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Senioren-Weltmeister gekürt

Die Senioren-Weltmeister bei den Meisterschaften in Bled sind gekürt. In der Ü-50-Klasse siegte der Armenier GM Karen Movsziszian mit 8,5 Punkten knapp nach Wertung vor Georgi Bagaturov aus Georgien. Dritter wurde Elofavorit GM Zurab Sturua (ebenfalls Georgien) vor GM Klaus Bischoff. In der Ü-65 spielten zwei namhafte Großmeister ein tolles Turnier und beide sammelten überragende 9,5 Punkte aus den 11 Runden. Knapp nach Wertung gewann Vlastimil Jansa (Tschechien) vor GM Yuri Balashov (Russland). Dessen Landsmann GM Nukhim Rashkovsky belegte den dritten Platz mit 8,5 Punkten. Bester Deutscher wurde FM Manfred Böhnisch mit 7,5 Punkten und Platz 7. Bei den Damen in der Ü-50 siegte Elofavoritin WGM Elvira Berend aus Luxemburg mit 8,5 Punkten. Zweite und Dritte wurden die Russinnen WGM Tatiana Grabuzova und WGM Galina Strutinskaia mit je 8 Punkten. WFM Olga Birkholz holte 6 Punkte und landete auf Rang 9. Die mittlerweile 77-jährige Großmeisterin und Ex-Weltmeisterin Nona Gaprindashvili (Geogien) gewann die Ü-65-Klasse mit 8,5 Punkten. WGM Valentina Koslovskaya (Russland) wurde Zweite mit 8 Punkten vor WIM Ludmila Tsifanskaya (Israel) mit 7,5 Punkten. OffizielleSeite

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Schach, Schnellschach, Golf, Minigolf - Carlsen bleibt Weltmeister

Magnus Carlsen bleibt Weltmeister! Der Norweger hatte vor dem Tiebreak eine um ca. 90 Elopunkte bessere Schnellschachwertung als sein Herausforderer. Der Favoritenrolle in dieser eigenen Disziplin wurde er voll und ganz gerecht und gewann den auf vier Partien angesetzten Schnellschach-Tiebreak gegen Caruana mit einem glatten 3:0. Carlsen hat nun nach der Auswertung dieser Partien eine Schnellschach-Elo von 2902 und Caruana eine von 2766. Das sind Welten! Carlsen weiß um seine Stärke darin und strebte laut eigener Aussage nach Partie 10 einen Tiebreak an. Deshalb verzichtete er auch darauf die vorteilhafte Stellung in Partie 12 auszuspielen. Als Schachfan finde ich die Tiebreak-Lösung durch Schnellschach äußerst unbefriedigend, denn der im Turnierschach ebenbürtige Caruana ging darin chancenlos unter wie auch schon Karjakin gegen Carlsen im Jahre 2016. Der Turniersieg eines hochdotierten Golfturniers wird bei Gleichstand übrigens nicht im Minigolf ausgespielt! Die FIDE muss sich überlegen ob die geringe Anzahl von nur 12 Partien nicht zu Vorsichts-Schach animiert. Caruana und auch Carlsen selbst haben in den vergangenen Pressekonferenzen für eine Erhöhung der Partienanzahl auf 16 oder 18 plädiert. Ein vernünftiger Vorschlag, dem die FIDE hoffentlich folgen wird. Vielleicht sehen wir dann mehr Risikobereitschaft und eine Entscheidung im klassischen Schach. OffizielleSeite

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Movsziszian und Bagaturov sowie Jansa und Balashov führen

