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Short kandidiert als FIDE-Präsident

Schach verdient eine bessere Alternative! - Das sind die Worte des einstigen WM-Finalisten Nigel Short, der nun als FIDE-Präsident kandidieren will. Er ist der dritte Kandidat neben Kirsan Ilyumzhinov und Georgios Makropoulos, die sich inzwischen eine Schlammschlacht liefern. Seit Jahren sind dubiose Gestalten die Macher in der FIDE - eben Ilyumzhinov und sein Vize Makropoulos. Nachdem das US-Schatzamt Ilyumzhinov auf die schwarze Liste gesetzt hatte, schloss die Schweizer-UBS-Bank das Konto der FIDE. Natürlich führt das alles nicht dazu, dass die FIDE besonders erfolgreich ist bei der Suche nach Sponsoren. In gut informierten Schachkreisen weiß man, dass Ilyumzhinov hinter der Firma Agon steht, die die Rechte an den Weltmeisterschaften, Kandidatenturnieren, Grand Prix und Weltcup hält. Die Spieler sind für diese Firma jedoch nur Mittel zum Zweck wie man unlängst in Berlin als Besucher erleben durfte. Ein möglichst bilig zu mietendes Ambiente, damit man viel Profit macht. Die Leidtragenden sind die Spieler und der Schachsport selbst. Nigel Short macht sich zum Ziel Präsident zu werden um Agon loszuwerden. Wie schwer das werden wird, zeigt die Tatsache, dass der Präsident des russischen Schachverbandes Filatov zunächst gegen Ilyumzhinov war und nun wieder voll hinter ihm steht - wohl eine Anordnung des Kreml wie stark vermutet wird.

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