• 1

Britische Knockout-Meisterschaft

Die Britische Knockout-Meisterschaft in London steht etwas im Schatten des Chess Classic Hauptturniers, doch ist es von großer nationaler Bedeutung mit einem Preisfond, der sich sehen lassen kann. Der Sieger erhält 15 000 britische Pfund. Die vier elostärksten Spieler waren für das Viertelfinale gesetzt: Michael Adams, David Howell, Gawain Jones und Luke McShane. In den Achtelfinals gab es zwei dicke Überraschungen. Die Schach-, Problemschach und Mathematik-Legende GM John Nunn scheiterte überraschenderweise an IM Alan Merry mit 2:3 und auch GM Matthew Turner verlor als Favorit gegen IM Ravi Haria mit 1:3. Im Viertelfinale schlug die Stunde der vier großen Favoriten und allesamt konnten sich in ihren Duellen durchsetzen. Das Halbfinale läuft gerade zwischen Luke McShane und Michael Adams sowie David Howell und Gawain Jones. OffizielleSeite

Drucken

Von Remis geplagtes London

London, das schon Austragungsort der WM zwischen Carlsen und Caruana war und nun die Chess Classic 2018 austrägt hat bei der WM keine entschiedene Turnierpartie gesehen und beim Chess Classic nun auch nicht. Auch gestern gab es zwischen den Kontrahenten Nur Aronian gegen Vachier-Lagrave hatte gewisse Vorteile vorzuweisen und ein Turmendspiel mit Mehrbauern, das er jedoch aufgrund des aktiven gegnerischen Turms nicht in einen vollen Punkt ummünzen konnte. Es folgen nun zwei Schnellschach-Partien heute und morgen. OffizielleSeite

Drucken

Asiatische Meisterschaft

Die asiatische Meisterschaft findet derzeit auf den Philippinen statt, in der 600 000-Einwohner-Stadt Makati City, die als Wirtschafts und Finanzzentrum Philippinens gilt. Neben den starken Chinesen wie Wang Hao und Wei Yi sind selbstredend auch Vietnams Nummer Eins Le Quang Liem, die beiden Inder Vidit und Adhiban sowie der iranische Shootingstar Maghsoodloo die heißesten Anwärter auf den Titel. Ein Wörtchen mitreden wird wohl auch der immer stärker werdende und erst 15 Jahre alte Iraner Alireza Firouzja, der mittlerweile eine Elozahl von 2607 aufweisen kann. OffizielleSeite

Drucken

London Chess Classic

Das London Chess Classic ist in diesem Jahr ein Teil der Grand Chess Tour. Es beginnt mit dem Halbfinal-Duellen zwischen Fabiano Caruana und Hikaru Nakamura sowie Maxime Vachier-Lagrave und Levon Aronian. Der Preispool beträgt 300.000$ (circa. 280.000€), wovon der Sieger 75.000$ erhält. Der Gesamtsieger der Grand Chess Tour 2018 erhält zudem 100.000$. Die Matches bestehen aus acht Partien, zwei klassische (6 Punkte), zwei Schnellschach- (4 Punkte) und 4 Blitz-Partien (2 Punkte). Die Spieler erhalten 100 Minuten für 40 Züge, gefolgt von 60 Minuten für den Rest der Partie, mit 30 Sekunden Delay ab dem 1. Zug, für Rapid 25 min + 5 sec und für Blitz 5 min + 3 sec. Im Fall eines Gleichstands folgt ein Rapid-Mini-Match (10 + 5 Delay) und ein Armageddon (5 vs 4). In den ersten beiden klassischen Partien gab es jeweils Remis. OffizielleSeite

Drucken

Valerij Popov sensationell Schnellschach-Europameister

Er war die Nummer 40 der Setzliste und doch konnte sich der 44-jährige russische Großmeister Valerij Popov gegen alle Spitzenspieler durchsetzen und den Titel des Schnellschach-Europameisters in Skopje gewinnen. Er holte wie drei weitere Spieler 10,5 Punkte aus 13 Runden. Platz zwei ging ebenfalls sensationell an den erst 16-jährigen Russen GM Andrey Esipenko vor dem Türken GM Vahap Sanal. Der vierte im Bunde mit 10,5 Punkten der ebenfalls überraschend starke Italiener GM Luca Moroni. Der Blitz-Europameister GM Vladislav Artemiev spielte die beiden letzten Tage nicht ganz so stark und landete auf Rang 12 mit 9,5 Punkten. Bester Deutscher wurde GM Daniel Fridman mit 8,5 Punkten und Platz 37. chess-results