Bei der Senioren-WM im slowenischen Bled führen zwei Duos die verschiedenen Altersklassen an. In der Ü-50-Klasse führen die beiden Großmeister Karen Movsziszian aus Armenien und der Georgier Giorgi Bagaturov mit je 7,5 Punkten. GM Klaus Bischoff liegt auf Rang 5 mit 6,5 Punkten. In der Klasse Ü-65 führen die Großmeister Vlastimil Jansa (Tschechien) und Yuri Balashov aus Russland mit je 8 Punkten. GM Lothar Vogt liegt derzeit mit 6,5 Punkten auf Rang 10. Bei den Damen der Ü-50-Klasse führt WGM Elvira Berend aus Luxemburg mit 7,5 Punkten. WFM Olga Birkholz liegt mit 5 Punkten auf Rang 10. In der Ü-65-Klasse führt die unverwüstliche Ex-Weltmeisterin Nona Gaprindashvili aus Georgien mit 6,5 Punkten.OffizielleSeite

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Nikolov siegt beim Heusenstamm-Open

Der bulgarische Großmeister Momchil Nikolov hat äußerst knapp unter vier punktgleichen Spielern das Sparkassen Open in Heusenstamm gewonnen. Er landete vor dem besten Deutschen IM Christopher Noe (SC Eppingen) und dem ukrainischen GM Orest Gritsak - alle 6 Punkte. Elofavorit GM Daniel Sadzikowski aus Polen musste mit Rang 18 und 5 Punkten vorlieb nehmen. Im A-Open gab es die stattliche Zahl von 245 Teilnehmern. OffizielleSeite

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WM-Entscheidung im Tiebreak

Das WM-Finale in London zwischen Magnus Carlsen und Fabiano Caruana muss nach 12 Remis in Folge im Tiebreak oder in einer Armageddon-Partie entschieden werden. Heute war es erneut eine Sweshnikov-Variante mit frühem Sd5. Carlsen wich diesmal von Sb8 ab und griff auf Se7 zurück. Es war eine gute Entscheidung, denn er kam vernünftig aus der Eröffnung. Caruana verfolgte einen wenig ehrgeizigen Plan und verfiel im 21. Zug auf den merkwürdigen Zug Th2 mit dem Plan der langen Rochade. Carlsen hatte von diesem Zeitpunkt an das bequemere Spiel, doch als man glaubte, dass nur er auf Gewinn spielen kann, einigte er sich mit Caruana auf Remis nach 31 Zügen. Die beiden Kontrahenten neutralisierten sich weitgehend und obwohl sie nahezu jede Partie ausgekämpft haben, war das Spiel von Beiden in erster Linie von Sicherheitsdenken geprägt. Nikolas Lubbe meinte als Kommentator bei chess 24, dass es noch nie ein höheres Niveau bei einer WM gegeben hat als dieses Mal. Man kann hierzu ganz anderer Meinung sein. Es gab in der Vergangenheit Weltmeister und Herausforderer die Stellungsvorteile zum Sieg geführt haben. In Partie 1 hatte Carlsen eine Gewinnstellung und verdarb sie zum Remis. Caruana hatte in der ersten Sweshnikov-Partie eine hervorragende Möglichkeit im Zug Dh5 und spielte stattdessen vorsichtig h3. Auch in der zweiten Sweshnikov-Partie hatte er hervorragende Möglichkeiten wie Sam Shankland in seiner Analyse nachwies. Caruana war eröffnungstechnisch sehr gut präpariert. Ob ihm dies nun auch im Schnellschach etwas hilft um Carlsen Paroli bieten zu können, wird man am Mittwoch sehen. Caruana hat bei manchen Schnellschach-Events schon sehr schlecht ausgesehen. Carlsens Elozahlen im Schnell- und Blitzschach sprechen für sich und er ist ganz klarer Favorit. Es ist schade, dass eine WM im Turnierschach in Disziplinen entschieden werden muss, die ihre eigene Weltmeisterschaft haben.  Vielleicht führt eine Erhöhung der Partienanzahl zu etwas mehr Risikobereitschaft. Die Fide muss sich überlegen ob dieses Reglement eines WM-Finales gut ist um Werbung für das Spiel zu machen. OffizielleSeite

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Solingen und Baden-Baden an der Spitze

