• 1

Baden-Baden kurz vor erfolgreicher Titelverteidigung

Baden-Baden hat mit einem großen 5:3-Sieg über den Mitkonkurrenten Solingen einen großen Schritt in Richtung erfolgreicher Titelverteidigung getan. Morgen ist "nur" noch ein Sieg über Düsseldorf nötig und das Topteam darf sich wieder Deutscher Meister nennen. Eine tolle Partie spielte Brett 1-Mann Vachier-Lagrave, der Harikrishna Pentala in einem Sizilianer bezwang. Eine Schlüsselpartie war die Partie Svidler-van Wely, in der es der Holländer auf Seiten der Solinger versäumte die sich bietende Chance im 31.Zug zu nutzen. Stattdessen spielte er viel schwächer und Svidler kam deutlich in Vorteil und holte sich den Sieg. Einen weiteren Sieg holte Richard Rapport gegen Erwin L'Ami. Für die Soliinger war nur Mads Andersson gegen Francisco Vallejo erfolgreich. Hockenheim hievte sich auf Platz zwei nach einem überraschend knappen 4,5:3,5 gegen Mülheim. Deizisau festigte seinen vierten Platz nach einem überzeugenden 6:2 über Düsseldorf. Gesichert ist nun endgültig Turm Kiel nach dem 4:4 gegen die Berliner Schachfreunde. Viernheim bezwang Bremen mit 5:3 und Dresden bezwang den HSK mit 4,5:3,5. An Brett 1 bezwang Rasmus Svane die deutsche Nummer Eins Liviu-Dieter Nisipeanu. OffizielleSeite

Drucken

Karjakin und Topalov punkten voll

Sergey Karjakin spielt ein starkes Turnier und war auch heute top vorbereitet in seiner Partie gegen Viswanathan Anand. In einer Modevariante im Damengambit zeigte er sich die ganze Partie über auf der Höhe des Geschehens und zeigte eine hervorragende Technik bei der Vergrößerung seiner Stellungsvorteile bis zur Aufgabe des Gegners. Damit hat Karjakin nun 4 Punkte wie Magnus Carlsen, der mit etwas Mühe gegen Ding Liren remisierte. Eine brillante Partie zeigte Veselin Topalov, der zwar gegen Mamedyarov nicht aus der Eröffnung holte, aber im Mittelspiel alle Register zog mit vielen feinen taktischen Elementen. Der Aserbaidschaner gab im 33. Zug auf. Völlig ausgeglichen verliefen Giri-Navara und Grischuk-Radjabov. chess24

Drucken

Meisterschaftsrennen in der Bundesliga

Sehr selten war es in der Schachbundesliga der Fall, dass vor dem letzten Spielwochendende noch drei Mannschaften Deutscher Meister werden konnten. Diesmal ist es so und als Sahnehäubchen gibt es morgen auch noch das absolute Spitzenspiel des Gastgebers und Zweitplatzierten Solingen gegen den punktgleichen Tabellenführer und Titelverteidiger Baden-Baden. Bei einem 4:4-Unentschieden kommt Hockenheim als möglicher Meister ins Spiel. Wenn diese drei Kanidaten am Ende punktgleich wären müßten Stichkämpfe um den Titel entscheiden. Am Tabellenende stehen nur Aachen und MSA Zugzwang als Absteiger fest. Hofheim hat noch reelle Chancen und muss beide Duelle gewinnen. Gegen MSA Zugzwang und Augsburg kann dies gelingen, allerdings ist man auf ein wenig erfolgreiches Wochenende von Düsseldorf angewiesen. Die Düsseldorfer haben drei Punkte Vorsprung vor Hofheim, werden aber schwitzen und sich gegen Baden-Baden und Deizisau wohl wenig Chancen ausrechnen. Selbst Kiel, das gegen Dresden und Berlin spielt, kann theoretisch noch absteigen, falls Düsseldorf punkten sollte und Hofheim seine Duelle gewinnt. Für Spannung ist also gesorgt oben wie unten. OffizielleSeite