Drucken

Kunin Zweiter beim Rom Open

Der Ukrainer GM Yuri Solodovnichenko ist Sieger des 3. Internationalen Rom Opens. Er siegte knapp nach Wertung vor GM Vitaly Kunin (Freibauer Mörlenbach-Birkenau) und GM Nikita Maiorov aus Weißrussland - alle mit 7 Punkten. GM Dmitrij Kollars (SF Deizisau) holte 6,5 Punkte und Rang 6 und FM Matthias Bach (HSK) 5,5 Punkte und Rang 16. chess-results

Drucken

Sasa Martinovic gewinnt Zagreb Open

Der kroatische Großmeister Sasa Martinovic hat das Zagreb Open, das zum dritten Mal stattfand und dem Großmeister Krunoslav Hulak gewidmet ist für sich entschieden. Das Turnier war mit zahlreichen Titelträgern und 164 Teilnehmern stark besetzt. Martinovic sammelte wie sein ärgster Widersacher GM Momchil Nikolov aus Bulgarien 7,5 Punkte aus 9 Runden. Der junge Kroate IM Jadranko Plenca holte sich Platz drei vor dem deutschen IM Lev Yankelevich, der wie Plenca starke 7 Punkte holte. Senior GM Hans-Joachim Hecht erreichte gute 6 Punkte und Platz 22. chess-results

Drucken

Artemiev Europameister im Blitzschach

Der junge russische Großmeister Vladislav Artemiev hat sich schon desöfteren als hervorragender Schnellspieler erwiesen. In Mazedoniens Hauptstadt Skopje ging gestern die Blitzschach-Europameisterschaft statt. Nach 22 langen Runden setzte er sich in überragender Manier mit 18,5 Punkten klar durch. Den zweiten Platz holte GM Ivan Cheparinov (17 Punkte) aus Bulgarien vor dem Tschechen GM David Navara mit 16,5 Punkten. GM Daniel Fridman landete auf Rang 24 mit 14,5 Punkten. Heute und morgen wird der Europameister im Rapidschach ermittelt und auch hier ist Artemiev Elofavorit. OffizielleSeite

Drucken

Ilja Schneider Deutscher Blitzschachmeister

Der Berliner IM mit Großmeisterstärke Ilja Schneider (SF Berlin) hat überlegen die Deutsche Blitzschachmeisterschaft in Bamberg mit 25 Punkten aus 31 Partien gewonnen. Es ist bereits sein zweiter Deutscher Blitztitel. Den zweiten Platz belegte GM Rene Stern (König Tegel) mit 23 Punkten vor FM Marco Rehle (SF Sasbach) mit 22 Punkten. Elofavorit GM Michael Bezold (Bayern München) musste mit Platz vier bei 20,5 Punkten vorlieb nehmen. OffizielleSeite

Drucken

Salem Saleh Arabischer Champion

Der favorisierte Großmeister Salem Saleh von den Emiraten hat in seiner Heimat den Titel des Arabischen Champions auf beeindruckende Weise errungen, auch wenn er sich einen Ausrutscher geleistet hat. Er gewann 8 Partien aus 9 Runden und das bei gewiss nicht schwacher Gegnerschaft. Den zweiten Platz nach ebenfalls großartiger Vorstellung belegte Salehs Bezwinger GM Bilel Bellahcene aus Tunesien mit 7,5 Punkten. Der Agypter GM Ahmed Adly kämpfte sich nach einem durchwachsenen Turnier noch auf Rang drei mit 6 Punkten vor.  chess24

Drucken

Marta Michna Deutsche Blitzschachmeisterin

Großmeisterin Marta Michna hat bei der Deutschen Blitzschach-Meisterschaft der Frauen in Bamberg einen überragenden Erfolg gefeiert. Sie gewann alle 19 Partien und siegte mit 2,5 Punkten Vorsprung vor WIM Kerstin Kunze (Brandenburg) und WGM Judith Fuchs, die 15,5 Punkte sammelte. OfizielleSeite

