Ein Tag der Favoriten

Verfasst von m.m. am .

Ein zwar teils schwerer, doch am Ende erfolgreicher Tag für die favorisierten Teams in Runde drei der Schachbundesliga. Hockenheim tat sich enorm schwer gegen Hofheim trotz des Auftritts des Ex-Weltmeisters Anatoly Karpov, der nicht über ein Remis hinauskam gegen Jan-Christian Schröder. Verantwortlich für die Knappheit des Kampfes waren die völlig überraschenden Niederlagen der an ihren Brettern klar favorisierten Alexander Moiseenko gegen Gennadi Ginsburg und David Baramidze Vladimir Gurevich. An Brett 8 ließ aber Tamas Banusz nichts anbrennen gegen FM Ulrich Weber und es reichte zum 4,5:3,5.
Baden-Baden agierte souverän und konnte sich sogar eine Niederlage an Brett 8 von Alexei Shirov gegen IM Jakov Loxine leisten und gewann 6:2 gegen Dresden. Solingen war klarer Favorit gegen Mülheim, aber Niederlagen von Markus Ragger gegen David Navara und Jan Smeets gegen Dr. Volkmar Dinstuhl - der Niederländer stellte in klar besserer Stellung einen Turm ein - ließen es spannend werden. Am Ende setzten sich die Klingenstädter mit 5:3 durch. Diese drei siegreichen Teams haben nun eine weiße Weste behalten.
Die unglücklichen Düsseldorfer verloren auch in Runde drei und zwar mit 2,5:5,5 gegen Bremen. Unnötig die Niederlage von Schachlegende Ulf Andersson, der gegen Romain Edouard nur leicht schlechter stand mit sehr guten Remischancen. Der Schwede ließ jedoch auf seinem Formular eine Lücke bei Zug 20 und glaubte einen Zug zu früh, die erste Zeitkontrolle überstanden zu haben.
Einen wichtigen zweiten Sieg landete Turm Kiel gegen MSA Zugzwang mit 5:3. In dieser Form hat man gute Chancen auf den Klassenerhalt. Die Schachfreunde Deizisau gewannen gegen die Schachfreunde Berlin. Vincent Keymer trug erneut einen Sieg zum 5,5:2,5 bei. Schließlich gab es noch einen sehr knappen 4,5:3,5-Sieg des Hamburger SK über BCA Augsburg, die noch immer ohne Punktgewinn sind. Erstaunlich der klare und beeindruckende Außenseitersieg von Niclas Huschenbeth mit den schwarzen Steinen über den starken Tschechen Viktor Laznicka. OffizielleSeite

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