Drucken

Drei Sieger in Runde 5

Mit drei beeindruckenden Siegen konnten drei Spieler gestern beim Gashimov-Memorial voll punkten. Eine tolle Partie legte Alexander Grischuk hin, der Veselin Topalov in einem Damengambit mit Lf4 geduldig ausmanövriert hat. Das Läuferpaar auf seiner Seite und Felderschwächen im gegnerischen Lager reichten Grischuk zu einem feinen Sieg. Dass er immer noch ein hervorragender 1.e4-Spieler ist zeigte Ex-Weltmeister Viswanathan Anand in einem Spanier gegen den schwächelnden Anish Giri, der sich nach dieser Niederlage am Tabellenende wiederfindet. Auch David Navara spielte eine starke Partie gegen Ding Liren, der nicht so stabil wie sonst zu sein scheint. Navara spielte stark im Endspiel und gewann seine erste Partie in diesem Turnier verdient. Hevorragend spielte Weltmeister Carlsen in der Eröffnung gegen Shakhriyar Mamedyarov in einer Tarraschvariante im Damengambit, doch er löste die Spannung zu schnell auf und vergab damit seinen leichten Vorteil und die Partie endete mit Remis. Eine tolle Stellung hatte Radjabov gegen Karjakin erreicht, doch er ließ sich den weißen Läufer gegen den gegnerischen Springer tauschen, was Karjakin ausreichend Gegenspiel bescherte um ebenfalls ein Remis zu erreichen. Carlsen führt nun einen halben Punkt vor Anand und Karjakin. chess24

Drucken

Navara vergibt Sieg

Eine relativ ruhige Remisrunde konnten die Fans heute in Shamkir erleben. Es gab jedoch Aufreger wenn man die Engines mitlaufen ließ wie zum Beispiel in der Partie Mamedyarov-Navara, in der der Tscheche den Sieg im Turmendspiel nach einem Fehler von Mamedyarov vergab. Im 70. Zug spielte er Tg7 statt Tg8. Man muss genauer hinsehen, warum das so einen großen Unterschied macht. Einmal mehr menschlich, das nicht so klar wie die Engines zu erkennen. Auch Viswanathan Anand hatte gegen Ding Liren eine Gewinnstellung herausgespielt. Mit dem naheliegenden Zug 19...Dc4 hätte er Ding vor enorme Probleme gestellt. Stattdessen spielte der Inder Ld3 und der Chinese konnte das Spiel in der Folge halten. OffizielleSeite

Drucken

21. Dubai Open

Bereits zum 21. Mal findet das Dubai Open statt. Da das Sharjah Masters erst vor wenigen Tagen beendet wurde, nutzten einige Meister räumliche Nähe zu Dubai um ein weiteres Open zu spielen. Turnierfavoriten sind nun wieder Le Quang Liem, Maxim Matlakov und auch Yurij Kuzubov. Während der an Nummer eins gesetzte Vietnamese heute in Runde 2 gegen FM Johannes Haug aus Norwegen nicht über ein Remis hinaus kam,  blieben viele andere mit weißer Weste. 28 Spieler führen mit 2 Punkten. OffizielleSeite

