Große Überraschungen: Nakamura und Nepo ausgeschieden

Der letzte Tag des Opera Euro Rapid Online Turniers hielt eine Überraschungen parat. Die großen Mitfavoriten des Turniers Ian Nepomniachtchi und Hikaru Nakamura, beides Schnellschachspezialisten sind in diesem harten Turnier in der Vorrunde gescheitert. Geradezu tragisch für Nakamura endete dieser für ihn katastrophale Tag, denn er stand in der Schlussrunde klar auf Gewinn gegen Shankland und verlor gar nocht. Ein Remis hätte fürs Weiterkommen genügt. Nepomniachtchi verlor in der Schlussrunde gegen Dominguez. Sieger des Turniers wurde Magnus Carlsen vor dem punktgleichen Anish Giri mit je 9,5 Punkten aus 15 Runden. Wesley So wurde Dritter mit ebenfalls starken 9 Punkten. Aronian und Vachier-Lagrave folgen auf den Plätzen 4 und 5 mit jeweils 8,5 Punkten. Qualifiziert sind auch Duda und Radjabov (als Einziger ungeschlagen mit 1 Sieg und 14 Remis) mit je 8 Punkten und Daniil Dubov mit 7,5 Punkten. Die deutsche Nummer Eins Matthias Blübaum spielte phasenweise sehr gut und holte 5,5 Punkte. Er schlug Aronian und Nepomniachtchi jeweils mit den schwarzen Steinen. Er hat gezeigt, dass er auch Giganten und Stars der Schachszene schlagen kann. Blübaum wurde Fünfzehnter vor Liren Ding, der weit unter seinen Möglichkeiten spielte, aber immerhin Magnus Carlsen schlagen konnte. Ding sagte vor kurzem in einem Interview, dass sein Fokus stets auf Turnierschach liegt und nicht im Bereich des Online-Schachs. Offizielle Seite

Opera Euro Rapid: Carlsen führt nach 10 Runden

Beim Online Euro Rapid Turnier, das einen großenTeil der Weltklasse angelockt hat, führt nun Weltmeister Magnus Carlsen das Sechzehnerfeld mit 7 Punkten nach 10 Runden an. Knapp dahinter liegen der US-Amerikaner Wesley So und der Niederländer Anish Giri mit je 6,5 Punkten. Morgen folgen die restlichen 5 Runden dieser Vorrunde. Die besten acht Spieler qualifizieren sich für die Knockout-Entscheidung des Turniers. Erstaunlicherweise gibt es nur noch einen Spieler, der bisher keine Niederlage kassiert hat, nämlich Teimour Radjabov auf Platz 7 mit 5,5 Punkten. Matthias Blübaum schlägt sich tapfer und hat immerhin Levon Aronian mit den schwarzen Steinen bezwungen. Er liegt mit 3,5 Punkten vor Ding und Dominguez, die jeweils 3 Punkte auf dem Habenkonto aufweisen können. chess24

Shirov gewinnt in Salamanca

Alexei Shirov, der nun wieder unter spanischer Flagge spielt wie früher schon mal, hat mit Glück das Einladungsturnier University Salamanca Master mit 6 Punkten aus 7 Runden gewonnen. Mit Glück deshalb bei Elisabeth Pähtz in der Schlussrunde eine Gewinnstellung mit den schwarzen gegen ihn erreicht hatte. Sie verpasste mehrfach den Gewinn in einer Stellung, die alle Chancen bot bei dem unsicheren König von Shirov. Am Ende gab es den Sieg für Shirov und damit auch den Turniersieg für ihn. Den zweiten Platz belegte Eduardo Iturrizaga Bonelli vor dem punktgleichen David Anton Guijarro. Elisabeth Pähtz wurde dennoch beste Dame mit 3 Punkten. Enttäuschend der Auftritt von Veselin Topalov, der nur 3,5 Punkte holte. chess24 