Drucken

Rom Open mit deutscher Beteiligung

Zum dritten Mal findet in der ewigen Stadt Rom ein gut besetztes Open statt, diesmal auch mit starker deutscher Beteiligung. Nach drei Runden haben nur noch 5 Spieler unter den 76 Teilnehmern im A-Open eine weiße Weste - erfreulicherweise auch GM Vitaly Kunin und GM Dmitrij Kollars. Die Spitzenspieler trennt nur ein paar Elopunkte. Knapp an der Spitze der Startrangliste steht der Spanier GM Jaime Santosh Latasa. Mit Josefine Heinemann ist auch eine deutsche Nationalspielerin am Start. Sie verlor in Runde drei gegen Kollars und steht bei 2 Punkten. OffizielleSeite

Drucken

Safarli mit Favoritenheimsieg in Baku

Der Elofavorit aus Aserbaidschan Eltaj Safarli konnte sich beim Open in der Hauptstadt Baku mit 7,5 Punkten durchsetzen. Gleich dahinter platzierte sich der andere Eloriese des Turniers, nämlich sein Landsmann Gadir Guseinov. Dieser erreichte 7 Punkte wie auch der Drittplatzierte Überraschungsmann IM Zhamsaran Tsydypov aus Russland. OffizielleSeite

Drucken

U-16 Schacholympiade in der Türkei - Usbekistan gewinnt

Die U-16 Schacholympiade im türkischen Konya ist heute zu Ende gegangen. Es konnte sich das favorisierte Team aus Usbekistan mit ihrem 14-jährigen Superstar GM Nodirbek Abdussattorov (Elo 2560) mit 16 von 18 möglichen Mannschaftspunkten durchsetzen. Die Vorherrschaft der asiatischen Mannschaften wurde perfekt gemacht durch den zweiten Platz von Indien mit 14 vor China mit 13 Punkten. Deutschland ist nicht in Bestbesetzung angetreten, es fehlte zum Beispiel IM Vincent Keymer. Jedoch war man immerhin an Nummer 11 der Setzliste, doch am Ende kam nur ein sehr enttäuschender 29. Platz heraus. Nur Luis Engel konnte an Brett 1 überzeugen und seine Normalform mit 6 Punkten aus 8 Runden erreichen. Nikolas Wachinger, Jakob Leon Pajeken, Jana Schneider und David Färber blieben weit unter ihren Möglichkeiten. OffizielleSeite

Drucken

Arabische Meisterschaften

In Dubai läuft derzeit die Arabische Meisterschaft mit drei Spielern über der 2600-Elo-Grenze. Favorit ist Salem Saleh, der mit Abstand beste Spieler der Emirate. Gestern konnte er im Spitzenduell den auch bei uns bekannten Ägypter Ahmed Adly bezwingen. Heute hingegen war Salem Saleh Leitragender einer dicken Überraschung. Er unterlag mit den weißen Steinen gegen den 20jährigen algerischen Großmeister Bilel Bellahcene. Dieser führt nun das Turnier mit 4,5 Punkten aus 5 Runden an. OffizielleSeite

Drucken

Baku Open

Derzeit findet in Baku (Aserbaidschan), der Geburtsstadt Garry Kasparovs, ein gut besetztes Open statt. Nach sieben von neun Runden führen vier Spieler die Tabelle mit je 6 Punkten an. Die beiden Elofavoriten und Lokalmatadoren GM Gadir Guseinov und GM Eltaj Safarli also auch GM Eldar Gasanov (Ukraine) und IM Zhamsaran Tsydypov (Russland) stehen ganz vorne unter den 149 Teilnehmern. chess24

