die Baden-Badener zum entscheidenden Duell und wieder behielt das Star-Ensemble mit einem knappen 4,5:3,5 die Nase vorn. Wieder gab es sieben Remis und einen Sieg, nämlich von Etienne Bacrot gegen Rainer Buhmann in einer sehr starken Partie des französischen Großmeisters. Damit steht Baden-Baden noch einen Schritt vom Bundesliga-Thron entfernt, denn es bei zwei Punkten Vorsprung hat man Speyer-Schwegenheim vor der Flinte in der morgigen Schlussrunde. Hockenheim und Deizisau sind nur einen Punkt voneinander entfernt und diese beiden Teams spielen morgen den zweiten und dritten Platz aus. Im Tabellenkeller steht Dresden mit Liviu-Dieter Nisipeanu mit dem Rücken zur Wand als Tabellenvorletzter. Es muss morgen ein Sieg her gegen das starke Team von Turm Kiel. Auch die gefährdeten Augsburger und Mülheimer treffen in einem sehr wichtigen Abstiegsduell aufeinander. chess24

Keymer scheitert im Halbfinale

Vincent Keymer ist leider im Halbfinale der Julius Bär Challenge an Rameshbabu Praggnanandhaa gescheitert. Keymer erwischte definitiv nicht seinen besten Tag und Pragg wie ihn die internationale Schachgemeinde nennt, hatte einen sehr guten und war wohl bestens vorbereitet auf die Systeme von Keymer. So war es leider eine klare Sache mit 0,5:2,5 aus der Sicht des Deutschen. Das andere Halbfinalduell zwischen den beiden US-Amerikanern war eine noch klarere Angelegenheit, was ebenfalls überrascht. Christopher Yoo setzte sich gegen den klar favorisierten Awonder Liang mit 3:0 durch. Das Finale wird morgen gespielt. chess24

Ex-Weltmeisterin Gaprindashvili verklagt Netflix (Damengambit)

Ein Paukenschlag, der nicht ganz zu Unrecht seine Wellen schlägt. Nona Gaprindashvili, die legendäre 80-jährige Ex-Weltmeisterin verklagt Netflix mit seiner extrem erfolgriechen Serie "Damengambit" mit der wunderbaren Schauspielerin Anya Taylor-Joy auf 5 Millionen Dollar Schadensersatz. In der Serie fällt nämlich der nachweislich falsche Satz, dass Gaprindashvili Russin sei und nie gegen Männer gespielt habe. Die Ex-Weltmeisterin sieht darin eine sexistische Herabwürdigung und natürlich hat sie gegen viele Männer gespielt und auch Weltklassespieler geschlagen, sonst hätte sie kaum den GM-Titel der Männer im Jahre 1978 erringen können. Mit Spannung wird die bevorstehende juristische Auseinandersetzung erwartet. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist ein millionenschwerer Schadensersatz durchaus möglich und sogar wahrscheinlich. euronews

Bundesliga: Sensationelle Favoritenstürze

In der Schachbundesliga gab es die vergangenen beiden Runden erwartbare Ergebnisse, aber heute in Runde 12 gab es zwei völlig unerwartete, große Sensationen. Sowohl die Übermannschaft Baden-Baden als auch Hockenheim, beide punktgleichen Spitzenteams verloren jeweils mit 3,5:4,5. Bayern München, die sich im Vorfeld selbst als chancenlos bezeichneten (Interview mit Kapitän Wengler) schlugen Baden-Baden nach dramatischem Verlauf. Movsesian gegen Lokander und V. Milov gegen Rafiee kassierten Niederlagen. Hockenheim verlor gegen die Schachfreunde Berlin. Saric verlor ein Turmendspiel gegen Tomczak, das man wohl Remis hätte halten können. Dadurch entstand die völlig unerwartete Situation, dass Deizisau (5,5:2,5-Sieg über Augsburg) jetzt herangerückt ist und sogar aus eigener Kraft noch deutscher Meister werden kann, denn in Runde 13 wartet Baden-Baden und in Runde 15 Hockenheim. Eine unglaublich spannende Meisterschaft, denn es hat schon lange keine drei Teams mehr gegeben, die zu einem so späten Zeitpunkt der Meisterschaft noch Titelambitionen anmelden konnten. chess24

IM Dann gewinnt Münsterland-Open

Der Turnierfavorit beim Münsterland-Open IM Matthias Dann (OSG Baden-Baden) hat in überzeugender Manier seine Favoritenrolle bestätigt und mit 8 Punkten das Turnier gewonnen. Sein ärgster Verfolger während des Turniers FM Ruben Gideon Köllner (SF Deizisau) schaffte Platz zwei mit 7,5 Punkten. FM Jasper Holtel vom SK Münster wurde Dritter mit 7 Punkten. chess24