33. Internationales Herforder Schnellschachturnier 2004

Grand-Prix Turnier der Sparkasse Herford
Qualifikationsturnier zur
Deutschen Schnellschachmeisterschaft 2004

 

 

19.-20. Juni 2004

Ausschreibung | Teilnehmer | Paarungen | Tabelle

 

Podzielny´s siebter Sieg

Fünf Großmeister, drei Internationale und drei Nationale Meister kämpften im 76 Teilnehmer starken Feld beim Herforder Sparkassen Open im Grün-Gold Haus um Ruhm und Preisgelder. Und es war der Vorjahressieger Karl – Heinz Podzielny, der nach elf Runden von Bürgermeister Thomas Gabriel den Siegespokal zum siebten Mal in der 33jährigen Geschichte des Turniers überreicht bekam. Mit 7 Siegen allein in den ersten acht Runden legte der Essener ein Tempo vor, dem seine Großmeisterkollegen nicht folgen konnten. Nur Carsten Lingnau besiegte Podzielny in der Vorschlussrunde und konnte so die Entscheidung um den Turniersieg bis in die Schlussrunde vertagen. Mit neun Punkten aus elf Runden siegt Podzielny einen halben Punkt vor den Verfolgern. „Ich komme immer gerne nach Herford. Und habe hier auch zwei, drei Jahre gelebt,“ verrät der 50jährige. In den achtziger Jahren spielte er für Enger-Spenge in der Bundesliga Schach.

Ein Trio mit 8,5 Punkten folgt Podzielny auf den Plätzen 2.- 4: Der für Emsdetten spielende Alexander Kabatianski, der Porzer Arkadij Rotstein und der für Gescher spielende Carsten Lingnau. „Ich hatte Glück bei meinem Sieg gegen Podzielny,“ erzählt Lingnau und lobt die Herforder: „Es war ein schönes Turnier, es hätte noch mehr Teilnehmer verdient gehabt."

Favorit und Schachlegende Ulf Andersson vom Deutschen Meister SG Porz blieb zwar als einziger ungeschlagen. Doch der Weltklassespieler der achtziger Jahre wurde mit 8 Punkten aus 11 Runden nur Fünfter. Nicht ganz zufrieden mit seinem Spiel und Platz sechs ist der Vierte der Deutschen Meisterschaft Sergej Kalinitschew . „Für mich war das Turnier zu stark,“ lacht der 48jährige Schachlehrer. „Ich habe in den letzten Monaten zu wenig gespielt.“

Die vielfache Deutsche Schnellschachmeisterin - zuletzt 2002, Gisela Fischdick wird Elfte. „Ich bin ganz zufrieden. Ich hatte das Pech, in der letzten Runde auf den stark aufspielenden Karl-Heinz Podzielny zu treffen. Sonst wäre vielleicht mehr drin gewesen,“ meint die für Elberfeld spielende Ex-Nationalspielerin.

Der von Minden nach Werther wechselnde Dirk Schuh lässt vier Titelträger hinter sich und beendet als erfolgreichster Nichttitelträger mit 7,5 Punkten das Turnier auf Rang zehn. Doch auch die Herforder Königsspringer können mit ihrem Abschneiden zufrieden sein. Andre Wolf erspielt nach verhaltenem Start nach neun Runden 6,5 Punkte, muss sich dann jedoch dem auf auf Rang zwei gesetzten Großmeister Kalinitschew und dem Internationalen Meister Alexander Kabatianski geschlagen geben und wird Sechzehnter. Zweitbester Herforder: Marco Schütte erspielt ebenso 6,5 Punkte mit vier Siegen und nur zwei Niederlagen, unter anderem gegen Gisela Fischdick, auf Platz 23.