Drucken

Senioren-Weltmeister gekürt

Die Senioren-Weltmeister bei den Meisterschaften in Bled sind gekürt. In der Ü-50-Klasse siegte der Armenier GM Karen Movsziszian mit 8,5 Punkten knapp nach Wertung vor Georgi Bagaturov aus Georgien. Dritter wurde Elofavorit GM Zurab Sturua (ebenfalls Georgien) vor GM Klaus Bischoff. In der Ü-65 spielten zwei namhafte Großmeister ein tolles Turnier und beide sammelten überragende 9,5 Punkte aus den 11 Runden. Knapp nach Wertung gewann Vlastimil Jansa (Tschechien) vor GM Yuri Balashov (Russland). Dessen Landsmann GM Nukhim Rashkovsky belegte den dritten Platz mit 8,5 Punkten. Bester Deutscher wurde FM Manfred Böhnisch mit 7,5 Punkten und Platz 7. Bei den Damen in der Ü-50 siegte Elofavoritin WGM Elvira Berend aus Luxemburg mit 8,5 Punkten. Zweite und Dritte wurden die Russinnen WGM Tatiana Grabuzova und WGM Galina Strutinskaia mit je 8 Punkten. WFM Olga Birkholz holte 6 Punkte und landete auf Rang 9. Die mittlerweile 77-jährige Großmeisterin und Ex-Weltmeisterin Nona Gaprindashvili (Geogien) gewann die Ü-65-Klasse mit 8,5 Punkten. WGM Valentina Koslovskaya (Russland) wurde Zweite mit 8 Punkten vor WIM Ludmila Tsifanskaya (Israel) mit 7,5 Punkten. OffizielleSeite

Drucken

Schach, Schnellschach, Golf, Minigolf - Carlsen bleibt Weltmeister

Magnus Carlsen bleibt Weltmeister! Der Norweger hatte vor dem Tiebreak eine um ca. 90 Elopunkte bessere Schnellschachwertung als sein Herausforderer. Der Favoritenrolle in dieser eigenen Disziplin wurde er voll und ganz gerecht und gewann den auf vier Partien angesetzten Schnellschach-Tiebreak gegen Caruana mit einem glatten 3:0. Carlsen hat nun nach der Auswertung dieser Partien eine Schnellschach-Elo von 2902 und Caruana eine von 2766. Das sind Welten! Carlsen weiß um seine Stärke darin und strebte laut eigener Aussage nach Partie 10 einen Tiebreak an. Deshalb verzichtete er auch darauf die vorteilhafte Stellung in Partie 12 auszuspielen. Als Schachfan finde ich die Tiebreak-Lösung durch Schnellschach äußerst unbefriedigend, denn der im Turnierschach ebenbürtige Caruana ging darin chancenlos unter wie auch schon Karjakin gegen Carlsen im Jahre 2016. Der Turniersieg eines hochdotierten Golfturniers wird bei Gleichstand übrigens nicht im Minigolf ausgespielt! Die FIDE muss sich überlegen ob die geringe Anzahl von nur 12 Partien nicht zu Vorsichts-Schach animiert. Caruana und auch Carlsen selbst haben in den vergangenen Pressekonferenzen für eine Erhöhung der Partienanzahl auf 16 oder 18 plädiert. Ein vernünftiger Vorschlag, dem die FIDE hoffentlich folgen wird. Vielleicht sehen wir dann mehr Risikobereitschaft und eine Entscheidung im klassischen Schach. OffizielleSeite

Drucken

Movsziszian und Bagaturov sowie Jansa und Balashov führen

Bei der Senioren-WM im slowenischen Bled führen zwei Duos die verschiedenen Altersklassen an. In der Ü-50-Klasse führen die beiden Großmeister Karen Movsziszian aus Armenien und der Georgier Giorgi Bagaturov mit je 7,5 Punkten. GM Klaus Bischoff liegt auf Rang 5 mit 6,5 Punkten. In der Klasse Ü-65 führen die Großmeister Vlastimil Jansa (Tschechien) und Yuri Balashov aus Russland mit je 8 Punkten. GM Lothar Vogt liegt derzeit mit 6,5 Punkten auf Rang 10. Bei den Damen der Ü-50-Klasse führt WGM Elvira Berend aus Luxemburg mit 7,5 Punkten. WFM Olga Birkholz liegt mit 5 Punkten auf Rang 10. In der Ü-65-Klasse führt die unverwüstliche Ex-Weltmeisterin Nona Gaprindashvili aus Georgien mit 6,5 Punkten.OffizielleSeite

Drucken

Nikolov siegt beim Heusenstamm-Open

Der bulgarische Großmeister Momchil Nikolov hat äußerst knapp unter vier punktgleichen Spielern das Sparkassen Open in Heusenstamm gewonnen. Er landete vor dem besten Deutschen IM Christopher Noe (SC Eppingen) und dem ukrainischen GM Orest Gritsak - alle 6 Punkte. Elofavorit GM Daniel Sadzikowski aus Polen musste mit Rang 18 und 5 Punkten vorlieb nehmen. Im A-Open gab es die stattliche Zahl von 245 Teilnehmern. OffizielleSeite