Drucken

Carlsen geht in Führung

Das Gashimov Memorial hat die Weltelite zu Gast und trotzdem menschelt es sehr bezüglich der Qualität der Partien. Damit sind die ungewöhnlich vielen Fehler gemeint, die man so, bereits in einer frühen Turnierphase, kaum kennt bei einem Weltklasseturnier. Aber das macht natürlich auch den Reiz aus und darüberhinaus ist es auch ein gewisser Trost für die normal sterblichen Schachspieler, die oft an der eigenen Unzulänglichkeit verzweifeln. Von solchen Fehlern profitierte Magnus Carlsen heute in seiner Partie gegen David Navara. Der Tscheche ließ sich auf die Sweshnikov-Variante ein, die Carlsen sicherlich bestens kennt, war sie doch das Hauptsystem, das er beim letzten WM-Kampf vorbereitet hatte. Es lag keinesfalls an der Eröffnung, denn der Tscheche kam gut aus ihr. Dann aber verlor Navara den Überblick. Carlsen, der definitiv nicht so fehleranfällig wie der Rest der Welt ist, musste nur die ungenauen Züge ausnutzen und gewann sicher. Eine aufregende aber qualitativ schlechte Partie in diesen Sphären lieferten sich Anand und Mamedyarov. Der aserbaidschaner überspielte den Ex-Weltmeister in einer italienischen Partie und stand nach 33 Zügen auf Gewinn, warf aber fast den gesamten Vorteil im 34. Zug weg.und im 40 Zug fand er den Verlustzug. Anand ließ sich dann die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und konnte sein Score aus den unglücklichen verlaufenen ersten Partien ausgleichen. Die restlichen Partien endeten mit nahezu ereignislosen Remis. Etwas schade ist, dass die aggressiv angelegte Partie Grischuk-Giri bereits nach 21 Zügen mit Zugwiederholung endete. Carlsen führt mit 2,5 Punkten vor Ding und Karjakin, jeweils 2 Punkte. OffizielleSeite

Drucken

Gashimov Memorial: Runde zwei mit 3 Siegern

Wenn Magnus Carlsen und Ex-Weltmeister Viswanathan Anand aufeinandertreffen, dann läuft es oft so wie bei den zwei WM-Kämpfen der beiden Größen. Viswanathan ist ein Schatten seiner selbst und spielt oft wie das Kaninchen vor der Schlange. Gestern war es wohl die seit langem schlechteste Partie des Inders. Noch dazu ließ er sich auf eine Variante ein, die Carlsen schon bei der Weltmeisterschaft gegen Caruana genauestens unter die Lupe nehmen musste. Es lag aber natürlich nicht nur daran, sondern auch an der Stärke des amtierenden Weltmeisters, der es wie kein anderer versteht einen giftigen kleinen Vorteil aus der Eröffnung zu holen. Im Endspiel leistete sich Anand zuviele Fehler. Eine sehr starke Partie spielte Ding Liren, der aggressiv aber gleichzeitig auch sehr stabil spielt. Er schlug Alexander Grischuk verdient in einem Damenendspiel. Anish Giri spielte wohl bestens vorbereitet seinem schnellen Spiel zu schließen und hätte mit einem starken Läuferopfer einen überwältigen Königsangriff vom Zaun brechen können, aber stattdessen spielte er schwach weiter und lief in einen bösen Konter von Sergey Karjakin, der sich diese Chance nicht entgehen ließ. Die drei Sieger führen die Tabelle mit je 1,5 Punkten an. OffizielleSeite

Drucken

Nakamura US-Champion

Hikaru Nakamura war derjenige der es in der Finalrunde am meisten gewollt hat und auch am meisten riskierte. Er wählte die Leningrader Variante in der Holländischen Verteidigung und erreichte im späten Mittelspiel gegen Jeffery Xiong eine Idealstellung. Er gewann nach einem Mattangriff im Endspiel und holte sich den mit 50 000 Dollar dotierten Meistertitel. Fabiano Caruana hingegen zeigte keinerlei Risiko wie sein Kontrahent Sam Shankland und die Partie endete im Remis. Einen Gewinn verpasste erneut Leinier Dominguez in seiner Partie gegen Timur Gareyev. Im 26.Zug hätte er mit f5 eine Gewinnstellung erreicht, doch er entschied sich anders und der Vorteil schmolz und die Partie endete ebenfalls im Remis nach langem Kampf. Caruana und Dominguez teilten sich den zweiten und dritten Platz. Eine überraschende Schlussrundenniederlage kassierte Wesley So gegen Awonder Liang und Ray Robson verlor auch noch gegen Akobian und wurde am Ende Letzter. Bei den Damen siegte überaus souverän Jennifer Yu mit 10 Punkten aus den 11 Runden. Sie deklassierte die nach ihr Platzierten um ganze 2,5 Punkte. Tatev Abrahamyan und Anna Zatonskih teilten sich die Plätze zwei und drei. OffizielleSeite