Salamanca Chess Festival mit E. Pähtz

Elisabeth Pähtz sitzt wieder am wahrhaftigen Brett und zwar im schachaktiven Spanien, das sich in den letzten Monaten nicht scheute  mehrere Turniere trotz der Pandemie auszutragen. Ort des Schachfestivals ist Salamanca, eine Großstadt im Westen Spaniens. Vier Männer und vier Frauen nehmen an diesem Einladungsturnier teil. Stars wie Veselin Topalov, Alexei Shirov und David Anton Guijarro bilden natürlich das Spitzentrio der Setzliste. Als vierter Mann spielt der stets starke Eduardo Itturizaga aus Venezuela. Folgende vier Damen bilden die weibliche Phalanx: Elisabeth Pähtz, Almira Skripchenko, Nurgyul Salimova aus Bulgarien und die Spanierin Sabrina Vega Gutierrez. Elisabeth Pähtz hatte das härteste Auftaktprogramm und musste gegen Topalov, Iturrizage (jeweils Niederlage) und dann gegen Skripchenko und David Anton antreten. Gegen die beiden letzten Gegner holte sie jeweils Remis. Nun spielt sie noch gegen Shirov und die Damen Salimova und Vega. Nach vier Runden führen Shirov und Topalov mit je 3 Punkten. chess24 

Zeitenwende? Gewinner und Verlierer in Wijk

Bereits jetzt ist eine neue hungrige Generation auf dem Weg heran zu rücken und am Thron des bisher uneingeschränkten Herrschers des königlichen Spiels zu rütteln. Carlsen ist einer der großen Verlierer hinsichtlich seiner eigenen Ansprüche und in Sachen Eloeinbuße. Gut satte 15 Punkte waren es am Ende des Turniers trotz eines Schlussrundensieges. Carlsen ist nun 30 Jahre alt wie Maxime Vachier-Lagrave. Der Franzose spielte ein Katastrophenturnier und verlor gar etwas mehr als 26 Elopunkte. Radoslaw Wojtaszek ist 34 Jahre alt und machte gut 11 Punkte Minus um damit aus dem elitären Kreis der 2700er zu fallen. Der junge Pole Duda erwischte schlicht ein schlechtes Turnier und Alexander Donchenko spielte erstmals in einem derart hochklassigen Turnier und war äußerst kurzfristig dazu gestoßen, was sein Ergebnis verständlich macht. Alle anderen sehr jungen Spieler hingegen spielten großartig auf. Der erst 21-jährige Jorden van Foreest gewann das Turnier und holte ein Plus von kaum zu fassenden 30 Elopunkten. Der 18-jährige Andrey Esipenko vernichtete in seiner großen Gewinnpartie den Weltmeister und zeigte reifes tolles Schach. Das Ergebnis ist ein Hinzugewinn von 24 Punkten. Der Jüngste Alireza Firouzja, hätte mit etwas mehr Glück vielleicht sogar den Turniersieg schaffen können. Der 17-Jährige ist nun mit einem Eloplus von 10 Punkten und einer Zahl von 2759 die Nummer 13 der Welt. Carlsens Ehrgeiz die Jugend noch von ihm fernzuhalten wird angestachelt sein, aber die Zeit spricht für die starken Youngsters, die erfahren haben, dass auch er nicht unschlagbar ist. Offizielle Seite