Baden-Baden erkämpfte heute ein klares 7:1 gegen die Schachfreunde Berlin und steht nun gemeinsam mit Solingen an der Spitze der Tabelle mit 8 Punkten. Solingen hatte allerdings einen weitaus schwereren Kampf zu bestehen. Am Ende kam ein 4,5:3,5 gegen Bremen heraus. Matchwinner war schließlich am Ende Markus Ragger, der Luke McShane im Endspiel niederrang. 6 Punkte haben neben dem spielfreien Hockenheimern die Schachfreunde Deizisau, die Dresden mit 5,5:2,5 schlugen. Auch der HSK kommt in diesem Jahr hervorragend aus den Startlöchern. Es gab ein überzeugendes 6:2 gegen MSA-Zugzwang, das nun am Tabellenende steht. 6 Punkte hat auch Viernheim, das mit 5:3 gegen Hofheim gewann. Zu ihren ersten Siegen kamen Augsburg gegen Turm Kiel mit 5,5:2,5 und der Düsseldorfer SK gegen Mülheim Nord mit einem knappen 4,5:3,5. Absoluter Matchwinner war die holländische Schachlegende Jan Timman, denn alle anderen Partien endeten in diesem Kampf mit Remis. OffizielleSeite

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Ein Tag der Favoriten

Ein zwar teils schwerer, doch am Ende erfolgreicher Tag für die favorisierten Teams in Runde drei der Schachbundesliga. Hockenheim tat sich enorm schwer gegen Hofheim trotz des Auftritts des Ex-Weltmeisters Anatoly Karpov, der nicht über ein Remis hinauskam gegen Jan-Christian Schröder. Verantwortlich für die Knappheit des Kampfes waren die völlig überraschenden Niederlagen der an ihren Brettern klar favorisierten Alexander Moiseenko gegen Gennadi Ginsburg und David Baramidze Vladimir Gurevich. An Brett 8 ließ aber Tamas Banusz nichts anbrennen gegen FM Ulrich Weber und es reichte zum 4,5:3,5.
Baden-Baden agierte souverän und konnte sich sogar eine Niederlage an Brett 8 von Alexei Shirov gegen IM Jakov Loxine leisten und gewann 6:2 gegen Dresden. Solingen war klarer Favorit gegen Mülheim, aber Niederlagen von Markus Ragger gegen David Navara und Jan Smeets gegen Dr. Volkmar Dinstuhl - der Niederländer stellte in klar besserer Stellung einen Turm ein - ließen es spannend werden. Am Ende setzten sich die Klingenstädter mit 5:3 durch. Diese drei siegreichen Teams haben nun eine weiße Weste behalten.
Die unglücklichen Düsseldorfer verloren auch in Runde drei und zwar mit 2,5:5,5 gegen Bremen. Unnötig die Niederlage von Schachlegende Ulf Andersson, der gegen Romain Edouard nur leicht schlechter stand mit sehr guten Remischancen. Der Schwede ließ jedoch auf seinem Formular eine Lücke bei Zug 20 und glaubte einen Zug zu früh, die erste Zeitkontrolle überstanden zu haben.
Einen wichtigen zweiten Sieg landete Turm Kiel gegen MSA Zugzwang mit 5:3. In dieser Form hat man gute Chancen auf den Klassenerhalt. Die Schachfreunde Deizisau gewannen gegen die Schachfreunde Berlin. Vincent Keymer trug erneut einen Sieg zum 5,5:2,5 bei. Schließlich gab es noch einen sehr knappen 4,5:3,5-Sieg des Hamburger SK über BCA Augsburg, die noch immer ohne Punktgewinn sind. Erstaunlich der klare und beeindruckende Außenseitersieg von Niclas Huschenbeth mit den schwarzen Steinen über den starken Tschechen Viktor Laznicka. OffizielleSeite

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Norwegischer Sieg in Bad Griesbach