Drucken

Weltelite in Shamkir - Gashimov Memorial

Gestern begann die sechste Auflage des Vugar-Gashimov-Memorials in Shamkir zu Ehren des viel zu früh verstorbenen Weltklassespielers aus Aserbaidschan. Vorjahressieger Weltmeister Magnus Carlsen ist auch wieder mit von der Partie. Er hatte etwas Mühe ein Schwarz-Remis gegen Teimour Radjabov zu erreichen, der in vorteilhafter Stellung nicht die kritischen Züge fand um den Norweger mehr Kopfzerbrechen zu bereiten. Klar auf der Siegerstraße war Viswanathan Anand gegen David Navara, aber der Tscheche verteidigte sich findig. Anand gab eine Gewinnstellung Remis, da die Stellung allzu bedrohlich auf seine Königsstellung wirkte, aber bei bestem Spiel hätte er eine Gewinnstellung behalten. Relativ ausgeglichen verliefen Grischuk-Mamedyarov, Giri-Topalov und Karjakin-Ding und endeten ebenfalls allesamt mit Remis. OffizielleSeite

Drucken

USA: Spannendes Titelrennen

Leinier Dominguez' Traum bei der ersten nationalen Meisterschaft nach seiner Einbürgerung in die USA gleich Champion zu werden, könnte wahr werden. Nach dem völlig ausgeglichenen Remis gegen Hikaru Nakamura ist er einer der drei Anwärter und hat die auf dem Papier leichtere Aufgabe. Allerdings hat sich kein Geringerer als Vizeweltmeister Fabiano Caruana zu den beiden an der Spitze dazugesellt nach einem überzeugenden Sieg gestern über Aleksandr Lenderman. Dominguez spielt in der Schlussrunde mit Weiß gegen Gareyev, dem seine  mit Abstand beste Partie in der Vorschlussrunde mit einem Sieg über Ray Robson gelang. Wesentlich schwerer erscheindende Aufgaben haben Nakamura mit Schwarz gegen Jeffery Xiong und Caruana mit Schwarz gegen Shankland. OffizielleSeite

Drucken

Inarkiev gewinnt Sharjah Masters

Der russische Großmeister Ernesto Inarkiev ist verdient Sieger des 3. Sharjah Masters. Unter sieben punktgleichen Spielern hatte er die beste Wertung und auch die stärkste Gegnerschaft gehabt. Hinter ihm platzierten sich Wang Hao aus China und der Ukrainer Yuriy Kryvoruchko. Der iranische Jungstar Alireza Firouzja landete auf Rang 4 vor dem Russen Maxim Matlakov. Einen sensationellen 6. Platz eroberte der 17-jährige Usbeke Nodirbek Yakubboev, dem es gelang Le Quang Liem und in der Schlussrunde noch Vladimir Fedoseev zu bezwingen. Hinter ihm komplettiert der Argentinier Sandro Mareco das Siegerseptett. chess24

Drucken

Quartett kämpft um Turniersieg

Vier Turnierfavoriten mit hoher Elozahl stehen an der Spitze des Feldes beim Sharjah Masters mit je 6,5 Punkten. Sie bilden auch die beiden Spitzenpaarungen in der neunten und letzten Runde. Wang Hao spielt gegen Yuriy Kryvoruchko und Maxim Matlakov gegen Ernesto Inarkiev. Der Sieger erhält 15 000 Dollar. chess24

Drucken

Nakamura brillant

Hikaru Nakamura hat seine gemeinsame Führung mit Leinier Dominguez nach einer brillant geführten Angriffspartie in einer Drachenvariante gegen Ray Robson verteidigt. Seine Rechenleistung in dieser taktischen Mittelspielstellung erscheint beinahe unmenschlich. In dieser neunten Runde gab es nur ein einziges Remis und in den übrigen Partien konnten sich jeweils die Favoriten durchsetzen. Dominguez schlug Liang, Caruana gewann gegen Akobian, Shankland feierte seinen ersten Partiegewinn gegen Gareyev und Wesley So siegte ǘber Lenderman. Dominguez und Nakamura führen mit 6,5 Punkten vor Caruana mit 6. In Runde 10 heißt das Spitzenduell Nakamura-Dominguez. Bei den Damen führt Jennifer Yu mit 8 Punkten vor Anna Zathonskih (7,5) und in Runde 10 treffen die beiden aufeinander. OffizielleSeite