Jorden van Foreest triumphiert in Wijk aan Zee

Was für eine Schlussrunde und was für eine Dramatik und letzlich Tragik für Anishi Giri beim Tata Steel Masters im niederländischen Wijk aan Zee. Es kam zum nicht für möglich gehaltenen niederländischen Doppelturniersieg, denn sowohl Giri als auch Van Foreest erreichten jeweils 8,5 Punkte. Van Foreest gelang in der Schlussrunde ein schneidiger Sieg gegen Grandelius in einer selten gespielten Variante gegen den Najdorf-Sizilianer. Giri erreichte mit Glück ein Schwarzremis gegen den Spanier Anton Guijarro. So musste es zum Stechen um den Turniersieg kommen und dieser wurde in einem Blitz-Playoff ausgespielt. In der ersten Blitzpartie stand Giri haushoch auf Gewinn und verpasste diese Chance. Er wirkte müde und angeschlagen nach langen 13 Runden.  Auch in der zweiten Partie erreichte er einen schönen Vorteil und auch hier verdarb er diesen zum Remis. So musste also eine Armageddon-Partie entscheiden und in dieser stand Giri mit Weiß wieder klar auf Gewinn und verlor sogar. Mehr Chancen kann man kaum haben ein Turnier für sich zu entscheiden. So triumphierte sein erst 21-jähriger Landsmann Jorden van Foreest. Ein nicht für möglich gehaltener Turniersieg in diesem starken Feld. Andrey Esipenko erreichte 8 Punkte nach einem klaren Sieg über Alexander Donchenko wie auch Fabiano Caruana (Remis gegen Tari) und Alireza Firouzja (Remis gegen Wojtaszek). Weltmeister Magnus Carlsen wurde nur Sechster mit 7,5 Punkten, aber wenigstens konnte er mit einem verdienten Partiegewinn gegen den in diesem Turnier schwachen Franzosen Vachier-Lagrave erreichen. Für die jetzige deutsche Nummer Zwei Alexander Donchenko bedeutete dieses Turnier eine tolle Gelegenheit. Obwohl er Lehrgeld bezahlt hat mit nur 3,5 Punkten, hat er doch gezeigt, vor allem mit dem Schwarzremis gegen den Weltmeister, dass er auf höchster Ebene mithalten kann. Es bedarf etwas mehr Exaktheit um noch stabiler in diesen Höhen zu agieren. Er wird viel gelernt haben und seine Lehren daraus ziehen.  chess24

Giri verpasst Vorentscheidung

Manch ein Schachfreund wird es mit Genugtuung und einer Prise Schadenfreude erlebt haben, was in der Partie Anish Giri gegen Alireza Firouzja in einer Französischen Verteidigung passiert. ist. Der Tabellenführer des Topturniers Tata Steel Masters Giri schaffte es nicht eine lange vorhandene klare Gewinnstellung in einen ganzen Punkt umzumünzen. Der bisher so stark agierende Giri stellte sich ziemlich an, um es genau zu beschreiben. Aber auch diese Topleute sind eben auch nur Menschen. So bleibt der Finaltag am morgigen Sonntag zumindest spannend. Ein klares und ereignisloses Remis gab es zwischen den Freunden Wojtaszek und Carlsen. Caruana hatte etwas Mühe ein Remis mit Weiß gegen Anton Guijarro zu halten. Ein aufregendes Remis mit Figurenopfer gab es in Grandelius gegen Tari. Viel Glück hatte erneut wie schon gegen Donchenko der Franzose Vachier-Lagrave. Er stand gegen Duda auf Verlust und überlebte, weil Duda die Chance nicht erkannt hatte. Wieder bitteres Leergeld in einer zwischendurch vielversprechenden Stellung zahlte Alexander Donchenko gegen Harikrishna, der letztlich glücklich gewann. Giri führt mit 8 Punkten einen halben Zähler vor seinen Verfolgern. Er kann den alleinigen Turniersieg morgen aus eigener Kraft gegen Anton Guijarro klar machen. Offizielle Seite