Drucken

WM-Entscheidung im Tiebreak

Das WM-Finale in London zwischen Magnus Carlsen und Fabiano Caruana muss nach 12 Remis in Folge im Tiebreak oder in einer Armageddon-Partie entschieden werden. Heute war es erneut eine Sweshnikov-Variante mit frühem Sd5. Carlsen wich diesmal von Sb8 ab und griff auf Se7 zurück. Es war eine gute Entscheidung, denn er kam vernünftig aus der Eröffnung. Caruana verfolgte einen wenig ehrgeizigen Plan und verfiel im 21. Zug auf den merkwürdigen Zug Th2 mit dem Plan der langen Rochade. Carlsen hatte von diesem Zeitpunkt an das bequemere Spiel, doch als man glaubte, dass nur er auf Gewinn spielen kann, einigte er sich mit Caruana auf Remis nach 31 Zügen. Die beiden Kontrahenten neutralisierten sich weitgehend und obwohl sie nahezu jede Partie ausgekämpft haben, war das Spiel von Beiden in erster Linie von Sicherheitsdenken geprägt. Nikolas Lubbe meinte als Kommentator bei chess 24, dass es noch nie ein höheres Niveau bei einer WM gegeben hat als dieses Mal. Man kann hierzu ganz anderer Meinung sein. Es gab in der Vergangenheit Weltmeister und Herausforderer die Stellungsvorteile zum Sieg geführt haben. In Partie 1 hatte Carlsen eine Gewinnstellung und verdarb sie zum Remis. Caruana hatte in der ersten Sweshnikov-Partie eine hervorragende Möglichkeit im Zug Dh5 und spielte stattdessen vorsichtig h3. Auch in der zweiten Sweshnikov-Partie hatte er hervorragende Möglichkeiten wie Sam Shankland in seiner Analyse nachwies. Caruana war eröffnungstechnisch sehr gut präpariert. Ob ihm dies nun auch im Schnellschach etwas hilft um Carlsen Paroli bieten zu können, wird man am Mittwoch sehen. Caruana hat bei manchen Schnellschach-Events schon sehr schlecht ausgesehen. Carlsens Elozahlen im Schnell- und Blitzschach sprechen für sich und er ist ganz klarer Favorit. Es ist schade, dass eine WM im Turnierschach in Disziplinen entschieden werden muss, die ihre eigene Weltmeisterschaft haben.  Vielleicht führt eine Erhöhung der Partienanzahl zu etwas mehr Risikobereitschaft. Die Fide muss sich überlegen ob dieses Reglement eines WM-Finales gut ist um Werbung für das Spiel zu machen. OffizielleSeite

Drucken

Solingen und Baden-Baden an der Spitze

Baden-Baden erkämpfte heute ein klares 7:1 gegen die Schachfreunde Berlin und steht nun gemeinsam mit Solingen an der Spitze der Tabelle mit 8 Punkten. Solingen hatte allerdings einen weitaus schwereren Kampf zu bestehen. Am Ende kam ein 4,5:3,5 gegen Bremen heraus. Matchwinner war schließlich am Ende Markus Ragger, der Luke McShane im Endspiel niederrang. 6 Punkte haben neben dem spielfreien Hockenheimern die Schachfreunde Deizisau, die Dresden mit 5,5:2,5 schlugen. Auch der HSK kommt in diesem Jahr hervorragend aus den Startlöchern. Es gab ein überzeugendes 6:2 gegen MSA-Zugzwang, das nun am Tabellenende steht. 6 Punkte hat auch Viernheim, das mit 5:3 gegen Hofheim gewann. Zu ihren ersten Siegen kamen Augsburg gegen Turm Kiel mit 5,5:2,5 und der Düsseldorfer SK gegen Mülheim Nord mit einem knappen 4,5:3,5. Absoluter Matchwinner war die holländische Schachlegende Jan Timman, denn alle anderen Partien endeten in diesem Kampf mit Remis. OffizielleSeite