Drucken

Artemiev Europameister - Nisipeanu und Huschenbeth im Weltcup

Vladislav Artemiev wurde seiner Favoritenrolle gerecht und nach einem hart erkämpften Remis gegen den Israeli Maxim Rodshtein Europameister. Er ist aber nicht der jüngste Europameister. 2010 war Ian Neponmiachtchi noch jünger als er den Titel holte. Maxim Rodshtein (Platz 4) versuchte einiges um selbst den ersten Platz zu erobern, aber der junge Russe verteidigte sich konzentriert und schließlich erfolgreich. Nach einem tollen Turnier holte der Schwede Nils Grandelius punktgleich mit ebenfalls 8,5 Punkten den zweiten Platz vor dem Polen Kacper Piorun. Einen Riesen-Schlussspurt legten zwei Deutsche hin und konnten sich mit hervorragenden 8 Punkten für den Weltcup qualifizieren. Liviu-Dieter Nisipeanu reichte dazu ein Remis gegen Piorun und landete auf Rang 7. Huschenbeth zeigte großes Kämpferherz und bezwang den Franzosen Romain Edouard. In einer sehr schwer einzuschätzenden Stellung, in der der Franzose mehr als genug Material für die Dame hatte, aber eine gefährdete Königsstellung, lehnte Huschenbeth trotz knapp gewordener Zeit eine Zugwiederholung ab und gewann nach einem Fehler von Edouard schnell. Am Ende waren es 8 Punkte und Rang 9. Die weiteren Platzierungen der deutschen Spieler: Daniel Fridman 7,5 Punkte Platz 32, Matthias Blübaum 7 u. Platz 46, Falko Bindrich 6,5 u. Platz 76, Vincent Keymer 6,5 u. Platz 79 (keine GM-Norm). Rasmus Svane 6,5 Platz 83, Dennis Wagner 6,5 Platz 90, Alexander Donchenko 6,5 Platz 103,  Rainer Buhmann 6 Punkte Platz 114. OffizielleSeite

Drucken

Dominguez und Nakamura

Leinier Dominguez hat einen wichtigen Sieg im Kampf um den US-Titel errungen. In einer komplizierten Partie in einem Semi-Tarrasch schlug er Samuel Sevian im Turmendspiel, was auch der einzige Tagessieg in Runde 8 bleiben sollte. In den mit Spannung erwarteten Duellen Nakamura-Shankland und Caruana-So kamen die Stellungen nie über die Remisbreite hinaus. Noch sind 3 Runden zu absolvieren. Caruana lauert einen halben Punkt hinter dem Führungsduo. OffizielleSeite

Drucken

Artemiev mit besten Titelchancen

Der am 5.März 21 Jahre alt gewordene russische GM Vladislav Artemiev ist der Aufsteiger der Saison. Nach seinem großen Turniersieg in Gibraltar steht er nun vor einem weiteren großen Triumph bei der EM in Skopje. Nach einem feinen positionellen Sieg über Andrey Esipenko führt er alleine das Feld an mit 8 Punkten. Ob in der Schlussrunde ein Remis gegen Maxim Rodshtein genügen würde ist unklar, denn acht Spieler haben nur einen halben Zähler weniger als er. Zu diesen Verfolgern zählt erfreulicherweise auch Liviu-Dieter Nisipeanu, der seine französische Verteidigung schulbuchmäßig zum Sieg über den Kroaten Marin Bosiocic führte. In der letzten Runde spielt er mit Weiß gegen den Polen Kacper Piorun. Es war eine sehr kämpferische Runde. Während Falko Bindrich gegen Eltaj Safarli verlor, feierte Niclas Huschenbeth einen tollen Sieg über Kirill Alekseenko. Auch Daniel Fridman und Matthias Blübaum gewannen und kämpfen noch um einen Qualifikationsplatz für den Weltcup. Vincent Keymer verspielte wohl nun seine Chancen auf eine GM-Norm. Er machte einen groben Fehler im Endspiel gegen Kiril Georgiev. OffizielleSeite