Tata Steel Chess: Remis im Spitzenduell

Es war das mit Spannung erwartete Duell und wohl die letzte Chance von Weltmeister Magnus Carlsen im Kampf um den Turniersieg einzugreifen. In seiner Partie gegen Tabellenführer Anish Giri holte er überhaupt nichts heraus und es wurde ein relativ ereignisarmes Remis in einer Italienischen Partie. Seinen ersten Sieg im Turnier schaffte der Norweger Aryan Tari mit einer tollen Leistung gegen Andrey Esipenko, der seinerseits die erste Niederlage kassierte. Stark auch dieses Jahr ist Jorden van Foreest in seinem Heimatturnier. Er schlug den Inder Harikrishna, der sich bei seinem Figurenopfer wohl verrechnet hatte. Fabiano Caruana kam gegen Alireza Firouzja im zweiten Spitzenspiel nicht über ein Remis hinaus, obwohl der auf Gewinn stand. Die Nummer Zwei der Welt verpasste verblüffenderweise die große Möglichkeit zum wohl entscheidenden Vorteil mit dem hervorragenden stillen Zug 31...Kh8. Die übrigen Partien endeten auch mit Remis. Alexander Donchenko spielte eine mutige, sehr taktische Partie gegen den Polen Duda. Beide waren Herr der Lage und trennten sich mit einem gerechten Remis. Es führt zwei Runden vor Schluss Anish Giri mit 7,5 Punkten vor Caruana, Firouza und van Foreest mit je 7 Punkten. chess24

Blübaum im Kreis der Stars

Matthias Blübaum hat vermutlich durch seine tolle Leistung bei der Online Blitz-Europameisterschaft besonders auf sich aufmerksam gemacht. Er ist ab 6.Februar Teil des Opera Euro Rapid Turniers in dem die Besten der Besten teilnehmen. Das Sechzehnerfeld besteht aus Carlsen, Aronian, Grischuk, Radjabov, Ding, Nepomniachtchi, Dubov, Giri, So, Duda, Nakamura, Vachier-Lagrave, Vidit, Shankland, Dominguez und eben Matthias Blübaum. Das Turnier läuft bis zum 14. Februar. Offizielle Seite

WM in Dubai während der EXPO

Die Fide verkündete jetzt den Plan, dass die Weltmeisterschaft mit Magnus Carlsen und seinem noch zu ermittelnden Herausforderer (Sieger des verschobenen Kandidatenturniers)  in Dubai während der Expo (Weltausstellung) stattfinden solle. Geplant ist der Termin 24.November bis 16. Dezember. Die Expo ist eine herausragende Veranstaltung mit futuristischen Pavillons vieler Länder, die ihre handwerklichen und vor allem technischen Neuerungen vorstellen werden. Die Expo im Jahr 2000 fand in Hannover statt. fide

Donchenko verpasst Sieg und verliert

Es hätte ein großer Tag für Alexander Donchenko werden können, denn er spielte den Weltklassemann Maxime Vachier-Lagrave in der Eröffnung mit den schwarzen Steinen an die Wand in einem geschlossenen Caro-Kann mit 3.f3. Bereits nach 18 Zügen hatte Donchenko wohl schon eine Gewinnstellung. Im 16. Zug hätte Donchenko einen mit c3 einen tollen Zug gehabt, der die Partie wohl bald entscheiden hätte. Aber auch sein Zug hätte den Sieg bringen müssen, aber dann spielte die deutsche Nummer Eins einen ungenauen Zug nach dem anderen und der Franzose erreichte tatsächlich wieder eine spielbare Stellung. In einer ausgeglichenen Stellung schaffte es der Franzose den nun nach den verpassten Chancen angeschlagenen jungen Deutschen und gewann sogar. noch. Im absoluten Spitzenspiel zwischen Fabiano Caruana und Magnus Carlsen erreichte Carlsen letztlich in bedenklicher Stellung noch ein Remis. Der große Sieger dieser Runde 10 heißt Anish Giri, der den Polen Wojtaszek mit einem sehenswerten Schlusszug bezwang. Immens stark präsentiert sich nach wie vor Andrey Esipenko, der immer noch ungeschlagen ist und gegen David Anton Guijarro gewann. Die übrigen Partien endeten mir Remis. Es führt Anish Giri mit 7 Punkten vor Esipenko, Firouzja und Caruana mit je 6,5. In Runde 11 kommt es zum brisanten Duell Carlsen-Giri. Carlsen muss gewinnen um noch um den Turniersieg mitspielen zu können. chess24

Charlotte Invitational - GM

Charlotte ist eine Großstadt in North Carolina mit fast 900 000 Einwohnern. Dort findet jedes Jahr ein Großmeister-Einladungsturnier statt. Im Zehnerfeld konnte sich der polnische Elofavorit Aleksander Mista mit 6 Punkten durchsetzen vor dem punktgleichen und sehr stark aufgetretenen Georgier IM Zurab Javakhadze. Den dritten Platz holte sich der russische GM Vladimir Belous mit 5,5 Punkten.  