Drucken

Ein Tag der Favoriten

Ein zwar teils schwerer, doch am Ende erfolgreicher Tag für die favorisierten Teams in Runde drei der Schachbundesliga. Hockenheim tat sich enorm schwer gegen Hofheim trotz des Auftritts des Ex-Weltmeisters Anatoly Karpov, der nicht über ein Remis hinauskam gegen Jan-Christian Schröder. Verantwortlich für die Knappheit des Kampfes waren die völlig überraschenden Niederlagen der an ihren Brettern klar favorisierten Alexander Moiseenko gegen Gennadi Ginsburg und David Baramidze Vladimir Gurevich. An Brett 8 ließ aber Tamas Banusz nichts anbrennen gegen FM Ulrich Weber und es reichte zum 4,5:3,5.
Baden-Baden agierte souverän und konnte sich sogar eine Niederlage an Brett 8 von Alexei Shirov gegen IM Jakov Loxine leisten und gewann 6:2 gegen Dresden. Solingen war klarer Favorit gegen Mülheim, aber Niederlagen von Markus Ragger gegen David Navara und Jan Smeets gegen Dr. Volkmar Dinstuhl - der Niederländer stellte in klar besserer Stellung einen Turm ein - ließen es spannend werden. Am Ende setzten sich die Klingenstädter mit 5:3 durch. Diese drei siegreichen Teams haben nun eine weiße Weste behalten.
Die unglücklichen Düsseldorfer verloren auch in Runde drei und zwar mit 2,5:5,5 gegen Bremen. Unnötig die Niederlage von Schachlegende Ulf Andersson, der gegen Romain Edouard nur leicht schlechter stand mit sehr guten Remischancen. Der Schwede ließ jedoch auf seinem Formular eine Lücke bei Zug 20 und glaubte einen Zug zu früh, die erste Zeitkontrolle überstanden zu haben.
Einen wichtigen zweiten Sieg landete Turm Kiel gegen MSA Zugzwang mit 5:3. In dieser Form hat man gute Chancen auf den Klassenerhalt. Die Schachfreunde Deizisau gewannen gegen die Schachfreunde Berlin. Vincent Keymer trug erneut einen Sieg zum 5,5:2,5 bei. Schließlich gab es noch einen sehr knappen 4,5:3,5-Sieg des Hamburger SK über BCA Augsburg, die noch immer ohne Punktgewinn sind. Erstaunlich der klare und beeindruckende Außenseitersieg von Niclas Huschenbeth mit den schwarzen Steinen über den starken Tschechen Viktor Laznicka. OffizielleSeite

Drucken

Norwegischer Sieg in Bad Griesbach

Beim 21. Jungsenioren-Schachopen in Bad Griesbach gab es sehr überraschend diesmal einen Erfolg eines aus Norwegen angereisten Schachfreundes mit Namen Gunnar Johnsen. Er überraschte die Konkurrenz und erkämpfte sich durch einen Schlussrundensieg den wohl größten Triumph seiner Karriere. Er erreichte 5,5 Punkte und verwies den punktgleichen Favoriten IM Josef Pribyl auf Rang zwei. Karl-Heinz Jergler vom nicht weit entfernten Schachclub Rottal-Inn wurde Dritter mit 5 Punkten. OffizielleSeite

Drucken

Carlsen holt erneut nichts heraus

Magnus Carlsen holte heute erneut kaum einen Vorteil heraus gegen die russische Verteidigung seines Herausforderers Fabiano Caruana. Der US-Amerikaner ist bestens vorbereitet in seinem Lieblingssystem und strebte Abtausch um Abtausch an. Im 25. Zug dann erneut eine sehr pragmatische Entscheidung den letzten Turm zu tauschen. Dieser kostete zwar einen Bauern, aber bei ungleichfarbigen Läufern war Caruana selbstgewusst genug sich darauf einzulassen. Er meisterte dieses Endspiel mit Bravour und holte erneut ein problemloses Remis. Nun ist er in der komfortablen Situation die allerletzte Turnierpartie mit Weiß bestreiten zu können. Schon in den letzten beiden Partien hätte er mehr herausholen können. Wird Carlsen erneut die Sweshnikov-Variante wählen. Eine schwierige Entscheidung für den noch amtierenden Weltmeister. OffizielleSeite

Drucken

Erstellt: Samstag, 24. November 2018