Drucken

Muntere Runde in Saint Louis

Eine interessante Runde 7 gab es bei der US-Meisterschaft in Saint Louis mit vier entschiedenen Partien. Die Turnierfavoriten Hikaru Nakamura und Fabiano Caruana siegten erneut. Während Nakamura relativ leicht gegen Akobian gewann, tat sich Caruana wesentlich schwerer gegen Timur Gareyev. Der Blindspielspezialist stand bis zum 36. Zug weitaus bequemer und man hätte meinen können, dass er gefahrlos auf Gewinn spielen kann, doch dann misshandelte er seine Stellung derart, dass Caruana plötzlich die Initiative bekam und ein Läufer+Turm gegen Turm Endspiel herbeiführen konnte, das er mit sicherer Technik gewann. Einen Weißsieg landete auch Leinier Dominguez gegen Lenderman. Mit Schwarz siegte Samuel Sevian gegen Ray Robson. Nakamura führt mit 5 Punkten vor Caruana, Dominguez und Sevian mit je 4,5.  Bei den Damen dominieren weiterhin Jennifer Yu mit 6,5 und Anna Zatonskih mit 6 Punkten. Ein Debakel erlebt Irina Krush, die in einem Feld das einen Eloschnitt von nur 2293 aufweist lediglich 2 Punkte hat. OffizielleSeite

Drucken

Nisipeanu greift an

Liviu-Dieter Nisipeanu hat nach einer sehr starken Angriffspartie gegen den Russen Alexandr Predke die Chancen auf eine Weltcup-Qualifikation erhöht. Die ersten 22 Spieler bei der EM in Skopje werden die Einladung dafür erhalten. Die deutsche Nummer Eins liegt zwei Runden vor Schluss nur einen halben Zähler hinter den Führenden. Turnierfavorit Artemiev musste einige bange Momente überstehen gegen den Polen Piorun, der wohl einige Chancen auf den vollen Punkt versäumte. Sieben Spieler führen nun, denn Grigoriy Oparin nach Sieg über Alekseenko und David Anton Guijarro, der Falko Bindrich bezwang, sind zur Führungsgruppe mit 7 Punkten gestoßen. Matthias Blübaum und Daniel Fridman stehen nach Remispartien nun bei 6 Punkten. Rainer Buhman musste sich gegen Vallejo in einem Slawen geschlagen geben. Niclas Huschenbeth und Rasmus Svane konnten jeweils Schwarzsiege einfahren und Vincent Keymer bewahrte sich die Chancen auf eine GM-Norm durch einen Sieg über FM Deniz Ozen aus der Türkei. OffizielleSeite

Drucken

Tolle Partien in Sharjah

Nicht nur in Skopje, sondern auch in den Emiraten wird tolles Schach geboten. Beeindruckend waren vor allem die Partien von Wang Hao, Abhijeet Gupta und Parham Maghsoodloo, die sich damit an die Spitze gespielt haben. Nun sind fünf Spieler mit 4,5 Punkten an der Spitze. Neben den genannten Spielern noch Ernesto Inarkiev und der Inder Deepan Chakkravarty, der allerdings bisher enormes Losglück und noch keinen Großmeister zum Gegner hatte. chess24