Caruana, Giri und Carlsen mit Siegen

Weltmeister Magnus Carlsen hat heute einen glücklichen Sieg gegen Nils Grandelius geschafft. Der Schwede hatte allerdings in einer ausgeglichenen Stellung einen kapitalen Bock geschossen statt mit einem kleinen Trick im 30. Zug das Gleichgewicht aufrecht zu erhalten. Fabiano Caruana überraschte mit der Königsindischen Verteidigung und hatte dazu eine seltene Variante mit Lg4 vorbereitet. Er zeigte dabei eine erstaunliche Strategie indem er das Läuferpaar aufgab und sogar den schwarzfeldrigen Läufer gegen einen Springer tauschte. Damit hatte sein Kontrahent Radoslaw Wojtaszek sicherlich nicht gerechnet. Es war in der Folge verblüffend zu sehen wie sich die Partie entwickelte. Der Pole fand keine Anhaltspunkte seine Stellung zu verbessern. Es war sogar so, dass die Springer sich als stärker herausstellten als das Läuferpaar in der speziellen Stellung. Caruana gewann mit erstaunlicher Leichtigkeit und Präzision. Ein für seine Verhältnisse sehr schwaches Turnier spielt der Franzose Maxime Vachier-Lagrave. Sein Gegner Giri gilt ähnlich zäh wie er selbst. Den Unterschied machte heute die Tatsache, dass Giri genauer als MVL spielte. Der Franzose leistete sich einige Ungenauigkeiten in einem Najdorf-Sizilianer und verlor zurecht. Alexander Donchenko erreichte ein sicheres Remis in einem geschlossenen Spanier gegen Jorden van Foreest und auch das Spitzenspiel der beiden jungen Stars Firouzja gegen Esipenko endete mit Remis. David Anton Guijarro hätte wohl etwas mehr aus seiner Stellung gegen Harikrishna herausholen können. Es führen nun mit je 6 Punkten Caruana, Firouza und Giri. chess24

 

Esipenko verprügelt Carlsen

Eine Partie mit Wow-Effekt! Der junge Russe Andrey Esipenko schlug den Weltmeister heute nicht nur, nein, er verprügelte ihn regelrecht. In jeder Partiephase brillierte der 18-Jährige. Eine tolle Eröffnungswahl, riskant und voller Dynamik mit Bauernopfer. Er hielt und baute seine Initiative leerbuchmäßig aus und erstickte die Gegenspielversuche der Nummer Eins der Welt im Keime mit gnadenlos präzister Technik. Ein großartige Partie, die in manchem Buch zu finden sein wird. Man hätte meinen können Alpha Zero "sitzt dem Weltmeister gegenüber. Es war der Tag der Youngsters, denn auch der 17-jährige Alireza Firouzja spielte eine sehr gute Parie in einem Slawen und bezwang mit Schwarz Pentala Harikrishna, der allerdings mit 37.Sf4 einen sehr schlechten Zug machte, aber der Vorteil lag da schon beim Iraner der dann sicher gewann. Firouzja führt nun mit 5,5 Punkten als Jüngster aller Teilnehmer vor Giri, van Foreest, Caruana und Esipenko. Alexander Donchenko kam gegen Aryan Tari nicht über ein Remis hinaus und bleibt Letzter mit 2,5 Punkten, was in diesem Feld als Nachrücker ins Turnier keine Schande ist. Die übrigen Partien endeten auch mit Remis. chess24