Beim 21. Jungsenioren-Schachopen in Bad Griesbach gab es sehr überraschend diesmal einen Erfolg eines aus Norwegen angereisten Schachfreundes mit Namen Gunnar Johnsen. Er überraschte die Konkurrenz und erkämpfte sich durch einen Schlussrundensieg den wohl größten Triumph seiner Karriere. Er erreichte 5,5 Punkte und verwies den punktgleichen Favoriten IM Josef Pribyl auf Rang zwei. Karl-Heinz Jergler vom nicht weit entfernten Schachclub Rottal-Inn wurde Dritter mit 5 Punkten. OffizielleSeite

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Carlsen holt erneut nichts heraus

Magnus Carlsen holte heute erneut kaum einen Vorteil heraus gegen die russische Verteidigung seines Herausforderers Fabiano Caruana. Der US-Amerikaner ist bestens vorbereitet in seinem Lieblingssystem und strebte Abtausch um Abtausch an. Im 25. Zug dann erneut eine sehr pragmatische Entscheidung den letzten Turm zu tauschen. Dieser kostete zwar einen Bauern, aber bei ungleichfarbigen Läufern war Caruana selbstgewusst genug sich darauf einzulassen. Er meisterte dieses Endspiel mit Bravour und holte erneut ein problemloses Remis. Nun ist er in der komfortablen Situation die allerletzte Turnierpartie mit Weiß bestreiten zu können. Schon in den letzten beiden Partien hätte er mehr herausholen können. Wird Carlsen erneut die Sweshnikov-Variante wählen. Eine schwierige Entscheidung für den noch amtierenden Weltmeister. OffizielleSeite

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GM Adhiban siegt in Zagreb

Der indische Großmeister Adhiban Baskaran hat in Zagreb beim Tournament of Piece eine schönen Turniersieg feiern können. Er gewann mit 7,5 Punkten aus 11 anstrengenden Runden und wurde alleiniger Turniersieger. Er verwies die noch prominenteren Großmeister Etienne Bacrot (Frankreich) und Vassily Ivanchuk (Ukraine) auf die Plätze zwei und drei mit je 7 Punkten. Dahinter folgt der beste der 6 teilnehmenden Kroaten, nämlich Europameister Ivan Saric mit 6,5 Punkten. OffizielleSeite

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Ju Wenjun verteidigt WM-Titel

Mit einer Energieleistung in den letzten Partien hat Weltmeisterin Ju Wenjun aus China ihren Titel im Duell gegeg die Russin Kateryna Lagno verteidigt. Nach dem 2:2 in den Turnierpartien gab es den Tiebreak und dabei zeigte sich Lagno übernervös. In den beiden Verlustpartien verlor sie mit Weiß völlig unnötig und mit Schwarz stellte sie die Dame ein. Am Ende stand ein letztlich verdientes 5:3 für Ju Wenjun zu Buche, die enorme Turnierhärte gezeigt hatte. Wie zu lesen war wird es unter dem neuen Fide-Präsidenten Arkady Dvorkovich eine Reform der Frauen-WM geben und wohl kein KO-System mehr. Vielleicht schafft die FIDE es auch die Nummer Eins der Weltrangliste Hou Yifan aus China für den WM-Zyklus zu gewinnen. Offizielle Seite

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Erneut Sweshnikov und Remis

Fabiano Caruana eröffnete erneut 1.e4 und es wurde ein Sweshnikov-Sizilianer bei dem Magnus Carlsen wesentlich besser ins Spiel kam als in der 8. Partie. Caruana spielte nun nicht 12. Ld2 sondern das wie es sich herausstellte harmlosere 12.b4. Carlsen reagierte korrekt und erspielte sich eine gute, optisch auf Königsangriff ausgerichtete Stellung und Caruana musste sich hüten nicht in einen heftigen Angriff zu geraten. Wieder war es eine spannende Partie doch die Remisbreite wurde nie überschritten und keiner konnte sich entscheidende Vorteile erspielen. Das zehnte Remis - Carlsen plädierte dafür, dass das WM-Finale nicht in 12 sondern in 16 oder 18 Turnierpartien ausgespielt wird. Vielleicht würden die Kontrahenten dann von Beginn an etwas mehr Risiko eingehen. OffizielleSeite