Drucken

Artemiev mit an der Spitze

Nur ein Spieler an den vorderen Brettern konnte seine Partie siegreich gestalten, nämlich Turnierfavorit Vladislav Artemiev, der kürzlich bei einer Pressekonferenz von Alexander Grischuk als Chuck Norris bezeichnet wurde. In der Tat hat er gegen seinen Gegner Zbynek Hracek erbarmungslos nach einem tollen Angriff zugeschlagen und liegt nun gemeinsam mit vier anderen Spielern an der Spitze des Feldes mit 6,5 Punkten. Eine schöne Partie spielte Falko Bindrich gegen Evgeny Alekseev und konnte voll Punkten. Er ist nun bester Deutscher mit 6 Punkten. Den falschen Plan in einer aussichtsreichen Stellung verfolgte Niclas Huschenbeth gegen igor Lysyj und verlor wie auch Rainer Buhman gegen Grigoriy Oparin. Dennis Wagner unterlag Markus Ragger auf bittere Weise. Er verpasste den auf der Hand liegenden Gewinnzug. Siegreich war Liviu-Dieter Nisipeanu mit Schwarz gegen Nikola Djukic. Er hat jetzt 5,5 Punkte wie auch Daniel Fridman und Matthias Blübaum. Rasmus Svane, der so gut ins Turnier gestartet war, verlor gegen den Österreicher Valentin Dragnev. Vincent Keymer konnte gewinnen und hat nun 4,5 Punkte. Damit ist die erhoffte GM-Norm noch in Reichweite. OffizielleSeite

Drucken

Nakamura führt

Nakamura hat in der gestrigen sechsten Runde Timur Gareyev nach allen Regeln der Spielkunst überspielt und klar geschlagen, Damit hat er die Führung mit 4 Punkten inne. Seinen ersten Partiegewinn schaffte Fabiano gegen Jeffery Xiong, der in den letzten drei Runden zwei Niederlagen kassiet hat. Die rote Laterne abgeben konnte Awonder Liang nach seinem Sieg über Varuzhan Akobian. Einen möglichen Sieg verpasste Leinier Dominguez gegen Wesley So. Er erspielte sich einen Mehrbauern und stand klar besser, stellte diesen dann aber völlig unnötig ein und die Partie verflachte ins Remis. OffizielleSeite

Drucken

Grandelius und Esipenko stark

Nils Grandelius, der sich als Schrecken der deutschen Spieler erwiesen hat, ist gut drauf und hat sich in die Spitzengruppe hochgespielt. Gestern bezwang er den starken Russen Alexandr Predke nach einem mutigen Figurenopfer. Andrey Esipenko, der erst 17 Jahre alt gewordene Russe schlug Boris Gelfands Sweshnikov überzeugend. Beide liegen nun mit Piorun und Rodshtein, alle mit 6 Punkten, an der Spitze. Beste Deutsche sind nun Rainer Buhmann, Falko Bindrich und Niclas Huschenbeth mit je 5 Punkten. Einen Rückschlag in Sachen GM-Norm gab es für Vincent Keymer. Er verlor gegen Romain Edouard und bleibt bei 3,5 Punkten hängen. OffizielleSeite

Drucken

Romanishin gewinnt in Bad Wörishofen

Der 67 Jahre alte ukrainische GM Oleg Romanishin hat das Schachfestival in Bad Wörishofen in souveräner Manier mit 8 Punkten für sich entschieden. Den zweiten Platz errang GM Leonid Milov aus Nürnberg vor GM Alexandr Karpatchev aus Russland. Es nahmen insgesamt 387 Spieler am Festival teil. OffizielleSeite

Drucken

Sevian und Gareyev siegen

Fabiano Caruana ist nach einem zahnlosen Remis gegen Hikaru Nakamura seit sage und schreibe 27 Partien ohne Sieg. Auch Nakamura zeigte sich ohne Biss, denn in der Schlussstellung stand er bequemer. Sieg in Runde 5 schafften Samuel Sevian gegen Akobian und Gareyev gegen Liang. Sevian hat damit zu den führenden Spielern mit 3 Punkten aufgeschlossen und Gareyev gab die rote Laterne an Liang weiter. Leinier Dominguez hätte die Führung in seiner aussichtsreichen Partie gegen Jeffery Xiong herausholen können, aber er nutzte die sich bietenden Möglichkeiten nicht, so dass die Partie Remis wurde. OffizielleSeite

Drucken

Erstellt: Montag, 25. März 2019