Entscheidungsfreudiger Tag in Wijk aan Zee

Die seit der Filmserie Damengambit (mit der immens talentierten Schauspielerin Anya Talyor Joy) gewachsene Schachgemeinde erlebte heute einen erfreulich unternehmenslustigen Tag mit vielen Entscheidungen am Brett. Vor allem die niederländischen Fans kamen heute auf ihre Kosten, denn die Lokalmatadoren Anish Giri und Jorden van Foreest kamen zu Siegen. Letzterer überraschte den Norweger Tari mit einer selten gespielten Variante im Spanier und gewann klar. Anish Giri schlug  Nils Grandelius nach einem groben Bock des Schweden in einem Najdorf Sizilianer. Eine weitere Pleite in der Bauernraub-Variante erlebte Maxime Vachier-Lagrave gegen Fabiano Caruana. Der US-Amerikaner siegte ganz offensichtlich mit einer vorbereiteten Variante. Der Franzose sollte seine Eröffnungswahl überdenken oder sich besser vorbereiten. Alireza Firouza ist der vierte dieser Sieger, die auch an der Tabellenspitze  mit je 4,5 Punkten stehen. Das iranische Supertalent zeigte eine vor allem in Sachen Technik  bärenstarke und erstaunlich präzise Leistung und schlug Jan-Krzysztof Duda. Eine interessante Schlacht lieferten sich Radoslaw Wojtaszek und Andrey Esipenko. Der junge Russe siegte und ist nach wie vor ungeschlagen. Weltmeister Carlsen kam gegen Harikrishna nicht über ein Remis hinaus und liegt nun bei 4 Punkten wie auch der Inder. Alexander Donchenko hatte ein paar kritische Momente zu überstehen in denen sein Konkurrent David Anton Guijarro besser hätte fortsetzen können, aber letztlich wurde es ein sicheres Remis. Morgen spielt Donchenko gegen den in der Setzliste hinter ihm rangierenden Norweger Aryan Tari und kann vielleicht seinen ersten Sieg einheimsen. Es wäre ihm zu gönnen. chess24

Tata Steel Masters: Firouza schlägt Donchenko

Es war eine strategisch falsche Entscheidung, die Alexander Donchenko gegen das iranische Supertalent Alireza Firouzja in Schwierigkeiten brachte. Im 19. Zug spielte Donchenko das bedenkliche Sf3, aber Firouzja erkannte seinerseits seine Chance im 25. Zug mit ...a3 nicht. Danach sah es eigentlich wieder gut aus für Donchenko und beide spielten in dieser Phase nicht optimal. Der 29. Zug Le4:  jedoch war ein kapitaler Bock von Donchenko, der seine Stellung ab diesem Zeitpunkt zur Passivität verdammte. Ein toller Zug wäre stattdessen das folgerichtige 29.Tf3 gewesen mit vielversprechender Stellung. Ab diesem Zeitpunkt spielte Firouzja tadellos und sackte den ganzen Punkt ein. Ein unnötiger Partieverlust wonach Donchenko auf dem letzten Platz mit 1,5 Punkten bleibt. Nobody is perfect - das zeigte auch die Partie von Duda gegen Carlsen. Hier hätte der Weltmeister sicherlich mehr herausholen können in einer italienischen Partie. Den zweiten Tagessieg schaffte Jorden van Foreest gegen David Anton Guijarro. Es führt Nils Grandelius mit 4 Punkten nach seinem hart erkämpften  Remis gegen Fabiano Caruana. chess24

Bis zum nackten König gegen den Weltmeister

Alexander Donchenko hat eine wahrlich reife und tolle Leistung gebracht am heutigen Tag in Wijk aan Zee. Er spielte mit Schwarz gegen den amtierenden Weltmeister und Superstar Magnus Carlsen. Dieser kämpfte erbittert um den ganzen Punkt, doch eine famose und völlig furchtlose Herangehensweise von Alexander Donchenko ließen das nicht zu und die deutsche Nummer Eins erreichte nach einer großen Schlacht das hochverdiente Remis. Mit ausgekämpften Partien gegen solche Größen kann man eine Menge lernen. Donchenko hat sein enormes Potential gezeigt und es sollte für ihn möglich sein die 2700 zu überspringen. Thema war die Najdorf-Variante im Sizilianer. Den einzigen Tagessieg schaffte der überraschend und bestens vorbereitete Schwede Nils Grandelius, der Vachier-Lagrave offensichtlich in der gespielten Variante einiges an Wissen voraus hatte. Er führt nun mit 3,5 Punkten aus den ersten 5 Runden. Offizielle Seite