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Senioren-WM in Bled

Im Slowenischen Kurort Bled findet derzeit die Senioren-Weltmeisterschaft statt. Elofavorit in der Ü-50-Klasse ist der Senioren-Weltmeister von 2014 GM Zurab Sturua aus Georgien. An Brett 3 ist der deutsche GM Klaus Bischoff gesetzt hinter dem in Deutschland bekannten GM Karen Movsziszian aus Armenien. In der Ü-65-Klasse ist einmal mehr Anatoli Vaisser aus Frankreich der elostärkste Spieler. In den Großmeistern Evgeny Sweshnikov, Nukhim Rashkovsky, Yuri Balashov und Vlastimil Jansa hat er allerdings sehr starke Konkurrenz. Auch hier ist ein deutscher Großmeister dabei, nämlich Lothar Vogt. OffizielleSeite

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Ju schlägt zurück

Eine amtierende Weltmeisterin sollte man nie abschreiben. Die Titelverteidigerin Ju Wenjun aus China hat mit den schwarzen Steinen den Ausgleich geschafft und die Niederlage verhindert. Sie schlug die unvorsichtig agierende Kateryna Lagno scheinbar mit leichter Hand im Königsangriff. Es war nun wirklicht nicht der beste Tag von Lagno. In einem Rossolimo-Sizilianer kam sie schnell ins positionell ins Hintertreffen, konnte aber nochmal durchatmen im Mittelspiel nachdem Ju eine hervorragende Möglichkeit im 19. Zug ausließ. Doch nach mehreren Fehlern entglitt Lagno die Partie endgültig und Ju gewann schon nach 33 Zügen. Damit müssen die beiden Finalistinnen morgen in den Tiebreak um die alte oder neue Weltmeisterin zu ermitteln. Offizielle Seite

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Neuntes Remis

Eine Werbung für das Schach sind neun Partien in Folge nicht, aber man muss den WM-Finalisten zugute halten, dass sie kämpfen und die Partien ausspielen. Das war auch heute der Fall. Carlsen und Caruana wiederholten die englische Eröffnung aus Partie vier, setzte aber im 9. Zug mit Lg5 fort. Nach Abtäuschen behielt Carlsen einen gewissen Vorteil, aber die ungleichfarbenen Läufern waren auch hier maßgeblich für das Remis, das nach ausgekämpften 56 Zügen feststand. Caruana sollte sich bemühen, in den letzten drei Turnierpartien einen Sieg zu landen, denn Carlsen gilt als der wesentlich bessere Schnellschach- und Blitzspieler. Es ist keine allzu glückliche Regelung eine WM in einer Disziplin entscheiden zu lassen in denen selbst Weltmeisterschaften ausgetragen werden. Die WM sollte im Turnierschach entschieden werden und noch besteht Hoffnung. OffizielleSeite

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Lagno vor dem WM-Titel

Eine bittere Partie und eine nicht überzeugende Leistung von Ju Wenjun bringt sie in höchste Gefahr den Weltmeistertitel an Kateryna Lagno zu verlieren. Dabei hatte die Chinesin eine sehr vielversprechende Stellung in einem Königsinder herausgespielt. Vor allem der natürliche und naheliegendste Zug 21.fg4: hätte ihr einen großen Vorteil verschafft. Stattdessen spielte sie das schwache Tb4 und ermöglichte damit die Entwicklung des schwarzen Springers mit Tempo. Die Chinesin behielt zwar Vorteil aber am nach einigen Abtäuschen standen sich zwei ungleichfarbene Läufer gegenüber, was das Remis für Lagno sicherte. Die Russin benötigt nur noch ein Remis in der vierten Partie zur Erringung des WM-Titels. Offizielle Seite

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Schachbundesliga: Runden 3 und 4 am Wochenende

Am ersten Bundesliga-Wochenende konnten vier Teams ihre beiden ersten Duelle für sich entscheiden. Nun kämpfen diese Teams um den Fortbestand einer blütenreinen Weste. Tabellenführer Hockenheim ist in Viernheim zu Gast und muss nur am Samstag antreten, da Aachen ja zurückgezogen hatte. Man spielt gegen Hofheim und ist natürlich klarer Favorit. Am Tag darauf spielt Hofheim gegen den Viertplatzierten Viernheim. Der Zweitplatzierte Solingen fährt nach Düsseldorf und bekommt es mit Mülheim und Werder Bremen zu tun, was spannende Kämpfe verspricht. Meister Baden-Baden, Drittplatzierter hat in den eigenen Räumen Dresden, die Schachfreunde Berlin (gegen beide Teams spielt man) und die Schachfreunde Deizisau zu Gast. In Augsburg kämpfen der Gastgeber und auch MSA Zugzwang um die ersten Punkte, während Kiel und Hamburg ihr Punktekonto von je 2 Punkten aufstocken wollen. OffizielleSeite

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Frauen-WM: Lagno geht in Führung

Die Russin Kateryna Lagno hat einen großen Schritt in Richtung Weltmeistertitel getan. Im auf vier Turnierpartien angesetzten WM-Finale gewann sie die Partie 2, in der sie die weißen Steine führte. Lagno wählte eine Variante, die der Katalanischen Eröffnung zugeordnet wird, die auch kürzlich Anish Giri zu einem beachtenswerten Sieg über Wojtaszek führte, allerdings wählte Lagno nicht 9.Sbd2 sondern das überraschende 9.Sfd2. Eigentlich sollte man in diesem Abspiel remis halten können aufgrund er ungleichfarbenen Läufer, aber Ju spielte ungenau und so konnte Lagno gefahrlos auf Gewinn spielen und gewann tatsächlich nach 59 Zügen. Offizielle Seite

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Ju und Lagno starten aggressiv ins Finale

Mit einer aggressiv geführten Partie, vor allem von Kateryna Lagno, starteten die beiden WM-Finalistinnen in ihr Vier-Partien-Match. Ju verpasste einige gute Möglichkeiten einen positionellen Vorteil zu behalten. Vor allem mit 17.Db1 wäre dies ohne Risiko möglich gewesen. Am Ende ließ sie den Vorteil entwischen und das Spiel verflachte zum Remis. Lagno gilt als sehr starke Weiß-Spielerin und wird versuchen anzugreifen in Partie 2. Offizielle Seite

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Remis mit Sweshnikov

Das Sweshnikov-Variante im Sizilianer durchlebt seit einigen Jahren eine schwere Zeit und hat nicht mehr den allerbesten Ruf, weil einige kritische Abspiele in den Hauptvarianten gefunden wurden. Erstaunlicherweise gab es heute nicht Rossolimo sondern für viele Experten überraschend doch den offenen Sizlianer und Carlsen spielte Sweshnikov. Caruana ließ sich jedoch nicht auf die Hauptvarianten ein sondern spielte das als harmloser geltende 7.Sd5. Doch auch hier kam er zu einem Vorteil, den er durch den Zug 24.Dh5 oder auch 24.Sc4 hätte ausbauen können. Stattdessen spielte er das unnötige 24.h3, was Carlsen Gelegenheit zur Verschnaufpause und Konsolidierung gab. In der Folge verflachte die Partie leider und wurde Remis. Eine interessante Partie mit Leben darin. Das gibt Hoffnung, dass es die Spieler vielleicht doch noch wissen wollen in den letzten vier Partien. Es steht 4:4 OffizielleSeite