7 Remis in Wijk aan Zee

Heute können die Protagonisten des Superturniers in Wijk aan Zee entspannen am ersten Ruhetag des Turniers. In der gestrigen vierten Runde gab es ausschließlich Remispartien. Jordan van Foreest blockte den Weltmeister Magnus Carlsen ab und erreichte schließlich ein verdientes Remis. Gute Chancen für einen Gewinn hatten Nils Grandelius gegen Andrey Esipenko und in einer bestimmten Partiephase auch Fabiano Caruana gegen Harikrishna. Klare Gewinnchancen hatte Alireza Firouzja gegen Aryan Tari. Die Engines schlagen schon gewaltig aus ab dem 28.Zug, aber Firouzja sah die Möglichkeiten erstaunlicherweise nicht. Manchmal hat man den Eindruck es würde dem Blitzmonster aus dem Iran gut tun, nicht gar so viel Bulletpartien zu spielen und sich mehr auf echtes Training an seinen Schwachpunkten zu konzentrieren. Alexander Donchenko ist mental im Turnier angekommen. Er holte ein souveränes Remis gegen den starken Polen Wojtaszek. Morgen wartet Weltmeister Carlsen auf die deutsche Nummer Eins. Offizielle Seite

Wijk: Donchenko mit Remis gegen Giri

Alexander Donchenko hat ein verdientes Remis gegen Anish Giri mit dem schwarzen Steinen erreicht. Er kam in einem Nimzoinder gut aus der Eröffnung, aber die Remisbreite wurde während der Partie nicht wirklich verlassen. Ein wichtiges Erfolgserlebnis für Donchenko in diesem Topturnier. Zwei feine Siege feierten Harikrishna mit Schwarz gegen Tabellenführer Nils Grandelius und Alireza Firouza mit Weiß gegen Anton Guijarro. Harikrishna, Carlsen, Giri, Caruana und Grandelius führen mit je 2 Punkten. Offizielle Seite

Wijk aan Zee: Jeder Fehler wird bestraft

Alexander Donchenko muss nach zwei Runden feststellen, dass in diesem Feld jeder Fehler bestraft wird. Heute kassierte er nach zu ambitioniertem Spiel gegen Fabiano Caruana in einem Slawen eine krachende Niederlage. Vielleicht wäre die Abtauschvariante eine bessere Option gewesen gegen die Nummer Zwei der Welt um sich nach der Auftaktniederlage zu konsolidieren und ein Remis anzustreben. Aber man sollte niemandem Ambitionen vorwerfen! Überraschender Tabellenführer nach zwei Runden ist Nils Grandelius, der einen Schwarzsieg gegen Duda schaffte. Der Pole spielte sehr unachtsam und überließ dem Schweden schnell die Initiative in einer englischen Partie. Magnus Carlsen bediente sich heute der Drachenvariante im Sizilianer. und kam sogar besser aus der Eröffnung gegen David Anton Guijarro, aber am Ende konnte der Weltmeister den Vorteil nicht in einen Sieg ummünzen. Die restlchen Partien endeten auch mit Remis. Morgen spielt Donchenko mit Schwarz gegen Anish Giri. Offizielle Seite

Tata Steel Masters: Carlsen, Grandelius und Giri

Das Tata Steel Masters startete gestern mit hochinteressanten Partien und wie schon erwähnt mit deutscher Beteiligung. Leider musste Alexander Donchenko, der sich natürlich nicht oder kaum auf das Turnier vorbereiten konnte, eine unnötige Niederlage einstecken gegen den Schweden Nils Grandelius. Der 25. Zug brachte der deutschen Nummer Eins in Schwierigkeiten, da der nach vorne gepreschte Bauer a5 ein Angriffsziel bot. Donchenko hat Energie und wird es verkraften können. Weltmeister Carlsen riskierte in seiner Partie gegen Alireza Firouzja enorm viel und bekam eine Druckstellung nach dem Opfer zweier Bauern. Firouzja hielt dem Druck nicht stand, machte den entscheidenden Fehler und gab kurz vor dem Matt auf. Hätte er den Fehler nicht gemacht, dann wäre der Angriff vermutlich nicht durchgedrungen. Eine Zockerpartie des Weltmeisters. Den dritten Tagessieg in dieser Auftaktrunde schaffte Anish Giri der gegen den mutigen Aryan Tari, der in der Eröffnung eine Figur geopfert hatte, gewinnen konnte. Fabiano Caruana kam gegen den Holländer Jordan van Foreest nicht über ein Remis hinaus. Der Lokalmatador hatte schon beim vergangenen Turnier eine hervorragende Rolle gespielt und hofft auf eine Wiederholung seiner damaligen Leistung. Offizielle Seite

Donchenko beim Tata Steel in Wijk aan Zee

Eine großartige Nachricht erreichte Alexander Donchenko in den letzten Tagen. Es ist zwar schade für Daniil Dubov, der mit einer mit Covid infizierten Person Kontakt hatte, dass er nicht antreten kann, aber für das Deutsche Schach und der Nummer Eins Alexander Donchenko wird ein Traum wahr in der Elitegruppe um Magnus Carlsen dabei zu sein. Turnierdirektor Jeroen van den Berg hatte Donchenko ausgewählt und gefragt. Die Antwort teilzunehmen kam natürlich prompt von Deutschlands Nummer Eins. In der ersten Runde kommt es zum Duell gegen Nils Grandelius. Das Spitzenspiel lautet Carlsen-Firouzja. Offizielle Seite

Howell souveräner Sieger beim Online Caplin Hastings

Einen überaus souveränen Turniersieg trug einer der Favoriten beim Caplin Online Hastings-Turnier davon. Trotz eines sehr stark besetzten Feldes setzte sich David Howell mit großartigen 9 Punkten aus 11 Runden durch und blieb damit als Einziger ungeschlagen. Den zweiten Platz belegte Luke McShane (7,5) vor Elofavorit Michael Adams mit 7 Punkten. Der kürzlich zum Blitzschach-Online-Europameister gekürte Gawain Jones musste mit dem 4. Platz bei 6,5 Punkten vorlieb nehmen. chessbase

GM Yuffa triumphiert in Roquetas de Mar

Im spanischen Roquetas de Mar an der Costa de Almeria fand ein gut besetztes Einladungsturnier statt. 6 Spanier saßen 4 ausländischen Gästen gegenüber. Letztere konnten die ersten vier Plätze belegen, was nicht verwundert, denn sie waren auch die Favoriten. Es siegte überaus souverän der russische GM Daniel Yuffa mit 7,5 Punkten. Den zweiten Platz belegte GM Vitaly Suvik aus der Ukraine vor GM Tomas Sosa aus Argentinien (beide mit 6,5 Punkten). chess24

IM Warmerdam gewinnt Vergani Cup

Der internationale Meister Max Warmerdam aus den Niederlanden hat einen großen Erfolg in Italien gefeiert. In Bassano Del Grappa gewann er nicht nur das stark besetzte Turnier mit 7 Punkten aus 9 Runden, sondern erfüllte damit auch seine dritte Großmeister-Norm. Den Titel hat er nun sicher, weil er auch schon die 2500 Elo überschritten hat. Den zweiten Platz belegte GM Bilel Belahcene (Algerien) vor IM Hans Moke Niemann (USA) - beide mit 6,5 Punkten. WIM Annmarie Mütsch und FM Marco Dobrikov erreichten die Plätze 17 und 18 bei jeweils 5 Punkten. chess-results