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Damenbundesliga - Duo führt

Vier Runden sind nun in der Schachbundesliga absolviert. Es liegen Baden-Baden und der Hamburger SK punktgleich in Front mit je 7 Punkten. Der Titelverteidiger Baden-Baden feierte an diesem zweiten Bundesliga-Wochenende zwei Kantersiege über Lehrte (6:0) und Rotation Pankow (5:1). Der HSK siegte 4:2 über Hofheim und musste dann heute am Sonntag einen Punkt gegen das starke Bad Königshofen beim 3:3 abgeben. Harten Tobak gab es an diesem Wochenende für die Damen von Bayern München. Gegen Deizisau und Schwäbisch Hall gab es zweimal ein 0:6. schachbund

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WM-Remis Nr. Sieben

Weltmeister Carlsen griff heute in Partie sieben wieder auf 1.d4 zurück und wählte einen anderen 10. Zug als in seinen Bemühungen in der gleichen Stellung aus Partie zwei. Es wurde ein zähes Abtasten in der Eröffnung und Carlsen versuchte alles um einen kleinen Vorteil ins Mittelspiel zu retten. Caruana gab sich allerdings auch hier mit Schwarz keine Blöße und spielte sehr solide und erreichte Ausgleich. Die Partie endete nach logischer Zugfolge mit Remis nach Zugwiederholung im 40. Zug. Caruana hat nun einmal mehr Weiß in den letzten fünf Partien, aber bisher war das mitnichten ein Vorteil. Hat Caruana noch eine Überraschung in Petto oder wird es wieder eine Rossolimo-Variante im Sizilianer in Partie 8? OffizielleSeite

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Sensation beim Malta-Open

Einen sensationellen Verlauf nahm das von ChessOrg organisierte Malta-Open in Bugibba, zu dem 179 Schachfreunde aus 31 Nationen angereist waren. Nicht die zwei anwesenden Großmeister Ikonnikov und Naumkin aus Russland bestimmten das Geschehen sondern ein Spieler aus Italien auf Setzlistenplatz 21 mit Elo 2175, nämlich FM Sergejs Gromovs aus Padova, der vermutlich, nach dem Namen zu schließen, litauische Wurzeln hat. Er siegte mit überragenden 7,5 Punkten vor IM Samir Lejlic aus Schweden und IM Roland Ekström aus der Schweiz, die je 7 Punkte erreichten. Bester Deutscher wurde FM Hans-Joachim Vatter, der 6 Punkte und Rang 16 erreichte. OffizielleSeite

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Tournament of Piece in Zagreb

In Kroatiens Hauptstadt Zagreb findet ein interessantes Einladungsturnier mit einem bunten Feld von vielen bekannten Schachmeistern statt. Das Friedensturnier erinnert an den Jugoslawien-Krieg, in der die Kroaten eine schwere Zeit durchzustehen hatten. Aus neutraler Sicht wäre es wünschenswert gewesen, wenn man einen serbischen Spieler eingeladen hätte um ein Zeichen für ein friedliches Nebeneinander zu setzen. Noch immer stehen sich die beiden Länder feindlich gegenüber. Im Zwölferfeld sind nun 6 Runden absolviert und es führen vier Spieler mit je 4 Punkten. Ivan Saric, die Nummer Eins Kroatiens liegt vorne gemeinsam mit Ivan Cheparinov (Bulgarien), Vassily Ivanchuk (Ukraine) und dem Inder Adhiban Baskaran. OffizielleSeite

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Kateryna Lagno folgt Ju ins Finale

Die beiden Spielerinnen die mit Abstand die beste Qualität gezeigt haben, sind im WM-Finale. Heute zog die Russin Kateryna Lagno nach und bezwang Mariya Muzychuk im Tiebreak klar mit insgesamt 3:1. Die Finale Lagno-Ju beginnt am 19.11. und geht über 4 Partien. Nach den gezeigten Leistungen dürfte es ein enges Finale werden. Offizielle Seite

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Erstellt: Samstag, 17. November 2018